Der Überraschungshit dieses Jahres verzaubert den Rezensenten mit Charme und Mut zur Rekultivierung des Halo Imperiums…

weil:

* einen für mich abgeschlossenen simplen aber logischen Handlungsstrang, der mich in die Haut anderer Protagonisten und deren Geschichte versetzt.

* Neu-Mombasa mit wunderbar reduzierter Colorierung (erinnert mich vom Stimmungs- und Farbbarometer an Mirrors Edge) und melancholischer NewAgeJazz Mucke.

* kurze knackige Abschnitte, die immer wieder durch den Handlungsstrang entschleunigt werden und dadurch für wunderbaren Kurzweil sorgen.

jedoch:

die wirklich kurze Einzelspielerzeit (Solo-Normal) ist für den Preis mehr als grenzwertig, wenn man kein Mulitplayerninja ist.

* die Synchronisation ist Kappes.

Halo 3 ODST überzeugt weder mit imposanten Partikeleffekten, Normal- oder Bump Mapps. Der Grafikstil ist dafür wie aus einem Guss und begeistert im Quadrat.

Der gesamte Soundtrack ist ein Ohrenschmaus und lädt zur Beschallung des gesamten Hauptstraßenzugs ein.

Die Spielbarkeit ist fantastisch und auch für Neueinsteiger und Grobmotoriker Rezeptfrei.

Für mich als Anti-Halo-Fanboy ein überraschend guter Titel, der mich dem Halo-Universum näher brachte, ohne mich mit 1000 Seiten Faktenwissen zu erschlagen.

Das der Titel polarisiert kann ich mir sehr gut vorstellen, besonders weil meine Pros genau die Hasskappe bei anderen auslöst, da Ihre Erwartungshaltung eine gänzlich andere war.