Test Age of Alexander

Alexander der Große ist wohl einer der bekannten Feldherren der Menschheitsgeschichte. Er eroberte zu seiner Zeit fast die ganze damals bekannte Welt. Grund genug für die Game Factory Interactive ihn  in ihrem Spiel die Hauptrolle zu geben. Von dem Entwicklern stammt schon das ebenfalls ähnlich angesiedelte „Ancient Wars: Sparta“. Ob das Spiel einen erfolgreichen Feldzug auf unsere PCs starten kann wird der folgende Bericht zeigen.


2007 sprangen die Entwickler von GFI auf den damaligen „300“ Hype um die Spartaner auf und lieferten das Spiel „Ancient Wars: Sparta“ ab. An den grandiosen Film kam man bei weiten nicht heran und servierte Interessierten nur ein eher durschnittliches Strategiespiel. Auf Basis dessen präsentiert man uns nun Age of Alexander.

AW: Sparta (2007) im Vergleich zu A.o.Alexander (2010): merklichster Unterschied die Farbe der Vegetation

Was gibt es Neues in der Antike?

Bevor es in den Krieg geht muss man sich klassisch um Basisaufbau und Ressourcenbeschaffung kümmern. Klappt es mit den Ressourcen kann man sich daran machen Soldaten auszubilden und benachbarte Dörfer anzugreifen. Nichts Neues also, aber dafür bewährt. Bei den Ressourcen hat man sich auf Gold, Erz und Wohnräume beschränkt. So geht der Aufbaupart des Spiels erfreulicherweise relativ rasch und einfach von der Hand.

Unübliches und interessantes Feature ist, dass man nach der Schlacht die liegengeblieben Waffen aufsammeln kann und damit die eigenen Einheiten aufrüsten darf. Das war es aber dann auch schon leider mit den interessanten Features.

Des Weiteren gibt es im Spiel noch Helden mit speziellen Fähigkeiten, welche aber nicht sehr zu tragen kommen. In der Kampagne beispielsweise dürfen Alexander  und die anderen Helden logischerweise nicht an der Front fallen, da dies einer geschichtlich korrekte Fortführung der Kampagne im Wege stehen würde.  Am einfachsten und logischsten ist es für den Spieler Alexander einfach gar nicht ins Gefecht zu schicken.  Hier hätte die Entwickler unbedingt eingreifen müssen um diese Taktik  nicht zu ermöglichen. Es scheint als hätte man das Spielkonzept nicht ganz zu Ende gedacht. Außerhalb der Kampagne tritt dies nicht auf, weil dort das Ableben von Alexander und Co. ohne Konsequenzen bleibt.

Von Makedonien bis nach Indien

Steht nun das Heer kann man mit dem Feldzug begingen und die ersten Schlachte lassen nicht lange auf sich warten. Wobei Schlachten vielleicht schon zu übertrieben ist, denn die Kämpfe im Spiel erleben nie ein episches Ausmaß.  Auch eine noch so große Stadt stürmt man mit einer recht überschaubaren Truppe. Eine unrealistisch kleine Truppenstärke ist, aber auch in sehr vielen anderen Spielen vorhanden, und soll hier nicht als Kritikpunkt gesehen werden. Die Total Wars Reihe z.B. bietet Massenschlachten, aber hat auch einen ganz anderen Fokus.

Ein PR-Screenshot, denn so sehen Schlachten im Spiel leider nie aus

Bei  Optik und Sound hat man sich leider auch an dem in die Jahre gekommen Vorgänger orientiert. Nicht wirklich schlecht, aber die Konkurrenz präsentiert sich da schon teilweise recht viel besser. Was bei Sparta schon nicht gut war ist heute leider auch nicht besser geworden.

Fazit

Eigentlich ist es ja ein recht solides Spiel, aber es reicht leider nicht mehr um aktuell mitzuhalten. Es ist einfach nur ein unmotivierter Aufguss, des schon damals nur durschnittlichen Vorgängers. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden, doch ein wenig mehr Kreativität hätte dem Spiel sicher nicht schlecht getan

Ansatzweise macht es schon Spaß, aber grad in diesem Genre und in der Thematik gibt es unzählige anderen Pendanten. Und wer auf Massenschlachten steht der ist sowieso mit der Total Wars Reihe besser bedient.