ARK: Survival Evolved Review

The Long Dark…The Forest und und und…Survival-Games liegen voll im Trend und stellen die Spieler stets vor die grundlegendste aller Herausforderungen: Überleben in feindlicher Umgebung. Während der Fokus dabei zumeist auf simples Gameplay mit Sandbox-Elementen gelegt wird, geht Studio Wildcards Early-Access-Erfolg „ARK: Survival Evolved“ einen Schritt weiter. „ARK“ sieht sich nämlich als Bindeglied zwischen üblicher Survival-Action und RPG-typischer Komplexität. Eine Gratwanderung, die außergewöhnlich gut funktioniert und nicht nur den begeisterten Einzelspieler fasziniert.

Leveln, bis der Dino kommt

Nach der Charaktererstellung findet sich der Spieler wahlweise in Third-Person- oder Ego-Perspektive auf einer tropischen Insel wieder, die gleich auf den ersten Blick ihre Bewohner verrät: Dinosaurier. Dabei ist es zu Beginn durchaus ratsam, einen Bogen um jene prähistorischen Tierchen zu machen – so gut es eben geht. Einzig tatsächlich große Dinos für Fleischfresser zu halten, dürfte nämlich zu den ersten Fehlern gehören, die für das frühe Ableben der eigenen Spielfigur verantwortlich zeichnen. Sind die ersten fünf Minuten aber überlebt, ein kleiner Teil der Insel und das leider etwas unübersichtliche Inventar erkundet, geht es auch schon los. Los mit Sammeln. Um es sich auf dem Eiland in einer selbst gezimmerten Hütte gemütlich machen zu können, braucht es Nahrung, Werkzeug und natürlich die eine oder andere Waffe samt Rüstung. Und an dieser Stelle offenbart „ARK“ dann bereits seinen Rollenspiel-Charakter.
Anders als die meisten Survival-Genrekollegen bietet „ARK“ ein Levelsystem, das benötigte Crafting erst mit Levelaufstieg freischaltet. Das gute alte XP-Sammeln gehört bei „ARK“ also genauso zum guten Ton wie Dinosaurier-Exkremente als Dünger für selbstständig angelegte Beete zu verwenden.

Oh, wie süß – ein Giganotosaurus

Den größten WOW-Effekt bieten die Dinos neben ihren brauchbaren Ausscheidungen allerdings selbst. T-Rex und Co. fungieren nämlich nicht nur als Gegner, sondern können vielmehr für eigene Zwecke eingespannt werden. Das fängt mit einem niedlichen Dodo als Haustier an, der dem Spieler nach ausreichend Zuwendung (Futter und Handgreiflichkeiten) nicht mehr von der Seite weicht, bis er womöglich in einem unvorsichtigen Moment von einem übelgelaunten Spinosaurus verspeist wird. Mit steigendem Spielerlevel lassen sich die umherstreifenden Tiere als Lastenträger umfunktionieren oder angriffslustige Fleischfresser zu kampffähigen Transportmitteln erziehen. Das sog. Taming ist fraglos DAS zentrale Element in „ARK“ und sorgt für den größten Unterhaltungswert. Wer wollte nicht schon immer auf seinem eigenen T-Rex namens Hugo oder Sören auf Beutejagd gehen? Ausreichend Geduld, um die Tierchen gefügig zu machen ist dabei allerdings unabdingbar.

Multiplayer und Endgame überzeugen

Obwohl „ARK“ bereits im Einzelspieler überzeugen kann, entwickelt die Dino-Sause erst im Multiplayer ihr ganzes Potenzial. Egal ob in privater Runde mit Freunden oder im PVP-Gewühl mit über hundert Spielern gleichzeitig – in bester Insel-Gesellschaft wird es erst so richtig spaßig. Und das umso mehr, da sich Studio Wildcard auch im Hinblick auf das Endgame nicht hat lumpen lassen. High-Level-Spieler können sich gemeinsam in Höhlensystemen auf die Suche nach (gut bewachten) Artefakten machen, mit denen sich wiederum herausfordernde Endbosse heraufbeschwören lassen. Vertraute MMOs lassen grüßen.

Power-PC, Xbox One, Playstation 4

Einen Haken hat die Angelegenheit aber natürlich doch. Zumindest für PC-Spieler. Die ansehnliche Grafikpracht genehmigt sich einen ordentlichen Schluck Rechnerleistung und läuft selbst bei ausreichender Hardware nicht immer zu 100% flüssig. Da sich das Spiel allerdings immer noch im Early-Access-Stadium befindet, ist zum endgültigen Release Valnir in diesem Jahr in jener Hinsicht noch Raum für Verbesserung.
Xbox-One-Freunde können bereits seit dem 15. Dezember 2015 auf Dino-Jagd gehen. Für die Playstation 4 erschien das Spiel am 06.12. des vergangenen Jahres.

ARK: Survival Evolved – Fazit

Beim Rundblick über die Landschaft der Survial-Games wird schnell deutlich, dass „ARK“ seine Mitkonkurrenten derzeit in den Schatten stellt. Der im Genrevergleich großzügige Contentumfang und das ausgereifte Gameplay machen das Spiel zur perfekten Mischung aus Survivaler und RPG, ohne dabei eine außergewöhnlich lange Eingewöhnungszeit heraufzubeschwören. Wer etwas mit „The Forest“, „The Long Dark“ und Co. anfangen kann und den nächsten Schritt wagen möchte, wird mit „ARK: Survival Evolved seine helle Freude haben! Als Alternative könnte aber vielleicht auch das vom Youtuber Sarazar angekündigte Spiel „V“ (was höchstwahrscheinlich für Valnir steht) ein spannender Release werden. Wenn hier der Eindruck nicht täuscht, könnten wir es mit einem MMO/Survival Hybriden im Vikinger Setting zu tun haben.
Valnir-300x198 ARK: Survival Evolved Review

Über den Autor

Chefermittler
Chefermittler
Spiele spielen und dann noch spielen!

Kommentar hinterlassen zu "ARK: Survival Evolved Review"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*