Deadlight – Review

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1986, die Welt wird durch eine Katastrophe total verändert. Fast alle Menschen sterben, nur wenige überleben. Jedoch treiben die Verstorbenen ihr Unwesen als zombieähnliche Schatten, wie sie im Spiel Deadlight heißen und machen den wenigen Überlebenden das Dasein zur Hölle.
Einer von den Überlebenden ist Randall Wayne, in dessen Rolle der Spieler schlüpft. Randall macht sich auf die Suche nach seiner Familie, wird jedoch zum Spieleinstieg gleich von einigen Freunden getrennt, die ebenfalls überlebt hatten.
Nun liegt es am Spieler, Freunde und Familie zu finden und Randall sicher durch die Schattenmassen zu führen!

 

„Deadlight“ ist das Erstlingswerk von Tequila Works und erschien im Rahmen des Xbox Live “Summer of Arcade”. Der Titel kostet derzeit 1200 Microsoft Points, schauen wir doch einmal, ob er diese auch wert ist.
Mit „Deadlight“ wartet ein Horizontal-Scroller auf den Spieler. Dies bedeutet, dass man sich in der Regel von links nach rechts bewegt, in seltenen Fällen auch nach oben und unten. Hierzu dienen dann Leitern, Kisten und andere Objekte, über die man klettern kann.
Optisch erinnert der Titel ein wenig an Limbo. Das Spiel läuft in einer animierten Scherenschnitt-Optik ab, dies bedeutet, dass das, was auf dem Bildschirm geschieht, fast nur schemenhaft zu sehen ist. Im Hintergrund warten jedoch sehr schöne Grafiken auf den Spieler, die die Katastrophe und damit die düstere Atmosphäre sehr gut verdeutlichen.

Nach einiger Spielzeit findet man eine Axt und einen Revolver, dies sind die beiden Waffen, mit denen man sich gegen die Schatten verteidigen darf. Den Revolver darf man hierbei auch nur sehr spärlich einsetzen, denn Munition ist immer knapp. Zudem lockt man durch einen Schuss nicht selten weitere Schatten an, die einem das Leben schwer machen.
Das Leben schwer machen einem auch die vielen Fallen, auf die man nicht selten trifft. Leider sind diese nicht immer direkt als Fallen zu erkennen, somit wird man recht oft sein virtuelles Leben lassen. Hier kommt man dann nur mit dem Trial & Error-Prinzip weiter. Falle austesten, sterben, nach dem Laden wissen, wie man sie umgehen kann.

 

Da man jedoch teilweise auf sehr viele Fallen am Stück trifft, wird man ab und an ganze Passagen auswendig lernen müssen, um einzelne Abschnitte zu überstehen. Hier wird zwar recht oft automatisch gespeichert, jedoch kommen so gelegentlich Frustmomente auf. Leider sind die Ladezeiten so lang, dass diese nicht dazu ermuntern, dauernd neu zu laden. Von einem aktuellen Titel darf man in diesem Fall doch etwas mehr erwarten.

 

Die einzelnen Passagen werden von comicartigen Zwischensequenzen unterbrochen, die die Story vorantreiben. Diese sind natürlich animiert und mit Sprachausgabe unterlegt, leider nur in englischer Sprache. An deutsche Bildschirmtexte wurde jedoch gedacht, somit verpassen auch die nichts von der Story, die der englischen Sprache weniger mächtig sind.
Während der Spielszenen steuert man, wie gesagt, Randall von links nach rechts durch die Szenen. Mal muss er an Mauern emporklettern, mal über Kisten steigen. Ab und zu kommt es auch vor, dass Schalterrätsel gelöst werden müssen, um beispielsweise Strom zu aktivieren oder deaktivieren.

Stößt man auf herumliegende Stromkabel, durch die auch noch Saft fließt, kann man sich diese zunutze machen. Per Tastendruck darf man umherwuselnde Zombie… ähm, Schatten… nämlich provozieren. Da diese Wesen nicht lange nachdenken, bevor sie sich in Bewegung setzen, latschen sie dann fröhlich in solch eine Stromfalle und werden dort gebrutzelt.
Gleiches gilt auch für die unzähligen Fallen, auf die man im Spielverlauf trifft. Auch hier sollte man immer erst schauen, ob es möglich ist, umherstehende Schatten in diese zu locken. Auf diese Weise schafft man die einzelnen Levelabschnitte wesentlich leichter, als wenn man sich auf Axt oder Revolver verlässt.

 

Das Angreifen mit der Axt ist recht träge, zudem hat Randall maximal drei Balken an Lebensenergie. Demnach sollte man möglichst versuchen den Schatten auszuweichen, anstatt diese mit der Axt zu beharken. Geht doch einmal ein Balken der Lebensenergie verloren, findet man recht oft Medikamentenschränke, an denen man die Gesundheit erneuern kann. Auch andere Objekte findet man, während man sich durch die knapp 5 Spielstunden bewegt. Tagebuchseiten, die Randalls Geschichte komplettieren, sind hierbei nur einige der Objekte, die in den Leveln versteckt sind. Rennt man nicht blind durch die Gegend, wird man diese jedoch fast alle problemlos finden.
Natürlich sind diese Sammelobjekte wichtig, wenn man wirklich alle 30 Erfolge einheimsen möchte, die „Deadlight“ bietet.

 

Optisch ist der Titel schön anzusehen und die Endzeitstimmung wirkt recht ordentlich. Dadurch, dass nur im Schattenbereich des Bildschirms gespielt wird, entgehen dem Spieler aber (wie bereits erwähnt) einige Fallen, in die man dann unweigerlich stolpern wird. Ansonsten ist das Spiel mit den Lichteffekten aber sehr gekonnt eingesetzt worden.
Der Soundtrack des Titels wirft einen nicht vom Hocker, geht aber in Ordnung. Die Sprachausgabe ist nicht schlecht, aber eben nur in englischer Sprache vorhanden.
Die Steuerung ist recht simpel und klar strukturiert. Eine Taste fürs Angreifen und Befreien, eine zum Rennen, eine zum Springen… Hier sollte jeder nach wenigen Minuten Spielzeit ohne Probleme zurecht kommen.

 

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