Guild Wars 2 / Specials

Guild Wars 2: Eindrücke vom Betawochenende

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Das erste Betawochenende (für Vorbesteller) ist vorbei und wir waren natürlich für euch ebenfalls online. Zwar gab es hier noch eine Levelbegrenzung, nicht alle Gebiete waren vorhanden und auch die Charaktergeschichten konnten „nur“ bis Level 20 gespielt werden, aber trotzdem gab es reichlich zu sehen.

 

Zu Beginn steht die Auswahl der Spielwelt. Hier muss man sich quasi für den Server entscheiden, auf dem man von nun ab spielen möchte. Wichtig hierbei ist, dass ein späterer Wechsel zwar möglich, dieser aber mit Kosten verbunden ist. Und hier kommen wir auch schon zum Preismodell, mit welchem bei Guild Wars 2 zu rechnen ist. Guild Wars 2-Spieler müssen die Spielboxen kaufen, können danach jedoch kostenfrei spielen, sprich, es fallen keine Monatsgebühren an. Im finalen Spiel wird es ein Shopsystem geben, in dem diverse Items gekauft werden können. Natürlich werden Spieler, die den Shop nutzen, keine Items kaufen können, die ihnen ungerechte Vorteile gegenüber anderen Spielern bringen werden. Es wird hier also keine Überwaffen geben, mit denen man nur einmal zuschlagen braucht, damit im PvP alle Gegner auf dem Boden liegen.

 

Hat man sich für die Spielwelt entschieden, geht es auch schon zur Charaktererstellung. Zu Beginn wählt man eine von fünf Rassen aus, von denen an diesem Betawochenende „nur“ drei zur Auswahl standen. Die Menschen, die Charr und die Norn durften gespielt werden. Hat man sich für eine Rasse entschieden, wird die Klasse gewählt. Hier waren bereits in der Beta alle acht Klassen spielbar, die hinterher auch in der finalen Version des Spiels sein werden. Im Einzelnen sind dies:

Mesmer, Ingenieur, Dieb, Wächter, Nekromant, Waldläufer, Krieger und Elementarmagier.

Ich habe am Wochenende sowohl einen Charr-Nekromanten als auch eine Menschen-Waldläuferin gespielt, um mir von diesen beiden Klassen erste Eindrücke machen zu können.

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Nach der Klassenauswahl geht es ans Aussehen des Charakters. Hier bietet Guild Wars 2 wirklich jede Menge Möglichkeiten, das Aussehen des Charakters einzigartig zu machen. Neben den üblichen Möglichkeiten wie Frisur, Augen- und Haarfarbe oder Körpergröße darf man kleinste Details anpassen. Ob nun die Kieferstellung, die Größe und Form von Nase, Mund und Augen oder anderes – hier sollte jeder am Ende seine optischen Favoriten erstellen können.

Doch wer nun denkt, dass die Charaktererstellung damit abgeschlossen wäre, der irrt. Nun geht es in weiteren Schritten darum, die bisherige Geschichte des Charakters anzupassen. Wuchs er in Armut auf, oder als Kind einer reichen Familie? Welcher Fraktion gehört er an? Wie verhält er sich in dieser oder jener Situation? Dies und mehr sind alles Fragen, die man beantworten muss. Hierzu stehen drei bis fünf Antwortmöglichkeiten pro Frage zur Verfügung, woraus sich hinterher die Geschichte des Charakters zusammensetzt, die man im späteren Spielverlauf erleben darf.

 

Ganz zum Schluss legt man noch einen Namen für seinen Char fest und dann geht es auch schon los. Wer nun ein umfangreiches Tutorial erwartet, der wird jedoch enttäuscht, dieses ist – zumindest in der Betaphase – nicht vorhanden. Ob später noch ein Tutorial ins Spiel kommt, kann ich jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Wer also bisher keine Erfahrung mit Onlinerollenspielen hatte, dürfte hier erst einmal wie der berühmte Ochs vorm Berg stehen und darf sich mühsam zurecht finden. Alle anderen werden natürlich keine Probleme haben, denn die Steuerung ist so, wie man sie aus den meisten anderen MMORPGs kennt. WASD zur Steuerung, mit der Maus schaut man sich um, klickt Monster oder NPCs an usw.

 

Je nach Rasse startet man in einem anderen Gebiet von Tyria, so der Name der Spielwelt. Die Charr z.B. in einer eher wüstenartigen, tristen Landschaft, die Menschen in einer ländlichen Gegend, die mit Wiesen bedeckt ist. Bei beiden Fraktionen ist die Hauptstadt quasi um die Ecke, man hat also später keine langen Wege, wenn man sich in dieser umschauen mag, Berufe lernen möchte, oder aber für Quests in eben diese muss.

Womit ich auch schon zu einem interessanten Thema komme, denn das Questsystem ist in Guild Wars 2 nicht so, wie man es aus anderen Spielen kennt. Wer hier denkt, er müsse nur nach NPCs Ausschau halten, die mit einem Ausrufezeichen über dem Kopf in der Gegend rumstehen, der irrt. Zum einen bekommt man in Guild Wars 2 Aufgaben, die sich mit der persönlichen Geschichte des Charakters befassen. Diese sind auf der Karte grün markiert und auch die wichtigen NPCs haben ein entsprechendes Symbol.

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Weiterhin gibt es Quests, auf die man einfach stößt, wenn man durch die Landschaft zieht und dabei Augen und Ohren offen hält. Nicht selten wird man plötzlich von einem NPC gerufen, dass dieser Hilfe braucht oder ähnliches. Diese NPCs haben keine Markierungen, man muss also ein wenig auf seine Umgebung achten, wenn man nichts verpassen will.

Weiterhin gibt es die sogenannten Events, welche immer in bestimmten Bereichen stattfinden. Auf der Karte sieht man diese anhand von Herz-Markierungen. Ist ein Herz leer, hat man für das entsprechende Event noch keine Aufgaben erfüllt. Ist es bereits voll, hat man es schon absolviert, was aber nicht daran hindert, nochmals daran teilzunehmen.

 

Nähert man sich einem Event-Questgeber, wird auf dem Bildschirm direkt angezeigt, dass man sich nun in einem Eventbereich befindet. Am rechten oberen Bildschirmrand wird angezeigt, was gerade zu erledigen ist und wie weit diese Aufgabe vorangeschritten ist. Vorteil hier ist, dass man jederzeit in ein Event einsteigen kann, auch dann, wenn bereits andere Spieler damit beschäftigt sind. Es ist nicht nötig, erst in eine Gruppe eingeladen zu werden, alle Spieler innerhalb eines Bereiches können nun ihren Teil dazu beitragen, das Event abzuschließen. Mal muss man eine Wache zu einer Waffenkammer geleiten, dann muss man eine Festung gegen Zentauren beschützen oder einfach ein paar Ratten verjagen.

In einem anderen Event soll man leckgeschlagene Rohre flicken, Erdelementare bekämpfen, Harpyen ausschalten usw.

 

Die Events sind hierbei sehr abwechslungsreich gestaltet und man bekommt mit der Zeit ordentlich Erfahrungspunkte durch diese. Auch sorgen diese Bereich dafür, dass in jeder Ecke der Spielwelt etwas los ist, auch dann, wenn gerade keine anderen Spieler in der Nähe sind. Je mehr Spieler an einem Event teilnehmen, umso schwerer wird es übrigens. Das Level der Gegner steigt, wenn die Anzahl der Spieler zunimmt. Nicht unendlich, aber bei vielen Spielern haben die Gegner schonmal einige Level mehr, als man selbst. Ist man jedoch alleine in einem Eventbereich, muss man auch nicht klein beigeben, denn die Gegnerlevel sind dann niedriger. Somit hat man auch dann eine Chance, die Events zu erfüllen. Das ist besonders sinnvoll umgesetzt, da nach Release die „Low-Level-Gebiete“ sicher nicht mehr so voll sind, wie z.B. zu Beginn.

 

Ein ganz besonderer Unterschied im Vergleich mit anderen MMORPGs sind in Guild Wars 2 die „persönlichen Charaktergeschichten“. In diesen erlebt man, wie sich das Leben des Charakters entwickelt. Da die Storys darauf aufbauen, was man bei der Charaktererstellung entschieden hat, werden sehr viele unterschiedliche Storys im endgültigen Spiel zu finden sein. Zwischensequenzen treiben diese Geschichten wunderbar animiert voran, auch die Sprachausgabe, die schon in der Betaphase vorhanden war, bringt einige Atmosphäre ins Game.

Welches Level man für den jeweiligen Geschichtsabschnitt erreicht haben sollte, wird übrigens ebenfalls rechts oben am Bildschirmrand angezeigt.

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Was in keinem MMORPG fehlen darf, sind Berufe. In Guild Wars 2 gibt es insgesamt acht Berufe, wovon man maximal zwei auf einmal erlernen kann. Es ist jedoch möglich, einen Beruf zu wechseln, dann jedoch verliert man natürlich die Rezepte des Berufes, welchen man verlernen will. Sammelberufe gibt es in Guild Wars 2 nicht, es kann jeder alles sammeln. Allerdings benötigt man hierzu Werkzeuge, wie z.B. Spitzhacken oder Äxte. Diese halten nicht unbegrenzt, pro Vorkommen, Baum etc. geht ein Werkzeug verloren. Vorteil ist jedoch, dass diese in Stapeln von je 100 Stück gekauft und ausgerüstet werden können.

Trotzdem sollte man immer ein Auge darauf werfen, dass man genügend Werkzeuge dabei hat, nicht dass man einmal vor einem besonders seltenen Erz steht und keine Spitzhacke mehr zur Hand hat…

Das sind jedoch nicht alle Rohstoffe, die man zum Herstellen von Gegenständen braucht. Viele benötigte Rohstoffe bekommt man von Monstern. Hier wird man mit der Zeit nicht drumherum kommen, bestimmte Monster zu „farmen“, um ausreichend Material zu bekommen.

Zudem gibt es noch weitere Rohstoffe, die man von Händlern kaufen kann. Neue Rezepte bekommt man, wenn man im Berufslevel voranschreitet, lernt diese von Trainern oder kann besonders gute Rezepte „entdecken“. Hierzu müssen die nötigen Items vorhanden sein, so dass man den entsprechenden Bauplan oder das entsprechende Rezept erforschen kann.

 

Wer nicht an Events teilnehmen möchte, keine Lust auf die Charakterstory hat und auch nichts herstellen mag, kann PvP betreiben. Hier waren in der Beta leider nur zwei verschiedene Karten vorhanden, auf denen gespielt werden konnte. Bestimmte Gebiete müssen eingenommen und dann gegen die feindlichen Spieler verteidigt werden. Hierzu kommt man per Zufall in eine von zwei Gruppen. Sehr schön war, dass alle Charaktere auf Level 80 gesetzt wurden, es somit nicht zu unfairen Levelunterschieden kam. Somit haben auf den PvP-Karten alle die gleichen Chancen, hier gewinnt, wer seinen Charakter am besten beherrscht.

 

Optisch konnte Guild Wars 2 schon in der Beta beeindrucken. Die Spielwelt ist sehr liebevoll gestaltet und viele Details sorgen für Abwechslung. Durch die Events ist immer Leben in der gesamten Spielwelt. Aber auch die großen Städte wirken nicht langweilig. Jede Menge Händler findet man dort, andere NPCs laufen durch die Straßen oder plaudern mit weiteren NPCs. Es gibt wirklich keine Ecke, in der nichts los ist, oder in der man nichts entdecken kann.

Die gute Hintergrundmusik bringt übrigens noch einen Tick zusätzlicher Atmosphäre ins Spiel, der Soundtrack klingt schon jetzt sehr gelungen!

 

Erreicht man Level 5 im Spiel, bekommt man von nun an Skillpunkte, für die man neue Fertigkeiten kaufen darf. Manche kosten hierbei nur einen Punkt, andere sind wesentlich teurer. Hier gilt es also, schon vorab zu entscheiden, was man skillen will und entsprechend die Punkte aufzusparen.

Bei einem bestimmten anderen Level hat man die Möglichkeit, mehrere Waffen gleichzeitig anzulegen und zwischen diesen hin- und herzuwechseln.

Waffen haben übrigens alle ihre eigenen Fähigkeiten, die man erlernt, indem man die jeweilige Waffe oft genug einsetzt.

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Was es in Guild Wars 2 nicht gibt, ist ein schneller Tod. Verliert man in einem Kampf einmal alle seine Lebenspunkte, stirbt man nicht sofort, sondern bekommt eine „zweite Chance“. Man geht zu Boden und darf seine normalen Skills nicht mehr einsetzen. Stattdessen hat man nun eine weitere Skillleiste bestehend aus vier Skills, die man nun nutzen darf. U.a. darf man nun mit Dreck werfen, um seinem Gegner weiteren Schaden zuzufügen und ihm Lebensenergie zu stehlen. Gewinnt man diesen „Kampf ums Überleben“, steht der Charakter auf und kann wieder normal am Kampfgeschehen teilnehmen, jedoch nicht mit voller Lebensenergie.

Verliert man den Kampf ums Überleben, kann man sich nur zu einem Checkpoint porten lassen, was auch die Rüstung beschädigt.

 

Fazit:

Das Betawochenende brachte viel Spaß mit sich. Die Charakterklassen sind sehr unterschiedlich, was auch für die Völker und deren Startgebiete gilt. Die Events machen sehr viel Spaß und bringen Leben in die Spielwelt.

Die Berufe bringen Items mit sich, die schon im kleinen Level besser sind als das, was man finden kann, daher scheint es hier endlich einmal so zu sein, dass man auf gecraftete Items zurückgreifen sollte.

Die Idee mit den persönlichen Charaktergeschichten scheint sehr interessant zu werden, leider konnte man diese Storys in der Beta nur bis Level 20 spielen. Werden sie so fortgesetzt, wie sie begonnen haben, könnte hier ein sehr spannender Faktor ins Spiel kommen.

Optisch und akustisch gibt es schon jetzt kaum etwas zu meckern. Zwar waren die Texte in der Beta mal deutsch, mal englisch, aber auch die deutsche Synchro kann sich schon hören lassen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf das nächste Betawochenende, an dem ich ganz bestimmt wieder durch die Welt von Tyria ziehen werde!

 

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