Headsets – eine kleine Produktübersicht/-beratung

By | 2 Oktober, 2012

Zubehör für PC und Konsolen kann man immer gebrauchen. Wir haben uns einige Headsets der verschiedensten Preisklassen angeschaut und verraten euch, was euch bei welchem erwartet. Zwischen 24,95 EUR und 269.- EUR liegen die fünf folgenden Produkte:

 

Lioncast LX 16 Headset

Das Lioncast LX 16 ist das günstigste getestete Headset. Für gerade mal 24,95 EUR ist dieses Headset erhältlich. Wer nun jedoch denkt, dass er für diesen kleinen Preis wohl kaum etwas vernünftiges bekommen wird, der irrt. Schon die Verpackung schaut recht hochwertig aus, denn das Lioncast LX 16 liegt gut verpackt in einem stabilen Karton.
Packt man das Gerät aus, wird man gleich von einem sehr ordentlichen Headset überrascht, welches viele Anschlussmöglichkeiten bietet und über ein ausreichend langes Kabel verfügt. Dieses sollte mit 3,6 Metern auch für Konsolenspieler lang genug sein. Weiterhin liegt dem Lioncast LX 16 eine sehr knappe Anleitung bei.

Wirft man einen Blick in diese, wird man jedoch alles finden, wie man das Headset wo anzuschließen hat. Und dieses kann man an PC, MAC, PlayStation 3 und Xbox 360, denn selbst an den speziellen Controlleranschluß hat man bei diesem Headset gedacht.
Da die Anleitung zwar kurz aber dafür umso übersichtlicher ist, dürfte niemand mit dem Anschluß des Headsets Probleme bekommen und das Gerät dürfte nach wenigen Sekunden einsatzbereit sein. Am oberen Teil des Kabels befindet sich ein Schalter, über den z.B. die Lautstärke des LX 16 geregelt werden kann.
Während der Testphase gab es kaum etwas zu bemängeln. Die Gesprächspartner sind klar zu verstehen. Auch das Mikro, welches bei Nichtbenutzung einfach weggeklappt werden darf, leistet gute Dienste und „die andere Seite“ hat uns in der Testphase immer gut verstanden.
Auch der Spielsound klingt recht ordentlich, die Bässe stehen hierbei vielleicht ein wenig im Vordergrund.
Die Verarbeitung ist solide, auch nach mehreren Spielstunden sitzen die gepolsterten Hörmuscheln angenehm auf den Ohren. Nach außen hin machen diese jedoch einen ein klein wenig wackeligen Eindruck, was jedoch bei normaler Nutzung nicht weiter stören sollte.

Fazit:
Das Lioncast LX 16 ist für seinen Preis ein mehr als ordentliches Headset. Es lässt sich auch bei langen Spielsitzungen angenehm tragen, das Kabel ist ausreichend lang und man hat ein Headset für alle aktuellen Spielplattformen, die eines benötigen. Der Anschluss ist schnell und problemlos erledigt und die Soundqualität bietet einen satten Sound, bei dem jedoch die Bässe ab und an in den Vordergrund drängen.
Wer nicht viel investieren möchte und mit einem Stereo-Headset zufrieden ist, kann hier bedenkenlos zugreifen!

SteelSeries Siberia V2

Das Siberia V2 von SteelSeries gibt es inzwischen in sehr vielen Ausführungen. Diese beginnen bei etwa 70.- EUR und liegen daher im unteren Mittelfeld bei den Headsets. Das SteelSeries Siberia V2 for PS3 hat z.B. den großen Vorteil, dass man dieses an PC, PlayStation 3 und Xbox 360 anschließen kann, was nicht bei allen Siberia V2-Modellen möglich ist. Daher muss man hier gut aufpassen, wofür man sein Headset braucht und ob das entsprechende Modell das richtige ist.

Das Siberia V2 for PS3 ist ein Full-Size-Headset. Das bedeutet, dass die Ohrmuschel das gesamte Ohr umschließt. Dank des geringen Gewichts und der Lederpolsterung der Ohrmuscheln sitzt das Siberia V2 for PS3 auch nach einigen Spielstunden noch sehr bequem. Für ein angenehmes Tragegefühl sorgt zudem das flexible Kopfband, welches sich an quasi jede Kopfform ideal anpasst. Das Mikrofon sitzt in der linken Ohrmuschel und kann, wenn es gebraucht wird, einfach herausgezogen werden. Möchte man beispielsweise nur Musik hören, oder aber seine Umgebung nicht mit den Spielgeräuschen stören, kann man das Mikrofon einfach in der linken Ohrmuschel verschwinden lassen.
Die Kabellänge ist mit 3 Metern recht ordentlich bemessen und sollte in den meisten Fällen ausreichen.

Der Sound des Siberia V2 for PS3 ist sehr gut. Die Hintergrundmusiken klingen sehr gut, aber auch spezielle Spielgeräusche (z.B. Schrittgeräusche) werden sehr schön herausgefiltert, so dass auch wichtige Nebengeräusche gut zu hören sind. Die Sprachqualität ist ebenfalls sehr gut, hier gibt es nichts zu bemängeln. Somit ist es kein Problem, sich während des Spielens mit seinen Gesprächspartnern zu unterhalten, bzw. Anweisungen z.B. seines Teamleaders zu verstehen. Die Hintergrundmusik z.B. wird in diesen Momenten automatisch heruntergeregelt.
Auch bei Musik oder beispielsweise Filmen gibt es nichts an der Qualität des Sounds auszusetzen. Zwar bemerkt man ab und an das für Headsets typische Überspitzen einiger Klangfarben, im Großen und Ganzen fällt dies aber kaum ins Gewicht.

Fazit:
Das Mikrofon des Siberia V2 kann man bei Nichtbenutzung einfach im Bügel des Headsets verschwinden lassen. Dies ist in dieser Preisklasse nicht immer der Fall, daher möchte ich dies gesondert erwähnen. Die Soundqualität ist sehr gut, Sprache wird gut übertragen und ist klar zu verstehen. Auch hierbei handelt es sich um ein Stereo-Headset, welches seine Arbeit gut verrichtet. Durch den Regler am Kabel kann man noch diverse Einstellungen vornehmen, um die Soundqualität zu verändern, wie z.B. den Bass ein wenig herausnehmen.
Für etwa 70.- EUR bekommt man mit dem Siberia V2 sehr hohe Qualität geboten.

Creative Sound Blaster Tactic 3D Wrath Wireless Headset


Das Tactic 3D Wrath von Creative ist ein schnurloses Headset, welches für etwa 90.- EUR im Handel zu bekommen ist. Im Gegensatz zu den beiden bereits genannten Headsets lässt es sich jedoch nicht an Konsolen anschließen, bleibt also PC- und MAC-Usern vorbehalten.
Dem Headset liegt ein USB-Kabel bei, über welches das Headset auch aufgeladen wird. Dies hat den Vorteil, dass man das Headset auch dann problemlos nutzen kann, wenn der Akku einmal leer sein sollte. Wie lange eine Akkuladung reicht, hängt hierbei ganz von der verwendeten Lautstärke ab, daher möchte ich hierzu keine genaue Angabe machen. Bei „normaler“ Lautstärke verrichtete das Tactic 3D Wrath aber auch nach 8 Stunden noch gut seine Dienste, ohne erneut geladen werden zu müssen.

Möchte man das Tactic 3D Wrath schnurlos betreiben, muss man den Sender/Empfänger per USB an den Rechner anschließen, das Headset verbindet problemlos zu ihm. Für die Soundeinstellung kann man sich viele verschiedene Profile aus dem Internet herunterladen und diese dann direkt einsetzen. Auf der Seite des Herstellers findet man eine breite Auswahl und wird sicher schnell das bevorzugte finden.
Der Tragekomfort ist beim Tactic 3D Wrath recht ordentlich, jedoch drückten die Hörmuscheln nach einigen Stunden doch ein wenig auf den Ohren. Dies kann daran liegen, dass der Bügel sehr straff ist und sich nur bedingt an jede Kopfform anpassen wird.

Dafür gibt es beim Sound absolut nichts zu meckern. Hier macht der 3D-Zusatz im Namen dem Gerät alle Ehre, denn man hört klar und deutlich, woher welche Spielgeräusche kommen. Natürlich ist die Sprachausgabe von Gesprächspartnern klar zu verstehen und auch diese konnten nichts negatives berichten.
Dank der THX-Soundtechnologie bekommt man mit dem Tactic 3D Wrath kristallklaren Soundgenuss spendiert. Da man das Mikrofon einfach abnehmen kann, eignet sich das Headset daher auch wunderbar, um „nur“ Musik zu hören. Durch die kabellose Verbindung muss man zudem nicht auf seinem PC-Platz sitzen bleiben, sondern kann sich frei bewegen.

Fazit:
Das Creative Sound Blaster Tactic 3D Wrath Wireless Headset bietet für 90.- EUR fast alles, was sich das Spielerherz wünscht. Dank der kabellosen Lösung eignet sich das Headset auch als normaler Kopfhörer für Musikliebhaber. Dies auch, da die Klangqualität sehr gut ist und man einen kristallklaren Sound spendiert bekommt.
Leider kann das Headset nur an PC oder MAC betrieben werden, was einige vom Kauf abschrecken könnte.

Razer Star Wars-The Old Republic Gaming-Headset


Vor knapp einem Jahr erschien das Razer SWTOR-Gaming Headset, welches optisch passend zum MMO gehalten wurde. Hier gibt es auch noch andere Peripherie-Geräte, die aus dieser Reihe stammen.
Der Preis dieses Headsets liegt bei etwa 130.- EUR, kann also in der oberen Mittelklasse angesiedelt werden. Auch bei diesem Headset handelt es sich um ein Gerät, welches sich nur an PC und Mac betreiben lässt, Konsolenspieler bleiben auch hier außen vor.
Dem Headset liegen austauschbare Fraktionsembleme passend zum Spiel bei, welche beliebig ausgetauscht werden können. Diese sind dann beleuchtet, was ich bei einem Headset jedoch als Spielerei betrachte, man sieht mit den Ohren halt schlecht und sitzt auch kaum die ganze Zeit vor einem Spiegel…

Das Star Wars-The Old Republic Gaming-Headset ist ein ohrumschließendes Headset, welches virtuellen 7.1 Surround-Sound bietet. Es besitzt ein Bügelmikrofon, welches nicht in einer der Ohrmuscheln “versteckt” werden kann. Das Mikrofon ist aber flexibel, es kann demnach bei Nichtbenutzung einfach nach oben geklappt werden.

Die Lautstärkeregelung erfolgt über Tasten, die für den Ton an der rechten Ohrmuschel, für das Mikro an der linken Ohrmuschel angebracht sind. Auf beiden Seiten befindet sich zudem eine Taste zum Stummschalten, sowohl für das Mikro als auch für die Lautsprecher. Wahlweise kann man die Lautstärke aber auch über die Synapse 2.0-Treibersoftware einstellen. Die Unterbringung der Lautstärkeregler an den Ohrmuscheln ist gewöhnungsbedürftig, da die meisten Headsets diese an einer Einheit am Kabel angebracht haben. Nach einiger Zeit hat man diese Neuerung jedoch im Griff.
Im Einsatz mit “Star Wars: The Old Republic” konnte das Star Wars-The Old Republic Gaming-Headset vollkommen überzeugen. Krachende Explosionen, surrende Lichtschwerter, aber auch sehr gute Qualität bei der Sprachausgabe und der Hintergrundmusik sorgen dafür, dass man sich diese Hardware kaum entgehen lassen sollte. Da die Ohrmuscheln gepolstert sind, nimmt man zudem noch seine Umgebung wahr, diese wird jedoch nicht durch die Spielgeräusche “belästigt”.
Durch das geringe Gewicht sitzt das Headset auch nach einigen Spielstunden noch bequem und komfortabel auf den Ohren, ohne Druck auszuüben. Auch im übrigen Einsatz, beispielsweise um Musik über den Rechner zu hören, gibt es nichts am Star Wars-The Old Republic Gaming-Headset auszusetzen. Dank den EInstellungsmöglichkeiten in der Synapse 2.0-Software kann man den Klang hier ganz an die eigenen Wünsche anpassen und sein Profil speichern. Diverse Equalizer-Einstellungen sind jedoch schon vorgegeben, wenn man diese nicht selbst vornehmen möchte.

Fazit:
Für den Preis von knapp 130.- EUR bekommt man satten und klaren Sound, sowie ein ausgefallenes Headset-Design. Das Headset sitzt gut auf den Ohren und lässt sich auch nach mehreren Stunden noch angenehm tragen. Leider nicht für Konsolen geeignet, sonst wäre das Headset eine sehr runde Angelegenheit. Ansonsten sollten sich aber auch Nicht-SWTOR-Spieler, die nur am PC oder am Mac spielen, dieses Headset einmal näher anschauen.

MadCatz Tritton Warhead 7.1 Dolby Wireless Surround


Das letzte Headset, welches wir diesmal vorstellen möchten, ist in der oberen Preisklasse angesiedelt. Ganze 270.- EUR darf man für dieses Schmuckstück auf den Tisch legen, bekommt zudem auch kein Allroundgerät, sondern eines, welches für die Xbox 360 gedacht ist.
Doch auch für die Xbox 360 bietet das Tritton Warhead 7.1 etwas, was andere Headsets nicht aufweisen. Im Gegensatz zu den meisten Headsets muss das Tritton Warhead 7.1 nämlich nicht mehr mit dem Controller der Xbox 360 verbunden werden, sondern bietet wirklich kabellosen Hörgenuss!

Da das Gerät eine 5,8 Ghz-Übertragungstechnik verwendet, kommt es nicht mit normalen 2,4 Ghz-Wireless-Geräten in die Quere und bietet störungsfreie Qualität. Zudem wird diesem schnurlosen Headset nie der Saft ausgehen, denn es liegen zwei Akkus bei. Somit hat man immer einen geladenen Ersatzakku in der Station, sollte der aktive dann doch einmal leer sein.
Das Mikrofon kann bei Nichtbenutzung abgenommen werden, was auch zum reinen Musikhören einlädt.

Per Tastendruck darf eine Zusatzfunktion aktiviert werden. Durch das Selectable Voice Monitoring hat man die Wahl, ob man seine eigene Stimme über das Headset hören möchte, oder eben nicht. Dies eignet sich sehr gut dann, wenn man z.B. zu später Stunde andere nicht stören will. Durch dieses Feature reicht es nämlich aus, wenn man leise ins Mikrofon spricht. Da man sich selbst hört, kann man die eigene Lautstärke so ideal anpassen und brüllt nicht die Nachbarn aus dem Bett.
Auch die Gesprächspartner schaltet man schnell und problemlos auf stumm. Diese kann man einfach leise oder laut, oder auf Wunsch auch komplett stumm schalten. Der restliche Spielsound ist hiervon dann nicht betroffen, da man dessen Lautstärke separat regeln kann.

Der Tragekomfort kann wirklich als „Komfort“ bezeichnet werden, denn das Headset sitzt auch nach sehr langem Spielen absolut angenehm auf den Ohren. Keinerlei Druck ist zu spüren, es gibt hier absolut nichts auszusetzen. Dies gilt auch für den 7.1 Surround-Sound, den das Gerät liefert. Es ist ganz klar zu hören, wo z.B. Schrittgeräusche in einem Shooter herkommen, aus welcher Richtung einem die virtuellen Kugeln um die Ohren sausen etc..
Auch anderen Spielsound, beispielsweise Motorengeräusche in Rennspielen bringen wummernden Sound. Dank den unterschiedlichen Equalizer-Einstellungen darf man den Sound jederzeit an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Fazit:
Zwar ist das MadCatz Tritton Warhead 7.1 Dolby Wireless Surround mit seinen knapp 270.- EUR kein Schnäppchen, jedoch ist hier jeder Cent gut investiert. Wer nur auf der Xbox 360 spielt und ein Profi-Headset sein Eigen nennen will, der kommt um dieses Headset kaum herum.
Absoluter Soundgenuss, ein Ersatzakku und komplett kabelfreies Spielen an der Xbox 360 sind mit diesem Headset garantiert. Ich kann nur empfehlen, hier zuzugreifen!

 

[box type="info" size="large" border="full"]Weitere Headsets findet Ihr unter: headset.net[/box]

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