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Hidden Mysteries: Royal Family Secrets

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Wir schreiben das Jahr 1674. Unter der Treppe zum White Tower, einer Kapelle, werden die Skelette zweier Kinden gefunden. Doch wer waren die beiden Kinder? Schnell kommen Gerüchte auf, dass es sich um die Skelette zweier Prinzen handelt. Begebt euch auf die Suche nach den Antworten auf viele Fragen, die nun aufkommen. Durchstöbert das Londen des 17. Jahrhunderts, um diesen Fall zu lösen!

Um eure Reise antreten zu können, solltet ihr erst mal einen Spielernamen eingeben und euch für einen von zwei verfügbaren Modi entscheiden. Im Casual-Modus laden sich die Überspringen- und Hinweis-Funktion schneller auf, ihr werdet durch ein hilfreiches Funkeln auf wichtige Dinge aufmerksam gemacht und falsches Klicken in den Suchbildszenen wird nicht bestraft. Im Experten-Modus dauert das Aufladen länger, es werden euch weniger funkelnde Bereiche geboten und ihr werdet bestraft, wenn ihr in den Suchbildszenen falsch klickt. Allerdings wird euch dies nicht oft passieren, da die Suchbildszenen recht einfach sind, zumindest im späteren Spielverlauf. Nachdem ihr euch für einen Modus entschieden und euren Namen eingegeben habt, startet ein kurzes Intro, in dem ihr mit der Vorgeschichte vertraut gemacht werdet. Eine Sprachausgabe gibt es nicht, ihr müsst die Untertitel mitlesen. Auf Wunsch könnt ihr die Anfangssequenz aber auch überspringen.

Ihr findet euch in einer Gefängniszelle wieder und müsst euch natürlich aus dieser befreien. Um euch dies und eure weiteren Schritte zu erleichtern, wird euch eine interaktive Spielhilfe angeboten, die ihr in Anspruch nehmen könnt. Dadurch lernt ihr wichtige Spielelemente kennen, die euch bei eurer Flucht helfen. Zuerst einmal erfahrt ihr, dass ihr etwas aufnehmen könnt, wenn das Handsymbol erscheint. Aufgenommene Objekte werden eurem Inventar hinzugefügt, welches sich am unteren Bildschirmrand befindet. Um einen Inventargegenstand zu verwenden, wählt ihr ihn aus und klickt dann einfach dorthin, wo ihr ihn verwenden wollt. Während ihr nun in eurer Zelle seid, werdet ihr feststellen, dass sich der Mauszeiger an einigen Stellen in eine Lupe verwandelt. Dies zeigt euch, dass ihr euch in eine Szene zoomen könnt, um einen näheren Blick darauf zu werfen. So erhaltet ihr zumeist Informationen zur Story, aber auch zu den diversen Rätseln. Davon bietet Hidden Mysteries: Royal Family Secrets einige, ebenso wie Suchbildszenen. Diese erkennt ihr daran, dass ein Bereich funkelt.

Klickt ihr solch einen Bereich an, seht ihr eine Nahansicht des Bereichs und am unteren Bildschirmrand erscheint eine Liste mit Objekten, die ihr suchen müsst. Manche Objektnamen sind in oranger Schrift dargestellt, was euch signalisiert, dass ihr diese Objekte erst nach einigen Zwischenschritten finden könnt. Sobald ihr etwas findet und es anklickt, leuchtet es kurz auf, ein Soundeffekt ertönt und der Name wird in der Suchliste verblasst dargestellt. Die Suchbildszenen sind detailreich gestaltet worden, allerdings sind sie oft an den gleichen Orten und die Objekte viel zu leicht zu finden. Zudem werden es immer weniger Objekte, die in oranger Schrift dargestellt sind, zum Ende hin fehlen solche Objekte ganz. Schwierigkeiten beim Finden der Objekte könntet ihr aber trotzdem bekommen, denn bei manchen Namen wurde die deutsche Übersetzung scheinbar vergessen. So ist einem vielleicht nicht unbedingt direkt klar, was z.B. ein Clockwork Bird ist, schaut ihr euch aber in der Suchbildszene um, werdet ihr einen Kuckuck aus einer ebensolchen Uhr sehen, der wohl gemeint ist. Ihr könnt jederzeit Hinweise benutzen, die sich nach Gebrauch allerdings erst wieder aufladen müssen.

Je weiter ihr in Hidden Mysteries: Royal Family Secrets voranschreitet, desto mehr könnt ihr von London erkunden, zur besseren Übersicht verfügt ihr über eine Karte, auf der euer aktueller Standort, Bereiche mit Aufgaben und noch versperrte Gebiete ersichtlich sind. Diese Karte wird euch von großem Nutzen sein, da ihr doch sehr viele Laufwege vor euch habt und dabei nicht selten von einem Ende der Stadt zum anderen müsst. Wenigstens sind die einzelnen Szenen abwechslungsreich gestaltet worden und sie bieten euch viele interaktive Bereiche, in denen ihr euer Rätselkönnen unter Beweis stellen müsst. Sobald ihr ein Rätsel aufruft und alle dafür benötigten Gegenstände habt, könnt ihr euch eine recht ausführliche Anleitung durchlesen und euch dann daran machen, das Rätsel zu lösen. Dies dürfte kein größeres Problem darstellen, da die einzelnen Rätsel nicht besonders schwer sind. Habt ihr dennoch einmal Schwierigkeiten, könnt ihr solch ein Rätsel auch überspringen, sobald sich der entsprechende Button aufgeladen hat. Die Rätsel erschließen euch neue Bereiche und helfen euch dabei, die Aufgaben zu lösen, die euch durch verschiedene Geister gestellt werden. Auf diese trefft ihr automatisch, könnt ihr sie zufriedenstellen, erhaltet ihr ein Objekt von ihnen, das euch im Spiel weiterbringt.

Es wird euch im beschaulichen London vielleicht etwas ruhig vorkommen, was zum einen daran liegt, dass ihr alleine unterwegs seid und nur Geistern, aber bis auf einen Wächter keinem menschlichen Wesen begegnet, zum anderen wurde die Hintergrundmusik aber auch sehr sparsam eingesetzt, was allerdings in keinster Weise negativ zu bewerten ist. Denn an einigen Stellen setzt durchaus passende Musik ein und es wurden auch viele Soundeffekte implementiert, die eure Aktionen passend begleiten. Die dunklen Straßen und Türme werden nur durch Fackeln und Laternen erhellt, Strom gab es damals eben noch nicht. Dadurch ist die Atmosphäre von Hidden Mysteries: Royal Family Secrets sehr geheimnisvoll, was prima zur Story passt. Diese ist auf jeden Fall interessant, auch wenn sie weiter hätte ausgebaut werden können, so erwartet geübte Wimmelbild-Spieler schon nach knapp drei Stunden der Abspann, bzw. die Endsequenz. Gesteuert wird übrigens genretypisch mit der Maus, was gut von der Hand geht, an entscheidenden Stellen verändert sich der Mauszeiger je nach möglicher Aktion.

Fazit:

Hidden Mysteries: Royal Family Secrets bietet euch eine interessante Story und schöne Schauplätze, die Suchbildszenen und Rätsel sind dabei allerdings etwas zu leicht geraten. Von daher ist der Spielspaß nicht von allzu langer Dauer, denn selbst im Experten-Modus werdet ihr schnell am Ende des Spiels angelangt sein. Bedenkt man aber nun den günstigen Preis, kann man eigentlich auch hier nicht meckern. Freunde der „Hidden Mysteries“-Reihe werden sich so oder so über diesen Teil freuen, aber auch alle anderen werden bestrebt sein, wieder ein verstecktes Geheimnis aufdecken zu dürfen.

 

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