Review Trivial Pursuit (Wii)
Jun 19th, 2009 | By Gilbert Stramm | Category: Nintendo Wii, Reviews WiiFoyer
Der Brettspielklassiker füllt seit Jahrzehnten Billy-Regale und ist durch seine -Lernen macht Spaß- Philosophie ein Klassiker, der in keiner Wohnstube fehlen darf. Nun bringt Electronic Arts Trivial Pursuit auf die Wii und fördert somit medienpädagogische Erziehung, fernab von kontroversen Konsolenspiel -Debatten.
Das mir als Einzelspieler nur eine Variation des Spielvergnügens zur Verfügung steht ist schade. Aus dem Kontext heraus jedoch komplett nachvollziehbar, da die Langzeitmotivation eines Gesellschaftspielmonologs genauso spannend wie ein Segeltörn ohne Wind wäre.
Trivial Pursuit bietet mir als Multiplayer Offerte den Klassik und einen Party Modus, die man auch gerne um die ein oder andere zusätzliche Spielweise hätte erweitern können. Ab 2 Spieler macht es dann Laune; mit mehr stellt sich die gewohnt spaßige Gruppendynamik ein, die in einem Dialogfiasko endet, weshalb nur immer der eigene Protagonist die schwersten Fragen erhielt.
Bühnenpräsenz
Die grafische Präsentation ist zweckmäßig und könnte einen verspielteren Eindruck hinterlassen.
Gerade die Reduktion aufs Wesentliche ist ein hervorragendes Stilmittel, welches jedoch bei einem Familien-Entertainment-Produkt eine Einbahnstrasse darstellt. Hier hätte ich mir mehr Peter Pan im Herzen der Entwickler gewünscht, respektive Liebe zu einer bunten Tüte Kitsch.
Applaus
Die Hintergrundfahrstuhlmusik ist dezent, fordernd und nimmt sich selbst nie wichtig. Die Moderatorwahl ist exzellent, nur ein paar mehr Sprachfloskeln hätten dem Titel gut zu Gesicht gestanden.
Somit erledigt Electronic Arts seine Hausaufgaben und präsentiert ein sehr gutes Klangmenü, dass nur Abzüge in der B-Note erhält.
Verbeugung
Als Mainstreamtitel liebenswert, jedoch -un petit peu- trocken präsentiert, motivierte mich Trivial Pursuit mein Halbwissen auf Vollständigkeit zu prüfen.
Etwas sprunghaft empfand ich die Qualität der Fragen. Die Bilderrätsel prüfen allgemeines Grundschulwissen, reine Textfragen dann jedoch Habilitationvoraussetzungen.
Nichtsdestotrotz gelang der Spagat vom Brett zur virtuellen Wissensreise, der ich leider auf der Ziellinie Atemnot attestieren musste.
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Und wo genau liegt jetzt der Mehrwert vom Game im Gegensatz zum Brettspiel? Ich finde diese Konzepte meist zumindest fragwürdig…
Hi! Klar, ein virtuelles Brettspiel kann die lustige Runde mit Freunden absolut nicht ersetzen. Allerdings bietet TP halt auch mal eine tolle Alternative zu Action & Co. Und die Umsetzung ist auch klasse gemacht. Sehen wir es doch als eine Art Trainingscenter für reale Spieleabende am Küchentisch