Es ist nun schon das zweite Mal, dass wir Schloss Black Mirror einen Besuch abstatten  – 2004 hatten wir uns als Samuel Gordon aufgemacht die mysteriösen Geschehnisse innerhalb der Gemäuer zu erkunden. Es war damals ein Adventure-Grusel Erlebnis oberster Klasse! Als dann nach Jahren hoffen und bangen der Nachfolger angekündigt wurde und ein Release endlich fest stand pochte mein Adventure Herz genauso wie früher.

Diesmal machen wir einen Zeitsprung in das Jahr 1993 und schlüpfen in die Rolle des jungen und selbstbewussten Studenten Darren Micheals, der in seinen Semesterferien an der Küste Neu Englands seine Mutter besucht und sein Portemanaie als Aushilfe in dem Fotogeschäft des grobschlächtigen Mr. Fuller aufbessert. Klingt im Moment noch alles ziemlich entspannt und alltäglich jedoch erhält das Spiel durch das Erscheinen einer attraktiven, jungen Dame seine eigene Dynamik – plötzlich steckt man inmitten eines Thrillers, der immer wieder überraschende Ereignisse und Verknüpfungen beinhaltet.

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Warum Thriller? Weil jeder Bestandteil eines solchen Genres abgedeckt wird. Die hübsche, junge Damen, die uns lasziv umwirbt, ein mysteriöser Verfolger, Erpressung, Mord, Polizei und jede Menge Lügen. Im Moment spielt Mystery nur eine Nebenrolle aber was wäre Black Mirror ohne das dazugehörige Schloss und ein dunkles Örtchen…? Keine Sorge – eine Reise wird uns in das unheimliche Willow Creek bringen…der Fluch lebt!

Black Mirror 2 spielt sich wie ein guter Film! Es gibt oft genug Szenen und Orte, die zum Zurücklehnen einladen und durch ihre detaillierten und liebevoll gestalten Grafiken/Texturen beeindrucken. Die im Vorfeld veröffentlichen Screenshots haben einen absolut ehrlichen Eindruck hinterlassen.

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Untermalt werden die die hübschen Szenen durch die passende Musik. Sie begleitet einen immer latent im Hintergrund und steigert sich in wichtigen sowie spannenden Situationen. Auch wenn sie nach einer gewissen Spieldauer oftmals gleich wirkt,  so kann man diese Tatsache dem Titel auch verzeihen.

Im Gegensatz zu einem unerfahrenen Adventurespieler hatte ich nicht immer das Gefühl massiv gefordert zu werden. Dennoch hat es mir immer wieder Spaß bereitet verschiedene Gegenstände im klassischen Stil zu kombinieren und im Verlauf der Story einzusetzen. Gefordert wurde ich zum Teil bei den vorhandenen „Mini-Spiele“ – die spezielle Rätsel außerhalb der Klick-Manier beinhalten. Hier ist logisches Denken und Konzentration gefragt!

Zusammengefasst ist Black Mirror 2 eine wahre Grafikbombe, die im positiven Sinn alle Klischees des Genres bedient und Lust auf mehr Spiele dieser Art macht. Besonderen Stellenwert hat außerdem die Zusammenstellung der tollen Sprecher, die liebevoll Ihre Dialoge eingesprochen haben.

Weiter so – toll – klare Kaufempfehlung!

 

Gesamteindruck: 88%