Ich kann mich noch gut an den ersten Teil erinnern. Für mich war das Western Szenario ein wahrer Hingucker und in einigen Leveln fühlte ich mich wie ein richtiger Outlaw.
Demnach war meine Erwartungshaltung in Bezug zu Call of Juarez – Bound in Blood recht hoch. Ich habe mich dazu entschlossen durch freundliche Unterstützung von Ubisoft die Playstation 3 Version zu testen. Gilbert wird in der Zwischenzeit die Xbox 360 Fassung unter die Lupe nehmen.
Meine Eindrücke werde ich in Kürze hier offenbaren…Tendenz: Hosentaschen-Cowboy…
Gilbert fragt sich derweil:
Dr. Kimble auf der Flucht oder Grafzahls Fragestunde
I. Wieso geht mir mein Inzucht-Bruder dauernd auf den Sack, indem er mich mit schöner Regelmäßigkeit maßregelt und zum Speed Western prügelt?
II. Warum wird die offene Welt vom linearen Spielfluß zu Tode gezüchtigt?
III. Wieso wohnt die MC Manson Familie in einem pittoresken elitären Gemäuer und nicht im Schweinetrog?
IV. Weshalb werden über Ubi zumeist richtig gute Synchronisationstitel vertrieben, Bound in Blood verkommt passagenweise jedoch zu einem Kasperletheater im Festzelt von Schwalmtal?
V. Warum kann mein Alter Ego mit einer Knarre 7 Leben auslöschen, jedoch beim Sprung vom 150 cm hohen Dach sterben?
VI. Weshalb zwingt mich eine Kanone zum Salven ins Gebüsch über dem See, wenn ich doch nur die 20 Meter entfernten Bötchen im Wasser treffen möchte?
VII. Warum sehen die Zwischensequenzen so endgeil aus, jedoch das Sepia Setting so trostlos?
VIII. Wieso prangt auf der Verpackung ein 100% uncut Schriftzug und warum in Herr Gottesnamen ist der Titel ab 18?
IX. Weshalb liegen Waffenläden am Rande des Einzugegebiets meines Heros und warum kackt mich mein Drecksbruder an, nur weil der Idiot zu weit vorläuft und ich aber noch Muni brauch?
X. Why zeigt mir das Spiel die lange Nase, sagt mir “ich entferne mich zu sehr vom Spielgeschehen” und was fürn grenzdebiler Scheiss ist danach ein Game-Over-Screen auf meinem Schirm, nur weil ich mir die Gegend beguck?
