PuppetShow: Rückkehr nach Joyville (Sammleredition)

By | 24 Juli, 2012

Helft Felicia, die Vergangenheit zu ändern. Reist mit ihr zurück und versucht, den Brand im Puppentheater zu verhindern, den ein liebeskranker Verrückter gelegt hat. Doch passt gut auf, denn nicht alle Änderungen der Vergangenheit bewirken Positives in der Gegenwart. Das zumindest könnt ihr im Bonuskapitel erleben, welches nur eines der Extras ist, die diese Sammleredition enthällt.

Zu den Extras von PuppetShow: Rückkehr nach Joyville (Sammleredition) gehören das schon erwähnte Bonuskapitel, ein integriertes Handbuch nebst Komplettlösung, Hintergrundbilder und Bildschirmschoner, Konzeptentwürfe und ein Soundtrack. Allerdings stimmen die Angaben in der Komplettlösung nicht immer, in den Suchbildszenen habt ihr oft andere Objekte, als die, die auf den Screenshots in der Lösung markiert sind. Für die vielen Minispiele ist die Lösung aber äußerst praktisch, da diese oft recht knackig sind. Bevor ihr jedoch eurem ersten Rätsel bzw. Minispiel begegnet, müsst ihr natürlich erst einmal mit dem Spiel beginnen. Anfangs erwartet euch eine kurze Storysequenz, die mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln versehen ist. Auf Wunsch könnt ihr diese überspringen, aber gerade wenn man die ersten drei Teile der Puppetshow-Serie nicht kennt, lohnt es sich, sich diese anzuschauen. Danach werdet ihr aufgefordert, einen Spielernamen einzugeben, woraufhin ihr ins Hauptmenü gelangt. Euch werden drei mögliche Spielmodi geboten, entweder spielt ihr im leichten, normalen oder schweren Modus.

Im leichten Modus werden Überspringen und Tipp schnell aufgeladen und interaktive Bereiche sind durch ein Glitzern markiert. Im normalen Modus dauert das Aufladen länger und die interaktiven Bereiche sind nicht markiert. Spielt ihr im schweren Modus, müsst ihr noch länger auf das Aufladen warten, es gibt keine Markierungen interaktiver Bereiche und ihr erhaltet zudem keine Hinweise zu den Objekten im Spiel. Der Spielmodus kann während eurer Abenteuer in Joyville jederzeit in den Optionen verändert werden. Eure ersten Schritte werden euch zudem noch durch eine Spielerklärung vereinfacht, die ihr in Anspruch nehmen könnt. Wird der spieleigene Mauszeiger zur Lupe, könnt ihr einen Bereich näher betrachten, manchmal sind dann Interaktionen möglich und auch nötig, um etwas zu erreichen oder zu finden. Wichtige Informationen werden im Tagebuch festgehalten, hier findet ihr Hinweise und wichtige Angaben zur Story. Eine Übersichtskarte der Umgebung ist leider nicht darin zu finden, was aber gerade für das Puppentheater, in dem ihr euch die meiste Zeit aufhalten werdet, sehr hilfreich gewesen wäre, da es viele Räume umfasst, in denen Aufgaben auf euch warten. So erwarten euch manchmal recht viele überflüssige Laufwege, weil ihr die Räume des Theaters absuchen müsst, um weiterzukommen.

Alle Objekte, die ihr aufnehmt, landen in eurem Inventar, welches am linken Bildschirmrand untergebracht ist. Ihr könnt nicht immer sehen, was sich darin befindet, dazu müsst ihr erst auf einen Button klicken, woraufhin es sich auffächert. Manchmal ist das allerdings sehr umständlich, schöner wäre es gewesen, wenn sich das Inventar automatisch öffnen würde, wenn ihr mit dem Mauszeiger darüberfahrt. Dann wüsstet ihr schneller, was ihr dabei habt und was ihr eventuell einsetzen könntet. Ist es möglich, eine andere Szene zu betreten, wird euch dies durch ein Navigationssymbol angezeigt, allerdings ist dies an manchen Stellen nicht so gut zu erkennen, weswegen euch der ein oder andere zugängliche Bereich vielleicht erst mal gar nicht auffällt. Auch das Glitzern, das Suchbildszenen markiert, hätte an einigen Stellen deutlicher hervorgehoben werden können. Sobald ihr eine Suchbildszene aufruft, erscheint am unteren Bildschirmrand eine Suchliste mit Objekten, die ihr in der Szene finden müsst. Gegenstände, die andersfarbig dargestellt sind, könnt ihr erst nach zusätzlichen Schritten finden, beispielsweise muss etwas geöffnet oder kombiniert werden. Gefundene Objekte werden in der Liste durchgestrichen, habt ihr alles gefunden, erhaltet ihr einen Gegenstand, den ihr fürs Vorankommen braucht. Generell lässt sich alles gut finden, braucht ihr doch einmal Hilfe, könnt ihr die Tipp-Funktion nutzen, die euch dann mittels eines leuchtenden Kreises auf ein Objekt aufmerksam macht. Nach der Nutzung eines Tipps müsst ihr allerdings warten, bis sich die Funktion wieder aufgeladen hat, bevor ihr erneut einen Tipp benutzen könnt.

Anfangs gibt es auch mal eine Suchbildszene, in der ihr verschiedene Gegenstände anhand ihrer Silhouetten finden und miteinander kombinieren müsst, leider ist dies aber auch die einzige Szene dieser Art. Schade, denn solche Suchbildszenen hätten für etwas mehr Abwechslung in PuppetShow: Rückkehr nach Joyville (Sammleredition) gesorgt. So grast ihr nur die verschiedenen Schauplätze ab, arbeitet euch durch die zahlreich vorkommenden Suchbildszenen und zerbrecht euch bei manchem Rätsel oder Minispiel den Kopf. Denn diese haben es teilweise ganz schön in sich. Es gibt zwar auch leichtere Rätsel, bei denen ihr z.B. anhand eines Bauplans etwas zusammensetzen müsst, oft erwarten euch aber auch komplizierte Schalter- oder Verschieberätsel. Jedes Minispiel ist mit einer kurzen, leider aber nicht immer ganz eindeutigen Erklärung, versehen, weswegen ihr wahrscheinlich öfter in die integrierte Komplettlösung schauen werdet. Hier solltet ihr dann allerdings immer einen Notizzettel parat haben, um euch die Lösung zu notieren, ansonsten müsstet ihr euch die zahlreichen Schritte merken, was oftmals gar nicht so leicht ist. Ihr könnt die Minispiele auch überspringen, wenn der entsprechende Button aufgeladen ist, dies dauert aber schon im leichten Modus eine ganze Weile. Gelöste Minispiele lösen oft eine kurze Zwischensequenz aus, von denen es einige im Spiel gibt. Sie treiben teilweise die Story voran, die zwar geheimnnisvoll, aber doch sehr vorhersehbar ist. Schließlich erfahrt ihr schon am Beginn, dass sich eigentlich alles darum dreht, ein Feuer zu verhindern, welches im Puppentheater ausbrechen wird.

Daher ist auch das Ende von PuppetShow: Rückkehr nach Joyville (Sammleredition) eher unspektakulär, immerhin dürft ihr euch danach dem Bonuskapitel widmen, in dem ihr euch auch wieder für einen drei drei Spielmodi entscheiden dürft. Die Zukunft von Joyville ist aber schnell gelöst und umfasst nur wenige Rätsel und Suchbildszenen, so dass ihr euch schnell um den Bösewicht der Story gekümmert habt und wieder im Hauptmenü landet. Sowohl im Hauptspiel als auch im Bonuskapitel werdet ihr von einer eher langweiligen Hintergrundmusik begleitet, die nur teilweise etwas lauter wird, auf Soundeffekte müsst ihr weitestgehend verzichten. Die einzelnen Schauplätze sind abwechslungsreich, allerdings ist es ein wenig schade, dass ihr euch im Hauptspiel eigentlich nur im Theater aufhaltet, die Szenen vorher spielen kaum eine Rolle und dienen wohl eher dazu, sich mit der Spielmechanik vertraut zu machen. Dazu gehört auch die Steuerung mit der Maus, der Mauszeiger verändert sich je nach möglicher Interaktion.

Fazit:
Der mittlerweile vierte Teil der PuppetShow-Serie konnte mich persönlich nicht sonderlich vom Hocker hauen. PuppetShow: Rückkehr nach Joyville (Sammleredition) ist an vielen Stellen zu schwer, die Abwechslung bleibt aufgrund der Tatsache, dass ihr euch quasi nur im Puppentheater aufhaltet, etwas auf der Strecke. Die Story ist vorhersehbar und bietet keine wirklichen Aha-Effekte und das Bonuskapitel ist sehr kurz geraten. Gewiss, die Sammleredition bietet euch noch einige andere Extras, wie z.B. die Hintergrundbilder oder Konzeptzeichnungen, aber nur deswegen mehr Geld auszugeben käme mir nicht in den Sinn. Aber auch bei der normalen Version solltet ihr euch eurer Sache sicher sein, auf der BigFish-Seite habt ihr ja zum Glück die Möglichkeit, euch eine kostenlose Demo-Version herunterzuladen.

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