Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans

By | 30 Juli, 2012

Islabella, die Meerfrau, betreibt in der schillernden Unterwasserwelt der Korallenbucht das Waisenhaus. Viele junge Fische und andere Kreaturen haben hier ein Zuhause gefunden. Aber nun soll es dem Waisenhaus an die Mauern gehen, denn es soll abgerissen werden, damit dort ein Einkaufszentrum entstehen kann. Es liegt nun an euch, dies zu verhindern. Sammelt wertvolle Gegenstände im ganzen Haus und verkauft diese dann, um finazielle Mittel für das Waisenhaus aufzutreiben!

Zu Beginn von Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans seht ihr eine kleine Storysequenz mit englischer Sprachausgabe und deutschen Untertiteln, die ihr euch zu Gemüte führen oder überspringen könnt. Danach müsst ihr einen Spielernamen eingeben und könnt euch zwischen zwei Modi entscheiden. Zur Wahl stehen der entspannte Modus und der Gegen-die-Zeit-Modus, der Unterschied zwischen den beiden Modi dürfte jedem klar sein. Direkt nach eurer Ankunft im Waisenhaus macht ihr Bekanntschaft mit Fiona Flounder und dies ist nur eine der zahlreichen Figuren, die euch während eurer Arbeiten in und um das Waisenhaus erwarten. Jeder hat Tipps oder Aufgaben für euch, die ihr für ihn erledigen sollt, manchmal müssen bestimmte Sachen gefunden werden oder ihr sollt kleine Minispiele bestreiten, um Geld- oder Sachbelohnungen zu erhalten. Das Waisenhaus besteht aus vielen Zimmern, von denen die meisten allerdings anfangs noch gesperrt sind, diese müsst ihr erst freispielen und mittels gesammelter Juwelen aufschließen.

Diese Juwelen findet ihr in jedem Level (Zimmer) von Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans. Sie sind recht gut zu erkennen und können einfach durch Anklicken eingesammelt werden. Sie werden dann eurem Juwelenkonto gutgeschrieben und wenn ihr genug Juwelen zusammen habt, wird automatisch ein neues Zimmer aufgeschlossen. Dabei braucht ihr für manche Räume sehr viele Juwelen, so dass ihr eine gewisse Langzeitmotivation habt. Ihr könnt euch auch in einigen der Minispiele Juwelen dazuverdienen, wie viel dieser glänzenden Steinchen ihr bereits habt, seht ihr in der Raumübersicht des Waisenhauses. Sobald ihr ein Zimmer betretet, erscheint am unteren Bildschirmrand eine Objektliste. Ihr müsst alle Objekte finden, um den Level abzuschließen, habt ihr einen Gegenstand gefunden, verschwindet sein Name von der Liste und ein neues zu suchendes Objekt erscheint. So wird die Suchliste nach und nach erweitert, bis sie sich dann allmählich leert. Ab und an bittet euch auch einer der Meeresbewohner darum, gewisse Objekte zu finden, diese erhaltet ihr dann nach Abschluss des Levels als Belohnung.

Nach jedem Zimmer erhaltet ihr eine Übersicht über die Gegenstände, die auf dem Markt verkauft werden können. Dabei wird neben normalen und seltenen Gegenständen unterschieden, die seltenen Gegenstände zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr Geld einbringen. Im weiteren Spielverlauf kommen dann noch Auftragsgegenstände hinzu, die allerdings nicht auf den Markt geschickt werden, sondern an den Auftraggeber gehen. Die Aufträge erhaltet ihr von den Meeresbewohnern, sie sind in der Waisenhausansicht am unteren Bildschirmrand zu finden. Auf den Markt habt ihr keinen Zugriff, ihr seht aber in der linken Bildschirmecke ein kleines Bild des Marktstandes und werdet jederzeit darüber informiert, sobald etwas verkauft wurde. Von dem eingenommenen Geld könnt ihr dann Verschönerungen für das Waisenhaus kaufen, die zu reparierenden Stellen werden euch mittels eines kleinen Icons angezeigt, drei mögliche Verschönerungen stehen hier dann zur Auswahl. Um weitere Verschönerungen freizuspielen, solltet ihr in den einzelnen Zimmern auf Kataloge achten, die ihr einsammeln könnt. Außerdem schwimmen in den Räumen ab und an Regenbogenfische herum, die, sobald ihr sie anklickt, einen zufälligen Gegenstand von der Suchliste entfernen. Als weitere Hilfe stehen euch unbegrenzt Tipps zur Verfügung, nach dem Benutzen eines Tipps muss sich die Funktion aber erst wieder aufladen.

Während ihr euch nun liebevoll um das Waisenhaus kümmert, stellen sich euch viele verschiedene Meeresbewohner vor, von denen nicht alle Gutes im Sinn haben. Die Dialoge werden dabei in Sprechblasen dargestellt und die Dinge, die sie zu sagen haben, werden euch des öfteren schmunzeln lassen. Hat einer der Meeresbewohner eine spezielle Aufgabe für euch, erhaltet ihr eine kurze Anleitung, was zu tun ist, beispielsweise müssen Spinnenfäden entwirrt werden, ihr müsst Teppichstücke sortieren oder das Sudoku der aktuellen Tageszeitung lösen. Meistert ihr das Minispiel, erhaltet ihr eine Belohnung, die aus Gold oder Juwelen besteht. Auf Wunsch könnt ihr diese Minispiele auch überspringen, dann gibt es allerdings keine Belohnung. Neben Gold und Juwelen könnt ihr in Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans auch Trophäen erringen, z.B. für das Lösen von drei Leveln ohne Benutzung eines Tipps. Diese Trophäen dienen als zusätzliche Motivation, haben aber keinen Einfluss auf eure Verschönerungsarbeiten am Waisenhaus. Die einzelnen Zimmer des Waisenhauses sind zwar recht abwechslungsreich, ihr besucht sie aber auch sehr oft und müsst dann feststellen, dass ihr viele Objekte bereits bei einem früheren Besuch finden musstet, wodurch diese eigentlich schon längst auf dem Markt sein müssten. Zudem sind diese Gegenstände dann auch noch an genau denselben Orten versteckt wie zuvor. Das ist sehr schade, hier hätte man sich doch mehr Einfallsreichtum gewünscht, denn es ist kaum anzunehmen, dass verkaufte Objekte wieder ans Waisenhaus zurückgehen. In jedem Zimmer gibt es einen versteckten Bereich, in dem Objekte untergebracht sind, dieser ist aber auch immer an derselben Stelle und verbirgt auch meist dieselben Objekte wie zuvor.

Die Objekte in den einzelnen Räumen sind stets gut zu finden, findet ihr ein Auftragsobjekt, wird euch dies in der anschließenden Übersicht mitgeteilt und ihr könnt den Auftrag gegebenenfalls abschließen, was euch eine zusätzliche Belohnung einbringt. Die Grafik präsentiert sich comicmäßig, das Waisenhais ist nett anzusehen und kann mittels der verfügbaren Verschönerungen noch sehr aufgehübscht werden. Euch werden viele „Zwischensequenzen“ geboten, in denen ihr die einzelnen Meeresbewohner kennenlernt, hier wird euch viel Abwechslung geboten. Auch die Soundeffekte sind stets passend, die Musik bleibt eher im Hintergrund und ist doch sehr unauffällig. Gesteuert wird mit der Maus, wie es ja bei Spielen dieses Genres üblich ist. Alles lässt sich gut anklicken und ihr werdet daher keinerlei Probleme haben, dem Waisenhaus und Islabella zu helfen.

Fazit:
Ein Waisenhaus, das einem Einkaufszentrum weichen soll, das könnt ihr natürlich nicht zulassen. Helft also der armen Islabella und findet viele Objekte, die ihr dann auf dem Markt verkauft. Die vielen freispielbaren Räume sorgen für eine gewisse Langzeitmotivation, ebenso die erringbaren Trophäen. Minispiele und Sonderaufträge bieten zusätzliche Abwechslung, leider sind aber viele Gegenstände immer an den gleichen Stellen versteckt, was wiederum für Langeweile sorgt. Grafisch präsentiert sich Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans schön bunt und die vielen Meeresbewohner wurden abwechslungsreich gestaltet, musikalisch wird euch nicht viel geboten. Alles in allem ist dieses Wimmelbild-Adventure etwas zu leicht, eben weil viele der Objekte immer an den gleichen Stellen versteckt sind und auch die Minispiele nicht gerade schwer zu lösen sind. Bedenkt man aber den günstigen Preis, könnt ihr mit dem Kauf von Tales of Lagoona: Die Waisen des Ozeans eigentlich nichts falsch machen.

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