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XIII – Lost Identity

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Die Tätowierung “XIII” ist der einzige Hinweis, den der Mann, den ein Rentnerpaar bewegungslos und ohne Erinnerung am Strand fand, auf sein bisheriges Leben hat. Nun muss er herausfinden, wer er ist und woher er kommt. Hinderlich dabei ist jedoch, dass er von Unbekannten verfolgt wird und ganz offensichtlich der Mörder des Präsidenten der Vereinigten Staaten ist. Helft ihm dabei, eine Verschwörung aufzudecken und seine Unschuld zu beweisen!

Bevor wir uns nun XIII – Lost Identity widmen, möchte ich euch noch darauf hinweisen, dass ihr vor der Installation des Spiels die Gelegenheit habt, vier Titel aus dem Hause Purple Hills probezuspielen. Wollt ihr dies nicht, installiert ihr einfach das Hauptspiel, startet es und gebt einen Spielernamen ein. Dann geht es auch direkt los, eine Storysequenz gibt es nicht, ihr werdet lediglich Zeuge eines Dialoges, bei dem ihr immer brav weiterklicken müsst, damit ihr vorankommt. Das gilt übrigens für alle Dialoge im Spiel und derer gibt es sehr viele. Ihr habt also eine ganze Menge zu lesen, überspringen lassen sich diese Passagen nämlich nicht. Euer Ziel liegt fortan darin, versteckte Objekte in unterschiedlichen Umgebungen ausfindig zu machen. Die Liste dieser Objekte findet ihr jeweils am unteren Bildschirmrand, sie vervollständigt sich nach und nach.

Dabei handelt es sich nicht nur um Objektbezeichnungen, sondern auch oft um kleine Bilder oder Silhouetten von Dingen. Ab und an müsst ihr auch nur eine bestimmte Anzahl eines Gegenstands finden, z.B. 15 Schilder. Die einzelnen Objekte sind oft nicht gut zu finden, da sie recht klein oder aber auch vor unpassenden Hintergründen versteckt sind, wodurch sie sich mehr schlecht als recht erkennen lassen. Immerhin schien dieses Problem bekannt zu sein, denn ihr werdet darauf hingewiesen, dass ihr für eine optimale Darstellung die Helligkeit eures Monitors auf den Maximalwert stellen solltet. Ob das nun jemand macht, wage ich zu bezweifeln, denn dann müsstet ihr ja für jede Spielsession die Einstellungen verändern. Zumindest habt ihr bei den Suchabschnitten die Möglichkeit, das Bild heran zu zoomen, was euch die Sucherei etwas erleichtert. Zudem habt ihr noch zwei Modi, um euch in den Suchszenen zu bewegen, nämlich den Parallaxe- und den normalen Modus, was sich dahinter verbirgt, wird euch zu Anfang von XIII – Lost Identity erklärt.

Klickt ihr mehrere Male auf einen Bereich ohne Objekte, werdet ihr dafür bestraft, da der Bildschirm sich dann verdunkelt. Zumindest wird euch dies angedroht, ich konnte solcherlei Bestrafungen allerdings nicht entdecken und ich habe oft wahllos in der Gegend herumgeklickt. Habt ihr Probleme beim Finden eines Gegenstandes, könnt ihr einen Hinweis verwenden, deren Anzahl ist allerdings begrenzt. Wieviele Hinweise ihr noch zur Verfügung habt, erkennt ihr an der Zahl auf dem Hinweisbutton, die Hinweise gelten übrigens für das gesamte Spiel. Aber keine Sorge, ihr werdet sie wohl nie aufbrauchen, denn zum einen könnt ihr Bonussterne finden, die euch einen zusätzlichen Hinweis geben, zum anderen bekommt ihr für jedes erfolgreich gelöste Minispiel zwei Hinweise dazu. Allerdings könnt ihr niemals mehr als sechs Hinweise haben, das ist der Maximalwert. Bei den Minispielen wird euch etwas Abwechslung geboten, es gibt u.a. Puzzle, Tap-to-Shoot-Spiele (Mini-Shooter) oder 3-Gewinnt-Passagen. Alle Minispiele werden ausführlich erklärt, zumindest zu Anfang. Im späteren Spielverlauf wird euch auffallen, dass die Beschreibungen teilweise fehlen.

Während eines Minispiels habt ihr verschiedene Möglichkeiten der Interaktion. Zum einen könnt ihr euch nach einer Minute kurz die Lösung anzeigen lassen und dann selbständig versuchen, diese zu erreichen, zum anderen dürft ihr das Minispiel nach drei Minuten überspringen und mit dem eigentlichen Spiel fortfahren. XIII – Lost Identity bietet euch auch noch andere Möglichkeiten der Interaktion, so könnt ihr auf einer Übersichtskarte den nächsten Zielort anvisieren, wobei dieser allerdings sehr schlecht zu erkennen ist. Zum anderen habt ihr ein interaktives Inventar, welches sich immer dann öffnet, wenn ihr einen Gegenstand daraus in der Umgebung verwenden könnt. Praktischerweise wird euch der richtige Einsatzort direkt mittels eines Fadenkreuzes angezeigt, damit ihr es nicht zu schwer habt. Insgesamt präsentiert sich das Spiel sehr leicht, wenn man von den kleinen Schwierigkeiten beim Objekte suchen absieht. Der Spielumfang ist zwar recht passabel, aber gerade durch diese Leichtigkeit werdet ihr viel zu schnell beim Abspann angelangt sein. Zudem trägt die Story nicht gerade dazu bei, dass ihr alle Dialoge aufmerksam durchlest, sie ist zwar interessant, hätte aber weitaus besser in Szene gesetzt werden können.

Die verschiedenen Umgebungen sind abwechslungsreich, auch wenn sie zum Teil etwas steril wirken und nicht viele Details aufweisen. Man hat sich bei der Gestaltung eben mehr auf das Wesentliche beschränkt, es hätte ja schließlich sonst zu schwer werden können. Die Steuerung mit der Maus klappt zumindest in den Suchszenen gut, in den Minispielen gestaltete sie sich hingegen öfter etwas hakelig. An eure Ohren dringt auch Musik, diese ist allerdings kaum der Rede wert, da sie doch sehr eintönig geraten ist und nicht weiter auffällt.

Fazit:
Nimmt man XIII – Lost Identity für sich alleine, ist es ein durchschnittliches Wimmelbild-Adventure, das etwas zu leicht geraten ist, aber dennoch einen ordentlichen Spielumfang bietet, zudem lassen sich noch Extras freischalten. Sieht man das Spiel aber im Vergleich zu anderen aktuellen Spielen dieses Genres, so sollte man es eher im Händlerregal stehen lassen und sich einen der anderen Titel kaufen.

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