ASTRONEER – Early Access

Wir schreiben das 25. Jahrhundert und die Menschheit hat Reisen durch das Sternensystem für sich entdeckt. Ein gigantischer Goldrausch lässt Sie quer durch die Galaxie reisen. Ihr neue Heimat ist ein menschenleerer Planet, den Sie fortan ausbeuten sollen. In “Astroneer” liegt es an Ihnen, genug Rohstoffe zu sammeln und eine Basis zu errichten. Mit der Pre-Alpha-Version zeigt das Entwicklerstudio System Era Softworks erstmals spielbare Inhalte aus ihrem Erstlingswerk. Es ist ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Entwickler.

Farbenfroher Planet

Irgendwann, in gar nicht all zu ferner Zukunft, da soll “Astroneer” als Multiplayer-Game die Massen begeistern. Bevor das Weltraum-Abenteuer 2017 erscheint, kann ich jetzt schon im Einzelspieler-Modus meine ersten Schritte auf einem fernen Planeten begehen.
Meine neue Heimat erblicke ich erstmals beim Landeanflug durch die Luke meiner Astronautenkapsel. Die Landschaft präsentiert sich enorm farbenfroh und knallig. Mit Realismus hat das wenig zu tun, auch an Details fehlt es in der Pre-Alpha-Version. Mein erster Eindruck macht wenig Lust auf ein Leben auf diesem Planeten. Doch zum Sightseeing bin ich nicht hier – ich muss arbeiten. Ich muss Rohstoffe sammeln und meine Basis aufbauen.

Ich und mein Terraformer

Stumme Hinweispfeile weisen mir den Weg von meinem Landeplatz zu den Ressourcenfeldern. Mit Maus und Tastatur watschel ich über den rosa-gelblich schimmerten Planeten. Die Steuerung funktioniert schon recht gut, ist aber noch nicht ausgereift. Sie funktioniert intuitiv und bedarf keiner großen Einarbeitung.
Mein erstes Ressourcenfeld entpuppt sich als bläulich schimmernder Stein. Was nun passiert, erinnert mich an meine ersten Schritte bei Minecraft. Mit einem Terraformer – der modernen Ausgabe einer Hacke – bearbeite ich den Stein und sammel meine ersten Rohstoffe.

Die gesamte Oberfläche kann in der finalen Version verformen, ganz so wie in Minecraft. Für den Anfang genügt mir dieser Stein. Die gewonnenen Rohstoffe landen direkt in meinem Item-Menü. Mit ihnen kann ich später meine gesamte Ausrüstung bauen. Wie viele verschiedenen Rohstoffarten es später geben wird, zeigt diese Version nicht.

Kein Sauerstoff, keine Energie – keine Ausflüge

Zu echten Spaziergängen lädt die Pre-Alpha-Version von “Astroneer” nicht ein. In der finalen Version wird es vermutlich nicht anders sein. Die spielerische Freiheit wird durch rapide sinkende Sauerstoffvorräte massiv eingeschränkt. Entferne ich mich zu weit von der Landebasis, sinkt der Sauerstoffvorrat. Mit dem Terraformer kann ich zwar Sauerstoffkristalle ernten, dafür aber ist Energie notwendig. Und die sinkt proportional zu meinem Sauerstoff.
Die Erkundung des neuen Planeten wird dadurch stark eingeschränkt. In der späteren Version sollen Scanner notwendige Ressourcen in der Umgebung anzeigen. Ein tödlicher Marsch durch quietschbunte Felsformationen bleibt mir dann hoffentlich erspart.
Neben dem Sammeln von Ressourcen ist der Aufbau der Basis entscheidend für den Erfolg. Der Early Access zum Spiel offenbart bereits zahlreiche Möglichkeiten, die für einen langen Spielspaß sorgen dürften. Ohne ein Tutorial und den Hilfemenüs entwickeln sich die ersten Schritte auf dem Planeten jedoch als ziemlich mühevoll.

Astroneer – mein Fazit

Kann was werden. Viele SciFi-Spieler und Weltraumenthusiasten sehen in “Astroneer” eine echte Alternative zum Spielehit “No Man’s Sky”. Mit der spielerischen Freiheit kann “Astroneer” definitiv nicht mithalten. Die schnell sinkenden Energievorräte und die lieblos gestaltete Umgebung trüben den Spielspaß erheblich. Ein echtes Abenteuergefühl stellt sich bei mir nicht ein, wenn ich an der kurzen Leine gehalten werde.
Für ein kurzweiliges Spielvergnügen als Einzelspieler sorgt der Titel schon. In der finalen Version wird dann auch der Multiplayer-Modus verfügbar sein. Zusammen mit Freunden einen fernen Planeten erkunden – das klingt schon mehr nach Abenteuer. Und so hinterlässt der erste Test von “Astroneer” bei mir ein gespaltenes Gefühl. Kann was werden – muss aber nicht.

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