Review: Batman Arkham Knight

Oha, für Batman ist der Start wohl doch nicht so gut ausgefallen wie zunächst erhofft. Zumindest die PC Version hat bzw. hatte mit massiven Problemen zu kämpfen. Aber das interessiert uns Konsolenspieler im Moment herzhaft wenig, denn wir können uns wirklich auf das Game freuen. Während wir zeitnah zum Release schon mit dem Batmobil rumheizen durften, sind die Tage schon wieder viel zu schnell vergangen und man wünscht sich tatsächlich Nachschub. Batman Arkham Knight soll die „Trilogie“ eigentlich beenden. Wir sind aber froh, dass Rocksteady selbst das Spiel entwickelt hat, denn der Vorgänger (Prequel) von Batman wurde von Warner selbst entwickelt und da vermisste man einfach den pepp! Nun gut, in diesem Test werdet ihr erfahren, ob der krönende Abschluss der Serie auch wirklich so gut geworden ist, oder ob die Arkham Serie langsam ausgedient hat!

Angst und Schrecken über Gotham City

Machen wir uns nichts vor: Die Vorgänger von Rocksteady (Arkham Asylum und Arkham City) waren einfach nur grandios – darf man da vielleicht sogar Remastered Version erwarten? Unser Gefühl sagt ja, aber offiziell ist noch nichts darüber bekannt.
Mit dem dritten Teil aus diesem Hause sind natürlich auch die Erwartungen relativ hoch. Kein Joker mehr, dafür aber Scarecrow und der seltsame Arkham Knight. Natürlich möchten wir euch im Test so wenig wie möglich verraten, weshalb wir auf Spoiler verzichten und auch nur das nötigste erklären!

Logischerweise spielt das Game nach den Ereignissen von Arkham Asylum and Arkham City. Der Superschurke Scarecrow hat eine tödliche Weiterentwicklung seines Angstgases parat und bedroht damit die ganze Stadt. Daraufhin wird auch die Stadt direkt evakuiert. Der erste Gedanke hier war: Ok, die gesamte Stadt evakuiert, da machen es sich die Entwickler ja doch sehr einfach. Denn als vermeintliches Open World Spiel – wenn man das so nennen darf – ist die Stadt komplett wie ausgerottet, Tod und langweilig. Einzig was bleibt sind die Schurken, die allesamt auf den Straßen und sonst wo aufhalten um uns das Leben als dunkler Ritter schwer zu machen.

Grundsätzlich könnte man wirklich enorm viel über die Story erzählen. Zwar braucht diese ein kleines bisschen um wirklich warm zu werden, aber dann geht so richtig die Post ab. Die erzählerische Stärke von Rocksteady ist unverkennbar und man befindet sich dann in dieser Zeit einer derart großartigen Spannung, dass man das Spielen nicht mehr aufhören möchte! Well done! Mehr werden wir aber nicht preisgeben, da wir uns sonst sehr nah im Spoiler Bereich finden – wir wollen euch die Überraschung nicht versauen!

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Batman Fans und auch alle anderen kommen auf ihre Kosten

Ich muss gestehen, dass ich nicht gerade ein großer Comic Fan bin. Aber die Batman Serie spiele ich seit dem ersten Moment an. Es ist einfach wahnsinnig großartig, wie spannend und mitfiebernd Rocksteady es schafft, so ein authentisches Universum nachzubilden. Zwar werden eingefleischte Batman Fans relativ schnell rausfinden wer Arkham Knight ist, aber selbst das tut dem Spiel keinen Abbruch. Alleine schon über Batman selbst könnten wir hier Seiten füllen. Rocksteady hat an jeder Ecke Easter Eggs versteckt und überall gibt es was zu entdecken. Dies gleicht dann die vermissten Dorfbewohner aus und lässt die Stadt auf seiner eigenen Art und Weise wieder lebendig werden! Dieses Mal streifen die Gangster aber auch mit Autos umher. Wenn sie euch entdecken dann gibt’s saures. Aber nicht nur eure Feinde können Vehikel nutzen, auch Batman hat seinen ersten Auftritt mit dem Batmobil nun vor sich….

Batmans Karre

Was sicherlich von vielen Fans schon lange gewünscht wurde, wird nun endlich erfüllt. Per Knopfdruck könnt ihr nun das Batmobil herbeirufen und durch die Stadt fahren. Dies ist sicherlich auch eine Erleichterung, denn Gotham City ist wirklich riesig! Natürlich kann man mit dem Fahrzeug nicht nur rumfahren, sondern man muss es auch als Waffe nutzen. Die Gegner rollen teilweise mit Panzer an die ihr natürlich abwehren können müsst. Allerdings hat uns das Gemetzel auf Straßen nicht ganz so viel Spaß gemacht, aber eine coole Neuerung ist es auf jeden Fall! Uns stört ein wenig die Steuerung des Batmobils, die nicht ganz so vorteilhaft umgesetzt worden ist. Vor allem dann wenn man zwischen Schießen – Waffe wechseln – Aussteigen – Fahren wechseln muss. Da fühlten wir uns dann zum Teil doch ein bisschen überfordert. So einen ganz großen Gefallen hat man sich damit nicht getan, aber immerhin darf man nicht den Mut zum neuen bemängeln! Wir wären in Arkham Knight auch ohne Fahrzeug gut klar gekommen!

Während des Kampfes sammelt ihr natürlich wieder Erfahrungspunkte und könnt diese dann in Upgrades investieren. Auch das Batmobil kann entsprechend verbessert werden um euch das Spielgeschehen deutlich einfacher zu machen.

Technik

Zunächst einmal ist der Umfang sehr positiv zu erwähnen. Darüber hinaus spielt ihr nicht nur als Batman, sondern auch mal als Robin bzw. Catwomen. Gotham City sieht auf der PlayStation 4 Version grandios aus. Generell ist das Spiel technisch Bombe geworden. Synchronsprecher (ja auch die deutschen), als auch die nervenaufreibende Musik gepaart mit der geilen Optik lassen da nichts vermissen. Nur die Steuerung hat uns wirklich Probleme bereitet – wenn es darum geht mit dem Batmobil rumzuheizen!

Fazit

Batman Arkham Knight ist erzählerisch, aber auch technisch ein würdiger Abschluss der Serie. Man merkt einfach die Seele von Rocksteady und deshalb ist das Spiel auch extrem gut geworden. Das Batmobil als neues Feature mag durchaus nett sein, hätten wir aber nicht gebraucht. Die Steuerung ist leider nicht gut gelungen und überfordert manchmal auch. Dennoch schön, dass man versucht etwas Neues zu integrieren.
Das ändert allerdings nichts darin, dass Batman Arkham Knight eines der besten Spiele aktuell ist. Selten wurden wir vor dem Bildschirm so gefesselt, weil die Story so geflasht hat. Das geniale Kampfsystem sorgt dazu weiterhin für reibungslosen und schönen Spielspaß! Danke Rocksteady, das Spiel ist super geworden!

 

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