Review: Battleborn

Heldenshooter sind ja im Moment wirklich mehr als Modern! Mit Battleborn geht 2K mit den Machern von Borderlands ins Rennen. Knallbunte und verrückte Helden Kämpfen gegen zahlreiche Bösewichte – natürlich gesteuert von menschlichen Spielern. Ich persönlich glaube, dass es selten so einen derart polarisierenden Titel gegeben hat. Denn man muss sich wirklich eines eingestehen: Enorme Spieltiefe bietet das Game, dafür ist es aber auch nicht unbedingt sehr Einsteigerfreundlich, wenn auch das Tutorial bzw. die erste Mission genügend Zeit und Übung bringt. Rein objektiv gesehen ist das Game echt schwer zu bewerten, da ich aber sehr auf das Borderlands Team stehe ist eben eine gute Prise „persönliche Meinung“ vertreten.

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Auf in den Kampf

Wie oben bereits erwähnt werden wir derzeit mit einer neuen Welle an Shootern oder Actionspiele im MOBA Style überschwemmt. Natürlich muss dies nichts schlechtes heißen. Wer die Borderlands Reihe ebenfalls gespielt hat, wird sich eigentlich ziemlich schnell im Battleborn Universum heimisch fühlen. Denn der Look als auch der Humor sind einfach tadellos! Natürlich muss man auch die total verrückten Charaktere bzw. die Helden erwähnen!
Das einzig Problem an der Geschichte: Irgendwie will das Spiel zu viel auf einmal! Ich muss gestehen dass ich nicht selten Probleme hatte, dem Spielgeschehen ordentlich zu folgen. Man muss hier echt ein bisschen Ausdauer im Genick haben um in Battleborn zu lernen und erfolgreich zu sein!

Über eine große Vielfalt braucht man sich bei dem Spiel wirklich nicht beschweren. Insgesamt gibt es über 25 ulkige Figuren, die ihr ausprobieren könnt. Jeder der Helden hat dabei drei individuelle Spezialfähigkeiten. Auch hier reicht die Palette von Heilern bis hin zu den starken Raketenwerfern. Ich glaube das dürfte bekannt sein, dass auch die Fähigkeiten stark variieren. Es wird aber für jedermann etwas dabei sein! Einen Harken gibt es allerdings auch hier: Wer mehr Helden möchte, muss diese auch erst einmal freispielen. Denn zu Beginn dürft ihr euch lediglich mit Alroundern vergnügen. Die machen natürlich auch Spaß aber die wirklich interessanten Figuren schaltet ihr erst nacheinander frei. So müsst ihr beispielsweise 50 Assists machen oder eine bestimmte Erfahrung erreichen. Wo allerdings ein Schatten ist, ist die Sonne nicht weit weg. Mich persönlich hat das überhaupt nicht gestört, dass man die Helden erst nacheinander freischaltet. Denn so bleibt die Motivationskurve enorm weit oben. Immer wieder habe ich mich selbst dabei erwischt wie ich aufhören wollte, aber dann doch weiter gespielt habe, weil ich Erfahrung farmen und neue Helden freischalten wollte. Das birgt tatsächlich ein wenig Suchtpotenzial.
Natürlich darf man nicht vergessen, dass die bereits vorhandenen Helden neue Fähigkeiten erhalten, wenn man fleißig damit spielt.

Spieltiefe durch Skill

Skillbäume wie ihr es beispielsweise aus Borderlands kennt gibt es auch hier. Genau das unterstreicht den Tiefgang des Spiels. Allerdings sei hier gesagt, dass es umso effektiver ist, wenn ihr euch mit euren Teamkollegen abspricht. Wer Solo Unterwegs ist, muss eben seine Fähigkeiten so skillen, dass er mit dem Spiel am besten zu Recht kommt. Die unterschiedlichen Punkte der Helden sind dabei ebenso vielseitig wie teilweise witzig. Wie man also rauslesen kann, ist das Spiel mit einem großen Freundeskreis bzw. einem großen Team am besten!

Zwar hat Battleborn eine Kampagne, allerdings dient diese mehr oder weniger alt Tutorial. Dummerweise habe ich mitten drin einmal abgebrochen und musste neu anfangen. Dadurch musste ich den ewig langen Kontext noch einmal ansehen. Nein Gearbox, so geht das nicht! Warum muss ich mir den ewig langen, langweiligen Film nochmal ansehen? Warum muss ich mich durch eine stink langweilige Kampagne quälen – nennt es doch einfach Tutorial? Und selbst dafür ist das ganze viel Lang und liefert einen faden Beigeschmack!

Umfang und Technik

Technisch ist Battleborn einwandfrei. Der Comic Artige Look ist sicherlich nicht jedermanns Sache aber mir hat der sehr gut gefallen. Ich mag eben diesen Borderlands Stil!
Wer im Übrigen anfällig auf Sammelsachen ist und stets Motivation dafür halten kann, der ist bei Battleborn ebenfalls richtig. Das Spiel bietet sehr viel zum Freischalten und dadurch wirkt der Umfang des Spiels natürlich auch viel größer!
Die Server – und das ist das wichtigste bei einem Online Spiel – laufen alle ohne Probleme. Man ist auch relativ schnell im Spiel drinnen und kann loslegen. Klasse gemacht!

Fazit

Battleborn mag zwar polarisieren, macht aber aus meiner Sicht unglaublich viel Spaß. Das liegt daran weil das Game einfach weiß, wie man einen Spieler motivieren kann. Ich will mehr Helden freischalten, ich meine Talente ausprobieren und nutzen und ich will der Beste mit meinem Team sein! Für mich ist das definitiv ein Spaßgarant! Man muss aber auch den Boderlands Stil mögen, klare Sache!

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