Bioshock 2 – Testbericht am Meeresgrund

Es ist mal wieder soweit – wir ziehen uns die Taucherglocke auf und tauchen ab in die Unterwasserwelt von Rapture. Taucherglocke? Jaa, 2K Marin schickt uns im zweiten Teil des Shooters  als Big Daddy in die Abenteuer um Macht, Adam und den Little Sisters.  Als zusätzliche Änderungen ermöglichen uns die Entwickler diesmal sogar schöne Ausflüge außerhalb Andrew Raynes heiligen Hallen sowie Multiplayerpartien für Fans von Deathmatchs.


Zehn Jahre ist es nun her, dass Rayne sein Ende gefunden hat und damit verbunden der weitere Verfall vom „Paradies“ vorangeschritten ist. Schnell finden wir als einer der ersten Big Daddys heraus, dass nun Sofia Lamb das Zepter schwingt und keinerlei Gnade beweist. Sie ist es auch, die sich zwischen uns und der noch unbekannten Eleanor stellt.

Wie schon im ersten Teil erhalten wir unsere Missionsziele und Anweisungen über das mitgeführte Audiogerät übermittelt. Als weitere Unterstützung in den oft verwinkelten bzw. großen Levelabschnitten dienen Map und der obligatorische Missionskompass. An dieser Stelle heisst es – Achtung – fleißig Tonbänder sammeln – es wird belohnt! Obwohl wir als kräftiger Big Daddy mit fettem Bohrer und unterschiedlichen Waffen unterwegs sind bedeutet es nicht automatisch unzerstörbar zu sein. Nein, Slicer und Big Sisters (sehr unsympathische Gestalten) sorgen schon dafür immer schön auf die Gesundheit zu achten und ein Backup an Medikits im Inventar mitzuführen.

Grafisch ist Bioshock 2 keine revolutionäre Steigerung zum ersten Teil gelungen. Muss es aber auch nicht! Geschickt eingesetzte Farben und oftmals scharfe Texturen sowie tolle Lichteffekte ziehen mich als Spieler erneut in den Bann. Die dazugehörigen brillanten Wassereffekte fühlen sich fast echt an und lassen mich noch immer nicht glauben, dass wir es hier mit der sonst so langweiligen Unreal Engine 3 zu tun haben. Die Soundeffekte sind gut abgemischt und dröhnen in einigen Szenen ganz schön kräftig aus den Lautsprechern heraus. Auch diesmal werden außerdem die Fans der tollen Musik nicht enttäuscht.

Kurzum: Auch wenn Bioshock 2 manchmal wie ein DLC vom ersten Spiel wirkt gibt es dennoch ausreichend tolle, spannende und actionreiche Szenen, die der anfangs trägen Geschichte doch noch ein 8-10 stündiges Spielvergnügen ermöglicht. Die Little Sisters sind wie schon zuvor süß umgesetzt und wecken den Beschützer in mir. Trotz abschließenden Lobs wäre von einem dritten Teil eher abzuraten. Ruhe in Frieden Rapture…


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