Call of Duty Infinite Warfare

Call of Duty

Es ist wirklich schwierig auf diesen Test von Call of Duty Infinite Warfare näher einzugehen. Das liegt ganz einfach da dran, dass Activision mit Infinity Ward wieder in die Zukunft geht und auch ich allmählich das Setting nicht mehr sehen kann. Bitte versteht mich nicht falsch, denn ich bin Call of Duty Fan der ersten Stunde! Umso mehr macht es mich traurig, dass die Entwicklung des Spiels in eine Richtung geht, die mir subjektiv überhaupt nicht gefällt! Ja ich weiß, ein Test sollte natürlich Objektiv sein! So fair wie möglich haben wir das Game letzten Endes dann doch bewertet, aber ein richtig starker Wurf ist das Spiel aus meiner Sicht dann trotzdem nicht geworden! Die Community bestätigt mir das Ganze, da das Interesse zu dem Spiel nicht nur vergleichsweise extrem niedrig ist, sondern auch das Feedback sehr negativ ausfällt. In unserem Test werdet ihr aber dennoch erfahren, ob Infinite Warfare seinen Fans gerecht werden kann!

Call of Duty Infinite Warfare – Story und Kampagne

Die Geschichte von Call of Duty Infinite Warfare ist relativ schnell erzählt: Die Rohstoffe sind auf der Erde knapp geworden und so ist es unsere Aufgabe nach neuen zu suchen – natürlich auf anderen Planeten versteht sich. Natürlich gibt es auch Feinde, die euch das Vorhaben erschweren! Ohne weiter einzugehen und die vermeintliche Spannung zu nehmen wagt Infinity Ward hier keine Experimente, sondern geht eben den klassischem Gut gegen Böse weg. Als Bösewicht dürfen wir uns allerdings von einem sehr bekannten und guten Schauspieler freuen: Kit Harington (Game of Thrones). Allerdings haben die Entwickler hier doch ganz schön gepfuscht! Während man den Bösewicht beim Prolog noch als sehr Brutal erlebt, verschwindet der Charakter immer weiter und wird schließlich belanglos. Dass die Damen und Herren von Infinity Ward das viel besser können, haben Sie ja eigentlich bereits mit der Modern Warfare Serie schon bewiesen. Schade!

Gerade dass die Story eher unspektakulär und weniger Spannend ist, kostet den Titel meines Erachtens auch sehr viele Sympathiepunkte! Wie soll ich jetzt positive Punkte finden, wenn der Titel ohnehin schon sehr unbeliebt ist, ein ausgelutschtes Zukunftssetting hat und die Story mies ist? Ja man kann sich jetzt auch darüber streiten, denn damals war auch das Weltkriegssetting viel zu oft vorhanden. Aber eine gesunde Abwechslung ist eben sinnvoller und ein Call of Duty ist für mich sicherlich nicht, wenn man irgendwo rumhopfst oder gar mit bunden Soldaten ein Match betritt.

Auf der anderen Seite muss man aber auch fairerweise sagen, dass das Spiel an sich als Shooter durchaus Spaß macht. Die Missionen sind knackig und die Waffen sind durchaus interessant. Die Shooter Mechanik ist natürlich spitze und das Gameplay sehr schnell – wie wir es eben gewohnt sind. Wenn man es wirklich als ein eigenständiges Spiel ansieht und es nicht mit „Call of Duty“ vergleicht bekommt man eben einen etwas anderen, aber soliden Titel. Und ich hätte auch gelogen, wenn ich sagen würde, dass das Game keinen Spaß macht.

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Multiplayer

Der Multiplayer Teil (nicht der „Zombie Part“) hat mich allerdings sehr stark enttäuscht. Im Grunde hat man nichts Neues eingeführt, sondern orientiert sich sehr stark an Call of Duty Black Ops 3! Während ich aber in Treyarchs Ableger online durchaus noch sehr viel gespielt habe und es mir sehr viel Freude bereitete bin ich über Infinite Warfare sehr enttäuscht. Die Maps sind wieder sehr bunt und eher langweilig und die Mechanik ist eigentlich identisch mit Black Ops 3. Ja – ich bin ohnehin kein Freund von dem rumgehüpfe und den komischen Laser Waffen aber irgendwie hat man einfach immer das Gefühl, dass die Luft schon komplett ausgegangen ist. Dies erklärt im Übrigen auch, warum dieser Ableger von mir insgesamt nur zweimal gezockt wurde. Das gab es bisher in keinem Call of Duty!

Erfreut war ich über den aktuellen Zombie Modus, der mir durchaus ein paar Stunden Spaß bereitet hat. Vor allem mit einem Kumpel gemeinsam. Das Konzept wurde im Gegensatz zum normalen Multiplayer komplett durchdacht und mit ein paar interessanten Features gespickt. So könnt ihr mit Hilfe von Goodies diverse Fähigkeiten Farmen und freischalten, die euch während des Kampfes enorm unterstützen können. Zudem gibt es quasi an jeder Ecke etwas zu Kaufen und freizuschalten, was sehr motivierend ist! Bei diesem Modus ist es dann auch egal, ob die Waffen futuristisch sind oder nicht, da hier wirklich nur der Spielspaß und das witzige im Vordergrund stehen.

Technik

Call of Duty sieht aus meiner Sicht immer ganz gut aus. Mag sein, dass die Engine nicht neu ist, aber das stört nicht im Geringsten. Die Level wirken zwar immer noch sehr schlauchig, aber manch einer wie mich stört das nicht! Sound und Musik sind wirklich sehr gut gelungen und untermalen das ach so schöne Zukunftssetting! Verzeihung, das war sehr persönlich, aber damit wollte ich nur sagen, dass es eben wie die Faust aufs Auge passt. Nicht negativ gemeint! Unterm Strich muss man aber sagen, dass ihr neben der Kampagne als harter Fan auch nicht wirklich viel Spaß am Multiplayer Modus haben wird. Der Zombie Modus ist gut, der Rest ist Mist!

Fazit

Call of Duty: Infinite Warfare ist definitiv der schlechteste Ableger der Serie! Nicht unbedingt wegen dem totgesehenen Zukunftssetting, sondern weil die Story der Kampagne langweilig ist, weil der Multiplayer von Black Ops 3 kopiert wurde und generell keinen Spaß mehr macht. Ja, es ist ein solider Shooter, alles andere wäre ja unfair. Ich für meinen Teil habe das Game nicht mehr auf der Platte, habe es kaum gespielt und werde es auch nicht mehr spielen! Man beachte: Ich bin riesen CoD Fanboy, aber das hat mich sehr enttäuscht! Als Low-Budget Titel kann ich es empfehlen, allen anderen empfehle ich lieber Battlefield 1 oder gar Titanfall 2!

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