FIFA 17

Wie jedes Jahr im September dürfen sich Fußballfreunde wieder freuen: Ein neues FIFA steht vor der Tür. Mittlerweile sind wir bei FIFA 17 angekommen. Dieses Jahr könnte es etwas Besonderes werden, da ein völlig neuer Karriere-Modus integriert wurde. Sicherlich ist es für EA nicht leicht, sich für jedes Jahr neue Impulse auszudenken, aber mit diesem Modus hat man zumindest schon mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Drama und Emotionen sind ebenfalls neue Elemente, die der Spieler während des Zockens von FIFA erleben soll. Ob EA mit dem neuen Karriere-Modus und den Emotionen auch wirklich unseren Nerv getroffen hat, verraten wir euch in unserem Test.

Mitfiebern in „The Journey“

Sein Name ist Alex Hunter, 17 Jahre jung. Viele Jungs in dem Alter haben sicherlich den Traum, einmal ein großer Fußballstar zu werden. In FIFA 17 könnt ihr nun erstmals hautnah miterleben, wie die Karriere eines jungen Fußballers beginnt und vor allem auch, wie sie endet. Dabei lässt EA überhaupt keinen Punkt in Sachen Klischees unberührt, aber damit müssen wir nun mal leben. Nichtsdestotrotz ist der Modus definitiv eine willkommene Abwechslung! Bevor man sich überhaupt auf eine Karriere freuen darf, sollte man möglichst versuchen, die Scouts zu beeindrucken. Dadurch wird schon sichtbar, wie hoch die Anforderungen gestellt sind, um überhaupt in die Richtung eines Profifußballers schlagen zu können. Sobald ihr den Vertrag für die Profi-Liga in der Tasche habt, geht der Spaß erst richtig los. Ihr müsst euch nicht nur bei den Spielen, sondern auch während des Trainings beweisen, um eine gute Position ergattern zu können. Prinzipiell habt ihr vor jeder Partie aber die Möglichkeit zu entscheiden, ob ihr nur mit Alex oder der ganzen Mannschaft spielen wollt. Auch das finden wir ganz nett, denn nicht jeder möchte auf dem Feld „nur“ einen einzelnen Spieler steuern. Während der Matches wird euch eine Anzeige bereitgestellt, die eure Leistung während des Spiels bewertet. Erzielt ihr Tore oder macht beispielsweise saubere Pässe, steigt eure Benotung natürlich ins Positive. Bei schlechten Aktionen wie zum Beispiel Fouls oder schlechten Pässen sinkt diese wieder. Auch Bonusziele wie „schieße das abschließende Tor“ werden immer wieder mal angezeigt und belohnen euch.

Nach jeder Partie bekommt Alex Erfahrungspunkte und kann damit auch neue Attribute freischalten, die eure Leistung stets verbessern. Der Charakter von Alex wird im Übrigen durch euch selbst beeinflusst. So habt ihr beispielsweise in Interviews die Möglichkeit, zwischen drei unterschiedlichen Aussagevariationen zu entscheiden: Eine neutrale, hitzköpfige oder eine coole Antwort. Je nachdem für was ihr euch entscheidet, kann dies euren Trainer verärgern (und einen Stammplatz kosten) oder andersrum mehr Follower generieren und so neue Sponsorenverträge ausmachen. EA hat dies wirklich ganz charmant gelöst und die Motivation stets weiterzumachen ist definitiv vorhanden!

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Und weiteres…

Der „normale“ Karriere-Modus wurde im Übrigen nicht gestrichen, sondern ist wie bei den Vorgängern noch vorhanden und wurde sogar leicht überarbeitet. Nun reicht es nämlich nicht mehr aus, einfach Erfolg zu haben, sondern ihr müsst zusätzlich bestimmte Ziele erreichen. Das für EA finanziell lohnendste ist wohl sicher der Ultimate Modus. Hier scheiden sich die Geister. Für den einen ist es ein motivierendes „Sammelspiel“, für den anderen reine Geldmacherei. Wer aber kein echtes Geld ausgeben will, der muss das eben auch nicht tun. Einzig die Entscheidung – wie auch beim Vorgänger – dass man für den Online FUT Draft eine gewisse Anzahl an Tokens braucht, ist schon eine Frechheit von EA und eigentlich für einen Vollpreistitel aus meiner Sicht nicht tragbar. Vor allem, wenn man Platin-Jäger ist und auf diese Trophäe angewiesen ist.   Kurzum: FIFA 17 ist nicht geschrumpft, sondern im Umfang durch den Journey-Modus nochmal größer geworden. Alle anderen typischen Spielmodi sind nach wie vor vorhanden!

FIFA 17 hat sich allerdings auch auf dem Platz verändert. Gerade Freistöße und Elfmeter haben sich drastisch geändert und erfordern selbst von alten FIFA-Profis eine starke Umgewöhnung. Bei den Eckbällen beispielsweise zielt ihr mit einem Cursor und müsst mit der richtigen Dosierung versuchen eure Spieler zu treffen, damit diese den Ball versenken. Generell kommt das Gefühl auf, dass das runde Leder sich auf dem Spielfeld viel freier anfühlt und somit auch die Kämpfe intensiver ausfallen. Technisch gesehen ist FIFA 17 wirklich sehr gut ausgefallen. Das betrifft nicht nur die Spieler und deren Animationen, sondern auch das rundherum und natürlich das Gameplay auf dem Spielfeld. Das fette Lizenzpaket ist natürlich weiterhin vorhanden und sicherlich für einige unter euch auch ein Grund, warum ihr nicht zu PES umsteigt.

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Fazit

FIFA 17 bringt frischen Wind mit sich, vor allem mit dem Modus „The Journey“. Mit Emotionen und richtiger Story sollt ihr den jungen Fußballer Alex zu einem Profi machen. Dabei wurden so viele nette Gimmicks eingebaut, dass alleine dieser Modus schon für zahlreiche Stunden Spielspaß sorgen wird. Das heißt auch, dass selbst Besitzer von FIFA 16 durchaus über einen Neukauf nachdenken sollten. EA hat sich dieses Jahr sehr viel Mühe gegeben und wir sind uns sicher, dass dies nur der Auftakt für FIFA 18 ist. Schade nur, dass EA wieder einmal eine Trophäe an den Online FUT Draft vergibt – für Platin-Sammler eine lästige Geschichte! Das muss wirklich nicht sein.

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