FIFA 20

FIFA 20 unterstützt mit maßgeschneiderten Kits die laufende Kampagne gegen Rassismus im Fußball

Die von den Veranstaltern der englischen Premier League initiierte Kampagne „No Room for Racism“ erhält prominenten Beistand aus der Gaming-Szene. Der Softwarehersteller EA Sports kündigte an, die Anti-Rassismus-Initiative in Form von entsprechenden Updates seiner Fußballsimulation FIFA 20 unterstützen zu wollen.

Die Kampagne wurde bereits am vergangenen Premier League-Spieltag ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Zeitgleich teilten die Veranstalter auf ihrer Website mit, dass EA Sports den Spielern von FIFA 20 die Gelegenheit gebe, sich mit ihrem Anliegen zu solidarisieren. So sollen über ein kommendes Update spezielle Kits mit entsprechenden Trikots, Wappen sowie Stadionauskleidung für den Modus „FIFA Ultimate Team“ (FUT) zur Verfügung gestellt werden, die alle die Botschaft „No Room for Racism“ tragen.

EA Sports veröffentlichte unterdessen auf seinem Twitter-Account Bilder der Trikots, präsentiert von den In-Game-Versionen der Premier League-Stars Virgil Van Dijk, Tammy Abraham, James Maddison und Jesse Lingard. Im Hintergrund sind überdies Werbebanden mit dem Slogan zu erkennen.

Liverpool-Starverteidiger Virgil van Dijk betonte: „Fußball ist für alle da. Wenn das in Frage gestellt wird, müssen wir die Mannschaftsfarben vergessen und zusammenhalten.“ Und Jesse Lingard ergänzte: „Rassismus ist nicht akzeptabel und wird es niemals sein, weder im Sport noch in der Gesellschaft. Jeder hat das Recht, sich sicher und zugehörig zu fühlen.“

Von einer Herzensangelegenheit sprach Tammy Abraham: „EA Sports FIFA ist in der einzigartigen Position, Millionen von Fans zu erreichen und die Perspektiven zukünftiger Generationen zu beeinflussen. Deshalb bin ich sehr stolz darauf, diese gemeinsame Initiative mit der Premier League zu unterstützen.”

Rassistische Ausfälle gegen englische Nationalspieler

Die traurige Notwendigkeit einer solchen Kampagne wurde erst kürzlich wieder deutlich. Mitte Oktober hatten rassistische Anfeindungen beim EM-Qualifikationsspiel Bulgarien gegen England für ein breites europäisches Medienecho gesorgt und die UEFA auf den Plan gerufen. Gleich zweimal musste die Partie durch den Schiedsrichter unterbrochen werden, nachdem sich englische Funktionäre über rassistische Äußerungen bulgarischer Fans beschwert hatten.

Sportlich rückte die Partie, die England mit 6:0 für sich entschied, angesichts der Entgleisungen, zu denen Affenlaute und das Zeigen des Hitlergrußes gehörten, somit in den Hintergrund. Der bulgarische Fußballverband stand ohnehin im Fadenkreuz der UEFA, nachdem es in vorangegangenen Qualifikationsspielen bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen war. Gegen England blieben daher bereits Teile der Tribüne gesperrt.

Diesmal richteten sich die Anfeindungen gegen die drei dunkelhäutigen Spieler Tyrone Mings, Raheem Sterling und Marcus Rashford in der Startelf der Engländer. Sterling konterte die Beschimpfungen sportlich und schenkte dem überforderten Gegner zwei der sechs Tore ein. Später bekundete er auf Twitter sein Mitleid, dass Bulgarien „von solchen Idioten repräsentiert“ werde.

Der englische Verbandschef Greg Clarke sprach von einer der schlimmsten Nächte, die er je erlebt habe. Sein bulgarischer Kollege Borislaw Michajlow hatte die Vorfälle zunächst zu relativieren versucht, trat dann aber auf Druck der bulgarischen Regierung von seinem Amt zurück, ebenso wie Nationaltrainer Krassimir Balakow.

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA hat unterdessen auf die Vorfälle reagiert und den bulgarischen Fußballverband zu zwei Geisterspielen und einer Geldstrafe von rund 85.000 Euro verdonnert.