Heimische Eiweißträger

Vorteilhaft für Landwirte

Noch vor ein paar Jahren spielten heimische Eiweißträger für Schweinemastbetriebe in Deutschland kaum eine Rolle. Stattdessen setzte man vor allem auf den Import von billigem Sojaextraktionsschrott aus Südamerika. Der Anstieg der Sojapreise auf dem Weltmarkt hat inzwischen zu einer Trendwende bei der Fütterung von Schweinen geführt.

Verteuerung von Soja löst Trendwende aus
Eiweißträger sind in der Schweinezucht geradezu unverzichtbar. Schweine nehmen, anders als etwa Milchkühe, Eiweiß vollständig über die Nahrung auf und sind daher auf die Eiweißträger angewiesen. Importsoja ist durch die Verteuerung als Eiweißquelle mittlerweile unattraktiv geworden und viele Landwirte weichen stattdessen auf heimische Eiweißträger aus. Zu den in Deutschland angebauten Eiweißproduzenten zählen insbesondere Körnerleguminosen wie Sojabohnen, Ackerbohnen und Erbsen. Pilotprojekte treiben inzwischen den Sojaanbau in Deutschland voran und sollen künftig für ein höheres Angebot und günstigere Preise sorgen. Grassilage wird zudem von vielen Landwirten als Alternative zu den Körnerleguminosen genutzt. Ölschrote, vor allem Rapsextraktionsschrot oder Rapskuchen sind mittlerweile ein beliebter Ersatz für Sojaextraktionsschrot.

Vorteilhaft für Landwirte
Laut agrarnetz.com profitieren Landwirte, die auf Raps setzen, von vielen Vorteilen. So liegen die Anschaffungskosten für Raps deutlich niedriger als bei der Importsoja. In der Regel werden die südamerikanischen Sojasorten gentechnisch manipuliert, weswegen auch ökologische Argumente eine Rolle spielen. Gerade bei den Verbrauchern ist das Bewusstsein für die Risiken dieser Technik gestiegen. Fleisch, das gentechnikfrei produziert wird, verschafft Landwirten einen Wettbewerbsvorteil und lässt sich besser verkaufen. Zudem sinkt das Risiko, die afrikanische Schweinepest in den Mastbetrieb einzuschleppen, die oft unbemerkt bei Fremdimporten ins Land geholt wird. Beabsichtigen Landwirte eine Umstellung bei der Ernährung der Schweine, so sollte der Wechsel möglichst behutsam durchgeführt werden, da es ansonsten zu Problemen kommen kann.

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