Nach Pokémon GO – Oder: Where to GO next?

Where to go next2

Jupp Pokémon GO ist ein riesiger Erfolg, keine Frage. Man sieht das erste mal seit meiner Kindheit™ wieder junge Leute bei schönem Wetter durch die Straßen, Wälder und Wiesen ziehen. Gut, sie haben ihre Smartphones in der Hand, aber wen wird das stören? Die Powerbank-Hersteller bestimmt nicht, Nintendo erst recht nicht und Eltern werden mit den Schultern zucken und sich darüber freuen, dass die lieben Kleinen überhaupt mal in der Natur sind.

Aber – und das ist auch beeindruckend – es sind ja nicht nur die Erziehungsbedürftigen, sondern auch deren -berechtigte, die man häufiger während der Mittagspause an den Pokéstops herumlungern sieht. Da sitzen dann 20 Herren und Damen mittleren Alters, das Lockmodul eingespannt, Currywurst auf dem Schoß und das schlaue Telefon in der Hand. Könnte ja sein, dass ein Vulpix erscheint. Mensch, da könnte man den Arbeitskollegen ja was erzählen.

Nicht falsch verstehen, auch ich habe diese, einen unglaublichen Hype generierende App, aus dem Hause Niantic auf meinem Gerät und schaue viel zu oft darauf, obwohl ich weiß, dass ich auf der Arbeit lediglich 400 Rattfratze fangen kann. Meine Laufwege haben sich, meiner angeborenen Faulheit zum Trotz, verlängert und ich schlendere nun gemütlich Pokéstops abklappernd nach Hause.

Stellt sich nur die Frage, was machen die anderen Hersteller, Publisher und Entwickler nun, da sie wissen wie viel Geld und wie viele wertvolle Daten man verdienen kann, wenn man seine entsprechende Marke mit GPS- und Augmented Reality-Funktionen auf die Hosentaschencomputer bringt?

Noch sind uns die großen Entwickler die Antwort auf diese Frage schuldig, aber wir haben uns dennoch mal darüber Gedanken gemacht und präsentieren euch folgend fünf unserer (absolut unwahrscheinlichen und nicht ganz ernst gemeinten Ideen):

Metal Gear GO

Metal Gear GO

Das Soliton Radar-System des ersten Metal Gear Solid-Teils wäre prima um das virtuelle Umfeld auf dem Smartphone darzustellen. Die Aufgabe des Spielers besteht darin Punkte von Interesse einzunehmen und für das eigene Team zu halten. Doch der Weg zu solchen Punkten wird von virtuellen Wachen bewacht, deren Laufwege und Sichtfelder ihr auf dem Handy angezeigt bekommt. Gegnerische Teams können zusätzlich Kameras und Minen platzieren, die euch das Leben schwer machen können. Fies: Wird man bei der Infiltration entdeckt, wird der Punkt gesperrt und ist erst am nächsten Tag wieder verfügbar. Und das ist noch gar nichts gegen das, was einen erwartet, wenn man im Rahmen eines Community Events besondere Punkte einnehmen muss. Metal Gear Rex, ick hör dir trapsen.

Dark Souls GO

Dark Souls GO

Wem beim Schlendern durch gemütliche Parks schnell langweilig wird, der lädt sich From Softwares Antwort auf die putzigen Taschenmonster herunter. Putzig ist da gar nichts und fangen kann man die Skelette, Drachen und andere Monstren ohnehin nicht. Stattdessen bedeutet eine virtuelle Begegnung auf dem Weg zum nächsten Leuchtfeuer, dass man die Beine in die Hand nehmen sollte. Klar, kann man auch kämpfen, aber die Gegner sind meist sehr stark und ihre Level werden nicht immer angezeigt. Ist man im Kampf, visiert man die Gegner mittels AR-Funktion an und wischt nach oben für einen Angriff, nach unten zum Blocken und zur Seite um auszuweichen. Waffen und Ausrüstung lassen sich mit anderen Spielern an Leuchtfeuern tauschen. Doch auch Leuchtfeuer können von feindlich gesinnten Spielern eingenommen werden, sodass sie keine Vorteile mehr bringen. Und hütet euch vor Truhen, die ihr findet. Darin können tödliche Feinde stecken, aber auch wertvolle Belohnungen. Ach, es ist Dark Souls, eigentlich ist alles irgendwie gefährlich…

Mario Party GO

Mario Party GO

Es muss ja nicht immer alles düster und super ernst sein, oder? Und nachdem Nintendo mit Pokémon GO ja ohnehin schon großen Erfolg hat, bietet sich Mario Party GO ja geradezu an. In diversen Mini-Spielen messen sich die Mitglieder der verschiedenen Teams (Team Mario, Team Luigi, Team Peach, Team Toad, Team Bowser und Team Wario) und sammeln dabei ordentlich Punkte, um die Mini-Game-Points auf der Karte zu erobern. Dabei reichen die Spiele von Wettrennen mit Münzsammeln, über Buu Huu-Jagd (die Geister müssen auf der Karte gefunden, mittels Kamera anvisiert und mit der Taschenlampe aufgelöst werden) bis hin zum Würfel-Labyrinth (Ein Labyrinth wird als Ausschnitt auf dem Smartphone angezeigt. Man würfelt und darf sich eine Richtung aussuchen, in  die man sich schrittweise bewegt). Für Jung und Alt sollte gleichermaßen Spaß geboten werden!

Project Zero GO

Project Zero GO

Wem die Geisterjagd in Mario Party GO zu langweilig ist, darf sich auf den besonderen Grusel aus Japan freuen. In Project Zero GO werden die Geister mit Hilfe einer alten Kamera sichtbar und können durch gut getimte Schnappschüsse erledigt werden. Das klappt auf Konsolen, warum sollte das nicht im echten Leben klappen? Mit dem Smartphone und aktivierter Kamera nachts auf dem Friedhof nach besonders furchterregenden Geistern suchen und sich zu Tode erschrecken, wenn sie plötzlich hinter einem auftauchen, lässt das Herz auf jeden Fall schneller schlagen. Erledigte Geister hinterlassen Seelen, die man in bessere Objektive und Filme investieren kann, um wiederum stärker Geister erkennen und töten zu können. An entsprechend sicheren Schreinen kann man seine Schnappschüsse teilen und einsehen, wie viele der in der Nähe herumspukenden Wesen man schon entdeckt hat.

Final Fantasy GO

Final Fantasy GO

Square Enix hat mittlerweile ohnehin fast alle ihrer Final Fantasy-Teile auf Smartphones, Tablets und Handhelds gebracht. Warum nicht einen mit AR- und GPS-Funktionen ausgestatteten Ableger? Man nehme eine Prise MMORPG dazu und schon hat man ein funktionierendes Spiel. An vorgegebenen Punkten holt man sich diverse Tagesquests ab, die es zu erfüllen gilt. Von dem Ablaufen unterschiedlicher Distanzen und Checkpoints, über Monsterjagdaufträge bis hin zu Sammelaufgaben ist alles dabei, was man aus der Reihe kennt. Gut, Videosequenzen wird es nicht so viele geben, aber die Realität kann ja auch schick aussehen. Monstern und Gegnern begegnet man im gewohnten Zufallsprinzip, wobei die Kämpfe rundenbasiert ablaufen. Das nimmt die Hektik heraus und bringt Taktik ins Spiel. Unterschiedlich starke Gegner in unterschiedlichen Gebieten, versteckte Schatztruhen und optionale Bosse, die es zu entdecken gilt, runden das Paket ab.

 

Das waren fünf unserer Überlegungen wohin man noch gehen könnte während des GO-Hypes. Sollten euch Dinge besonders gut gefallen oder wenn ihr eigene, wunderbare Ideen habt, dann teilt uns das doch mit. Gleiches gilt, wenn ihr alle Ideen generell blöd findet und einfach motzen wollt. Meldet euch! – Entweder hier oder direkt auf Facebook.

Wir hoffen ihr hattet so viel Spaß beim Lesen wie wir beim Brainstormen!

2 Comments

  1. Ich weiß ja nicht. Pokemon ist extrem bekannt und war prädestiniert für dieses Konzept. Jedes Kind hat wohl beim Spielen der ersten Editionen und beim Schauen der Serie nur davon geträumt, Pokemon in echt zu fangen. Dementsprechend erfolgreich ist Pokemon Go zur Zeit auch. Ob das mit anderen Spieleserien, welche ein komplett anderes Spielprinzip verfolgen, ebenso erfolgreich funktionieren würde, wage ich stark zu bezweifeln. Sicherlich springen jetzt viele mit mäßigem Erfolg auf den AR Zug auf.

  2. Tatsächlich glaube ich auch nicht, dass es mit anderen Marken so erfolgreich sein könnte. Die Überlegungen im Artikel sind ja auch nicht ganz ernst gemeint, sondern lediglich Gedankenspiele 😉

    Aber ja, Niantic schlägt mit ihrem Pokémon-Spiel ganz offensichtlich in die richtige Kerbe. Wenn man sich ansieht, dass Vertreter (fast) jeden Alters mit ihren Smartphone unterwegs sind…

    Gerade deshalb werden andere Hersteller (wie du ja sagst) wahrscheinlich irgendwie versuchen auf den Zug aufzuspringen.

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