One Piece: Burning Blood

One Piece gehört wohl zu den bekanntesten und erfolgreichsten Manga-Serien überhaupt. Sowohl im Fernsehen als auch als Videospiel ist der Anime Hit stark vertreten und beschenkt uns auch jährlich mit mehreren Titeln aus dem Hause Bandai Namco. Mit One Piece Burning Blood ist eine weitere Episode des Prügelspiels für die PlayStation 4 erschienen. In unserem Test verraten wir, ob das Spiel was taugt und für jedermann zugänglich ist, oder ob nur knallharte Fans etwas davon haben.

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Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?

Ein gefährliches Unterfangen wenn ihr mich fragt. Nicht nur dass es derzeit genügend Prügelspiele auf dem Markt gibt, sondern dass dieser Ableger schon der gefühlte tausendste unter der One Piece Serie ist. Eine enorm hohe Anzahl an Beat´em Ups sind aus der Reihe schon erhältlich und trotzdem möchte sich Burning Blood von der Masse abheben. So ganz ist dies aber leider nicht gelungen. Das wird euch aber im Laufe des Tests noch auffallen.
Ich bin mir mittlerweile sicher, dass jeder Gamer One Piece kennen sollte. Damit meine ich sicherlich nicht die Details der Spiele, sondern man wird ja wohl davon gehört haben. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, seid ihr ohnehin schon im Spiel verloren. Das hat auch einen ganz einfachen Grund: Es werden keine Hintergrundinfos preisgegeben und die Zusammenhänge der Story sind für außenstehende sicherlich nicht nachzuvollziehen. Auch die Charaktere werden nicht detailliert beschrieben. Ich glaube dass es durchaus von Vorteil wäre, wenn Bandai Namco hier Neulingen unter die Arme greift. Schließlich ist die Serie wirklich enorm riesig!
Für alle die sich gut auskennen werden sich aber freuen, dass es sich bei Burning Blood um die Schlacht von Marineford handelt, einer der beliebten Abschnitte rund um Ruffys Abenteuer.

Story als Ausrede

Wenn man mal ehrlich ist, wird die Story ohnehin in den Hintergrund rutschen. Prügelspiele sind nicht unbedingt bekannt dafür, eine ausgereifte und mitreißende Story zu präsentieren.
Das Gameplay ist dementsprechend wichtiger – vor allem weil die Kampagne in diesem Ableger auch noch sehr kurz ausgefallen ist. Selbst ungeübte Spieler sollten eigentlich in zwei bis drei Stunden mit der Story fertig sein und dürfen sich dann auch noch auf einen enttäuschenden Abspann freuen. Doch an was liegt das genau?
An der Steuerung jedenfalls gibt es nichts zu bemängeln. Die Spielmechanik ist nämlich weder simpel noch zu kompliziert. Es gibt Attacken, Ausweichmanöver und Konter, aber natürlich auch Kombos und starke Spezialmanöver die ordentlich reinhauen. Für frischen Wind sorgen die neuen Team-Kämpfe: Zu euren aktiven Helden sind noch Unterstützer mit dabei, die euch mit ihren Fähigkeiten verstärken. So können beispielsweise Heilung und andere Aktionen deutlich effektiver gemacht werden.
Jetzt haben wir aber immer noch nicht das Problem erörtert warum das Spiel so kurz ist. Es liegt also nicht direkt am Gameplay. Das Spiel ist total unbalanciert und viel zu einfach. Schon alleine unter den 40 Helden gibt es genügend Charaktere, die einfach viel zu stark sind. Dies wirkt sich natürlich auch auf dem Online Modus aus, wo eigentlich immer die gleichen Helden benutzt werden. Für die Langzeitmotivation wurde irgendwie auch nicht gesorgt. Natürlich muss man erst sämtliche Charaktere freispielen, aber das ist dann auch schon so gut wie alles.

Technik glänzt

Ein großes Lob muss man aber für die Technik des Spiels aussprechen. One Piece wurde im perfekten Anime Stil eingefangen und macht richtig Spaß sich anzusehen. Die Effekte der Kämpfe sind ebenfalls so berauschend wie schön anzusehen. Wer sogar die originale Atmosphäre gerne hätte, der darf sich auf die japanische Originaltonspur freuen. Natürlich gibt es passend dazu englische bzw. deutsche Untertitel.

Fazit

One Piece Burning Blood macht für eine kurze Dauer Spaß – gerade als Fan der Serie. Schade ist nur, dass die Kampagne so extrem kurz geraten ist und für Neuankömmlinge die Story nicht aufschlussreich erläutert wird. Über letzteren Punkt kann man zwar streiten. Allerdings wenn man die anderen Teile genauer ansieht, ist das schon relativ schwach geworden. Vielleicht hätte man auch mehr für die Motivationskurve machen sollen. Klingt jetzt alles schlecht – ist es aber nicht. Es klingt deshalb so, weil ich als Fan etwas enttäuscht bin.

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