PlayerUnknown‘s Battlegrounds – Review

PlayerUnknown‘s Battlegrounds ist zwar noch in der Early-Access-Phase, aber wenn man eines über das Spiel sagen kann, dann, dass es schon verdammt viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat: Nach Ende der Closed-Beta direkt in die Top 10 der Steam-Spielercharts aufgestiegen und mittlerweile sechs Millionen mal verkauft, gilt der Shooter als der Hoffnungsträger im zunehmend populären Nischen-Genre der Battle-Royale- oder Survival-Shooter.

Wer von H1Z1: King of the Kill und ähnlichen Survival-Games noch nicht gehört hat: Es handelt sich dabei um Shooter, in denen sich eine große Zahl von Kontrahenten auf meist weitläufigen Karten so lange bekämpft, bis nur noch ein einziger der Spieler am Leben ist – wer einmal abgeschossen wurde, steht nicht noch einmal auf.

Als Erfinder solcher Battle-Royale-Spielmodi gilt der Ire Brendan Greene, der im Netz vor allem unter seinem Nickname PlayerUnknown bekannt ist. Er entwickelte zuerst entsprechende Mods für Arma 3 und DayZ und war danach an der Entwicklung des bisherigen Genre-Königs H1Z1 beteiligt. PlayerUnknown‘s Battlegrounds leiht er nun nicht nur seinen, in der Szene weithin bekannten Namen, sondern wirkte auch als Lead Designer am Spiel mit, während das Team von Bluehole, einem bekannten südkorenanischen Publisher von MMOs, die Entwicklung übernahm.

Massenschlachten bis zum letzten Mann – und ein bisschen Taktik

 Per Fallschirm springen bis zu 100 Spieler über einer Insel ab, die nicht weniger als acht mal acht Quadratkilometer misst und zu Rundenbeginn noch vollständig und frei begehbar ist. Nach der Landung gilt es zunächst, so schnell wie möglich die unmittelbare Umgebung zu erkunden und so viele starke Waffen und Items wie nur möglich aufzunehmen, um beim ersten Kontakt mit einem Mitspieler nicht den Kürzeren zu ziehen. Es gewinnt der „Last Man Standing“ – und damit das nicht ewig dauert, etwa weil die Spieler zu defensiv spielen, wird das Kampfareal im Rundenverlauf stetig verkleinert.

Dennoch ist PlayerUnknown‘s Battlegrounds im direkten Vergleich mit H1Z1: King of the Kill das etwas langsamere und damit auch stärker von Taktik geprägte Spiel. Wer unbedacht die Deckung verlässt und hektisch drauflosballert, zieht meist nur unnötig Aufmerksamkeit auf sich und ist nach wenigen Treffern Geschichte. Andererseits stehen den Kontrahenten in PlayerUnknown‘s Battlegrounds sehr viel weniger starke Waffen zur Verfügung als in den Konkurrenztiteln.

Nicht selten muss man sich mit einer einfachen Pistole zufrieden und entsprechend behutsam vorgehen. Wer also auf pausenlose Action aus ist, oder besonders allergisch gegenüber Campern, könnte von PlayerUnknown‘s Battlegrounds frustriert zurückgelassen werden.

Licht und Schatten bei der Technik

Genretypisch ist Playerunknown‘s Battlegrounds in Sachen Grafik nicht gerade herausragend, wirklich schlecht schaut es aber auch nicht aus. Lediglich die Optimierung lässt zumindest in der gegenwärtigen Early-Access-Version noch zu wüschen übrig. So berichten einige Spieler von Framerate-Problemen, die im Angesicht der ohnehin nur durchschnittlichen Grafikleistung eigentlich nicht sein sollten. Je nach persönlicher Präferenz lässt sich Playerunknown‘s Battlegrounds übrigens aus der First-Person- oder der Third-Person-Perspektive spielen.

Die Server laufen hingegen schon erstaunlich stabil, sodass niemand befürchten muss, mit der Early-Access-Version in Wahrheit eine holprige Beta vor sich zu haben. Wer sich für den Titel interessiert, kann demnach getrost schon jetzt zugreifen. Unterdessen wurde die Vollversion erst kürzlich um einige Monate verschoben, soll aber noch 2017 zum Download bereit stehen. Unter anderem werden dann auch Mods möglich sein.

Wer PlayerUnknown‘s Battlegrounds lieber auf der Konsole erleben möchte, geht ebenfalls nicht leer aus: Auch noch in diesem Jahr soll das Spiel für die Xbox One erscheinen und dann auch von den Fähigkeiten der neuen Xbox One X Gebrauch machen. Eine PlayStation 4-Fassung ist für ein unbestimmtes späteres Datum angekündigt.

PlayerUnknown‘s Battlegrounds – Fazit

PlayerUnknown‘s Battlegrounds ist ganz sicher kein Spiel für jeden und selbst viele Shooterfans werden mit dem recht speziellen Spielprinzip wenig anfangen können. Wer sich allerdings schon in der Vergangenheit für Battle-Royale-Shooter begeistern konnte oder nach dem Lesen des Reviews Lust darauf bekommen hat, findet in PlayerUnknown‘s Battlegrounds den Titel, der das Potential zum zukünftigen Genre-König hat.
Ob das tatsächlich gelingt, wird nicht nur von der bislang zweifellos gelungenen Qualität des Spiels abhängen, sondern auch davon, ob es Bluehole und Brendan Greene gelingt, die sensible Community bei Laune zu halten. Auf die jüngst erfolgte Ankündigung kostenpflichtiger Outfits reagierte die nämlich höchst feindselig – und Alternativen gibt es zumindest auf dem PC allemal genug.
Auch neugierig auf H1Z1: King of the Kill geworden? Dann schau doch mal bei Steam vorbei und entscheide, welches Konzept dir besser gefällt.
Chefermittler

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