PlayStation All-Stars Battle Royale / Review

Ihr kennt Sackboy? Die Fat Princess? Habt mit Nathan Drake alle Uncharted-Abenteuer erlebt? Seid mit Sly Racoon ständig auf der Pirsch? Dann kommt nun mit „PlayStation All-Stars Battle Royale“ ein Titel auf PS3 und PS Vita, mit dem ihr alle eure Lieblinge in nur einem Game spendiert bekommt.
Problem dabei ist, dass sie sich untereinander scheinbar kaum leiden können und sich lieber ordentlich eins auf die virtuelle Mütze geben!

 

Bei „PlayStation All-Stars Battle Royale“ handelt es sich zwar um ein klassisches Beat’em-up, dieses präsentiert sich jedoch ein wenig freundlicher, als andere Vertreter des Genres. Blut fließt hierbei zu keiner Zeit und die Charaktere gehen auch nicht wirklich K.O.. In „PlayStation All-Stars Battle Royale“ wurde alles ein wenig kindgerechter umgesetzt, was jedoch nicht bedeuten muss, dass dadurch auch die Action fehlt.
Ganze 20 Charaktere aus bekannten PlayStation-Spielen versammeln sich in dem Titel, um den anderen Paroli zu bieten.

 

Hierbei ist das Spiel in die Bereiche für Single- und Multiplayer unterteilt. Spielt man alleine, wird man zuerst den Arcade-Modus ins Auge fassen. Dieser ersetzt in „PlayStation All-Stars Battle Royale“ den sonst üblichen Story-Modus, den es in diesem Titel nicht gibt. Im Arcade-Modus können jedoch alle 20 Charaktere gespielt werden, denen jeweils eine kleine eigene Geschichte spendiert wurde. Es lohnt sich hierbei, wirklich alle Charakterstorys durchzuspielen. Zum einen leveln die Charaktere hierdurch, zum anderen spielt man jede Menge netter Dinge frei, mit denen man danach das Spiel personalisieren kann. Ob nun neue In- und Outtros für die Charaktere, frischen Hintergrundgrafiken, weitere Musikstücke oder Charakterbilder, es gibt jede Menge Sachen, die freigespielt werden wollen.

Das geht jedoch nicht nur im Singleplayer, denn auch bei Multiplayergefechten sammelt man Erfahrungspunkte und somit bei einem Stufenaufstieg auch neue Objekte.
Jeder Charakter muss sich im Arcade-Modus durch eine festgelegte Anzahl von Matches arbeiten. Zu Beginn tritt man lediglich gegen einen Gegner an, später sogar gegen bis zu drei. Diese beharken sich jedoch auch untereinander und haben es nicht nur auf den Spieler abgesehen. Es gibt unterschiedliche Ziele, die im Verlauf einer Charakterstory erreicht werden müssen. In einem Match muss man seine Gegner möglichst oft innerhalb eines 3-Minuten-Zeitlimits besiegen. Es gewinnt, wer die meisten Siege verbuchen kann.
Eine andere Variante besteht darin, dass man möglichst schnell drei Siege erzielen muss. Hat man dies geschafft, ist das Level beendet. Aber Vorsicht, das ist es auch dann, wenn ein Gegner als erstes drei Siege für sich verzeichnen darf.

 

Gespielt wird in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die ersten beiden stellen keine großen Probleme dar, für den letzten sollte man schon ein wenig geübt haben.
Die Charaktere verfügen allesamt über drei Grundattacken, eine Blockfunktion und einen Superangriff. Dieser unterteilt sich zudem in drei Levelstufen. Um ihn einsetzen zu können, müssen zuvor erfolgreiche Aktionen ausgeführt werden. Schafft man dies, steigt der Balken des Superangriffs und erreicht nach einiger Zeit Stufe 1. Diese kann man nun per Schultertaste „zünden“, oder aber man sammelt weiter, bis man Stufe zwei oder sogar drei erreicht hat. Natürlich ist ein Stufe 3-Superangriff wesentlich effektiver, als einer auf Stufe 1.
Stellt man sich geschickt an, kann man mit einem solchen Angriff gleich drei Gegner auf einmal ausschalten.

 

Die Charaktere spielen sich alle unterschiedlich. Dies liegt daran, dass sie über unterschiedlichste Attacken verfügen. Greift ein Sly Racoon noch sehr flink an, ist Big Daddy schon wesentlich träger unterwegs. Man wird nach einiger Zeit sicher den Charakter herausfinden, mit dem man von nun an seine Matches bestreiten will.
Neben dem Arcade-Modus bleibt für Singleplayer nur noch das Training und die K.Prüfungen, in denen bestimmte Ziele erfüllt werden müssen.
Bei den Arcade-Mini-Storys tritt man zudem am Ende noch gegen einen Endgegner an, der jedoch keine sehr große Bedrohung darstellt.

 

Das Herzstück des Spiels ist natürlich der Onlinemodus, in dem man sich mit bis zu vier Spielern auf die Glocke hauen darf. Da „PlayStation All-Stars Battle Royale“ ein Cross-Play-Titel ist, spielt es dabei keine Rolle, ob eure Gegner die PS3- oder die PS Vita-Version des Spiels zocken. Käufer der PS3-Version bekommen übrigens automatisch beide Versionen, denn dem Spiel liegt ein Code für die PS Vita-Version bei. Gerade Gebrauchtkäufer sollten dies bedenken, denn der Code für die PS Vita kann dann natürlich bereits eingesetzt worden sein!
Die Spielmodi im Multiplayer sind ähnlich denen in den Charakterstorys. Mal spielt man im Rahmen eines Zeitlimits, ein anderes Mal muss man möglichst schnell eine bestimmte Anzahl von Siegen erzielen.

 

Da es bei den Angriffen keine wirklichen Kombos gibt, ist die Art der Attacken im Solospiel noch recht wurscht. Spätestens im Spiel gegen menschliche Gegner sollte man jedoch ein wenig taktieren und Angriffe mit entsprechender Richtung unterlegen. So kann es nämlich gelingen, mehrere Treffer zu landen, ohne dass der Gegner sich wehren kann.
Die Arenen, in denen gekämpft wird, sind das kleine Highlight des Titels. Diese verändern sich während der Kämpfe permanent. So kann es passieren, dass plötzlich Wasser in die Arena einbricht und ihr auf eine der auftauchenden Plattformen springen solltet, um euch dort dann mit euren Gegner zu messen.
Leider ist dieser Faktor aber auch das, was gerade auf der PS Vita für Unübersichtlichkeit sorgt. Da gerade bei vier Spielern der Bildschirm teilweise weit wegzoomt, werden die Charaktere dann nämlich derart klein, dass man seine Figur kurzzeitig aus den Augen verliert.
Auf der PS3 ist dies nicht das Problem, vorausgesetzt, man spielt nicht auf einem 10“-Bildschirm 😉

Optisch kann sich „PlayStation All-Stars Battle Royale“ sehen lassen. Die Animationen der Charakter sind sehr schön und die Arenen allesamt stimmig. Diese entspringen zudem Spielszenen, die zu den im Spiel befindlichen Stars passen.
Auch die musikalische Untermalung muss sich hier nicht verstecken. Auch diese bietet charaktertypische Soundtracks, die den meisten Spielern bekannt sein werden. Neben diesen sind jedoch auch neue Stücke im Spiel, die ebenfalls zu gefallen wissen.
Die Steuerung ist sehr simpel. Da auf umständliche Komboattacken verzichtet wurde, muss man nicht lange die Tastenbelegung studieren, sondern wird recht schnell Erfolge verbuchen.

 

Fazit:
„PlayStation All-Stars Battle Royale“ ist nun nicht der Überflieger, macht aber trotzdem Spaß. Das jedoch besonders, wenn man in den Multiplayer-Modi unterwegs ist. Für Solospieler ist „PlayStation All-Stars Battle Royale“ nur bedingt geeignet, da man recht schnell alles gesehen haben wird. Auch die vielen freischaltbaren Dinge können dann dafür nicht entschädigen, es fehlt einfach am großen Story-Modus.
Optisch und akustisch wird das Spiel gut abgerundet. Die PS3-Version ist hierbei die bessere der beiden, da auf der PS Vita einfach zu oft die Übersicht flöten geht!

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