Prey

Als mein Kollege hier von Prey während einer Messe berichtet hatte, wurde mein Interesse auf das Spiel geweckt. Davor dachte ich mir ehrlich gesagt nicht viel und wollte eigentlich nichts von einem „Shooter gegen Aliens“ wissen. Doch als die Atmosphäre und die Story angesprochen wurden konnte ich mich nicht mehr bremsen und musste mich in die Welt von Prey vertiefen und eintauchen! Ein Game wie das habe ich schon wirklich lange nicht mehr erlebt. Meistens gehen die Level von den einem in den anderen samt über und haben einen gewissen Fluss, währen das Werk von den Arkanes mir mehr oder weniger Arbeit macht. Dies darf aber auf keinem Fall negativ ausgelegt werden. Doch mehr dazu in diesem Test!

Prey – ein etwas andere Action Spiel!

Direkt zu Beginn des Spiels werde ich gefragt, welchen Schwierigkeitsgrad ich nutzen möchte. Da ich von Prey im Prinzip wenig gehört hatte und mich einspielen wollte, habe ich mich für den einfachen Modus entschieden. Schließlich sind ohnehin mehrere Durchgänge nötig, sollte man dort die Platin Trophäe ergattern wollen. Mittlerweile gab es durchaus viele Momente wo ich mich selbst gefragt hatte, ob ich denn wirklich den richtigen Schwierigkeitsgrad genommen habe. Ich fing sogar schon an zu zweifeln. Warum? Prey ist definitiv eine harte Nuss, manchmal sogar aus meiner Sucht frustrierend schwer! Das allerdings bedeutet eben, dass ihr mit Vorsicht und mit Bedacht vorgehen müsst. Wie auch schon bei den anderen Ablegern von den Arkanes Studios (Dishonored Reihe) ist Vorsicht immer das wichtigste Gebot!
Fangen wir allerdings mal von vorne an. Mittlerweile kann ich die Ansichten meines Kollegen teilen: Die Atmosphäre ist schon zu Beginn einfach unglaublich gut geworden. Ständig überwältigen mich Emotionen wie Angst, Überraschung und Humor und das permanent. Letzten Endes ist es die Neugier die mich immer weiterspielen lässt! Ich glaube auch, dass die Story im ersten Moment nicht so spannend klingt, wie sie aber dennoch geworden ist. Bevor ich hier ein wenig eingehe – am besten selber spielen und nachfühlen! In eurer Raumstation Talos 1 gibt es nach kurzer Zeit ein großes Problem: Fiese Aliens übermannen das Schiff und überwältigen ebenfalls so ziemlich jedem dort, der dort arbeitet bzw. lebt. Nachdem ihr (gefühlt alleine) erwacht und euch auf dem Weg ins Zentrum des Schiffes macht, werdet ihr zahlreiche Audiologs und Emails finden, die die Story noch etwas ausschmücken. Allerdings muss man hier sehr viel Fleiß betreiben, weil ich beispielsweise keiner bin der alles liest und nachbohrt. Deshalb verliert Prey auch mit der Zeit etwas an „Handlung“, weil man eigentlich nur per Audio und „Chat“ von den vermeintlichen überlebenden (oder Freunden? 🙂 ) gelenkt wird.

Gameplay

Eine Möglichkeit mal kurz zu Rasten ist in Prey wirklich sehr selten. Sollte dies der Fall sein, dann bekommt man wieder es wieder mit Angst und Neugier zu tun. Hinter jeder Tür werdet ihr wohl oder übel auf die Aliens treffen. Während diese zu Beginn noch einfach sind (aber sich in Gegenstände verwandeln können), werdet ihr später auf große und fiese Gegner treffen. Ich bin eigentlich schon direkt in der Nähe der Forschungsstation öfter gestorben, weil ich nicht begriffen habe, dass man das Spiel wirklich mit Vorsicht genießen sollte. Wer gerne rusht, der verliert!

Mit eurem Protagonisten könnt ihr während der Zeit sogenannte Neuromods sammeln. Mit dessen Hilfe könnt ihr nämlich diverse Talentbäume füllen, was mittlerweile bei jedem Action Spiel eine „normale Sache“ ist. Deswegen würde ich das jetzt nicht unbedingt als Killer-Feature betiteln. Allerdings merkt man ziemlich schnell, dass das Skillen sehr hilfreich ist – gerade eben, weil das Game so hartnäckig schwierig sein kann!

Bis ich allerdings mal vernfünftige Waffen erhalten habe, hat doch ziemlich lange gedauert. Zu Beginn bekommt man nur ein Gerät, mit dessen Hilfe ihr die „Viecher“ festhalten könnt. Wirklich töten könnt ihr diese aber dann nicht. Dafür bekommt man dann später Waffen wie eine Schrotflinte, Pistole, Stun-Gun oder eine Laserknarre.

Damit ihr bei Prey auch wirklich stetig vorankommt, ist es enorm wichtig alle Gegenstände zu untersuchen. Beispielsweise können Bananenschalen in Mülleimer oder gar in einem Koffer versteckt sein. Jedes noch so kleine Material könnte euch nämlich weiterhelfen um neue Dinge Craften zu können. Dabei sind die Möglichkeiten des Bauens durchaus interessant, wenn auch eingeschränkt! Aber wie schon erwähnt – aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades ist es sicherlich nie verkehrt lieber mehr Medikits herzustellen als zu wenig! Ein bisschen erinnert das ganze sogar an Resident Evil. Nein, nicht wegen Angst und Horror, sondern wegen der Knappheit mit allem. Man möchte wohl bewusst den Spieler in Bedrängnis bringen und das ist auch gelungen. Auch wenn ich persönlich nicht ein Freund von sowas bin!

Technik

Technisch gesehen ist Prey in Ordnung. Nicht schlecht, aber der Knüller ist es leider auch nicht geworden. Die Charaktere sehen irgendwie veraltet und detailarm aus und das Raumschiff ist im inneren zwar spannend bietet aber aus meiner Sicht rein grafisch wenig Abwechslung. Wobei man da auch sagen muss, dass dies für das Szenario auch nicht wirklich anders geht. Aber irgendwie hatte ich schon immer das Gefühl, dass einfach ein bisschen mehr möglich gewesen wäre. Sound und Musik passen soweit! Der Umfang geht auch in Ordnung! Vor allem hat Prey einen sehr hohen wiederspielwert, weshalb man doch mehr als nur einen Ausflug durch das Raumschiff macht!

Fazit

Prey ist insgesamt ein guter Titel geworden, der allerdings aus meiner Sicht ein bisschen mit der Schwierigkeit übertreibt. Auch wird vom Spieler viel Fleiß erwartet um wirklich erfolgreich zu sein. Wer aber Geduld mitbringt und sich voll auf das Game einlässt, der wird wahrlich sehr viel Freude damit haben. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken und die Motivation Prey öfters als nur einmal durchzuspielen erhöht die Wertung natürlich sehr! Denn auch die Atmosphäre ist sehr einzigartig und konnte sehr überzeugen! Ja doch, Prey ist wirklich gut geworden!

Das Spiel kann hier Bestellt werden

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