Resident Evil 7: Biohazard

Resident Evil ist endlich wieder zurück und viele Fans waren natürlich zunächst Skeptisch. Der fünfte und sechste Teil der Serie war nämlich deutlich mehr auf Action ausgelegt und bot ehrlich gesagt kaum – wenn überhaupt – Horror. Der siebte Teil ist gleichzeitig ein Reboot der Serie und kommt mit deutlichen Änderungen gegenüber dem Vorgänger daher. Zusätzlich wird auf der PS4 Version auch das neue PSVR Headset unterstützt, sodass man die Atmosphäre hautnah spüren soll. Diesbezüglich hat unser Daniel einen entsprechenden Beitrag geschrieben, da er die PS4 VR Brille besitzt. Lest mehr in unserem Test, wie sich das neue Resident Evil spielen lässt und ob man dieses Mal vor Schock fast in die Hosen macht….

Besser spät als nie!

Eigentlich hatte Capcom ja schon mit dem sechsten Teil versprochen, dass der echte Horror wieder zurückkommen soll. Dies ist allerdings nicht geglückt. Mit Resident Evil 7: Biohazard gibt es einen großen und vor allen nötigen Wendepunkt der Serie! Wir sind uns absolut sicher, dass nahezu jeder Fan der alten Stunde genau damit glücklich werden kann. Denn kurzum: Der Wurf ist gelungen und der längst überfällige Gruselfaktor ist endlich wieder zurück! Schauen wir uns doch zunächst einmal die Story an. Direkt zu Beginn bekommt der Hauptcharakter Ethan Winters eine sehr mysteriöse Nachricht von seiner Frau Mia zugestellt. Sie schreibt, dass Ethan sie holen soll. Sie befindet sich auf der verlassenen Baker Farm mitten in einem Wald. Sie möchte von unserem Protagonisten abgeholt werden. Klar, dass wir dann nicht lange fackeln oder? Nachdem die gute Dame schon drei Jahre dort „verschollen“ ist, möchten wir sie natürlich wieder gerne in den Arm nehmen. Also macht sich Ethan auf den Weg und sucht sie entsprechend in dem Anwesen der Bakers….. Dass an diesem Örtchen allerdings nichts stimmen kann, müssen wir sehr schnell feststellen. In der Küche befinden sich Töpfe gefüllt mir Gedärme, in der Mikrowelle ist der Kadaver einer Krähe zu sehen und generell wirkt das Haus sehr verschollen. Wobei – direkt zu Beginn in den Sümpfen waren wir uns sicher, dass wir für einen kurzen Augenblick jemanden gesehen haben, der an uns unbekümmert vorbeispaziert. Umso mehr wir das Haus erkunden, desto mehr schreckliche Entdeckungen müssen wir machen. Dass wir natürlich gar nichts weiter spoilern möchten, halten wir an dieser Stelle mal die Luft an und gehen über in die spektakuläre Atmosphäre des Spiels!

Atmosphäre pur!

Meine Güte ich kann es kaum glauben. Resident Evil 7 entpuppt sich als das Horror Game, was ich mir schon seit Jahren gewünscht habe! Selbst Until Dawn – was ich persönlich super fand – kann das nicht mithalten. Wobei diese Spiele aber im Kern und der Gameplay Mechanik auch sehr unterschiedlich sind. Stellt euch mal vor, ihr habt etwas entdeckt. Während ihr diesen Punkt genau verfolgt werdet ihr feststellen, dass vor euch eine Tür ist. Wollt ihr die wirklich öffnen? Plötzlich ertönt von einem Nebenraum ein Klopfen, dass immer lauter wird. Wohin soll ich jetzt gehen? In den Keller? Jedes Kind weiß genau, dass genau der Keller am schlimmsten ist. Vor allem, wenn man die Treppen nach unten sieht, ein leises Summen in eurem Ohr wahrzunehmen ist und die weitere Sicht nach unten komplett schwarz wird. Dieser Moment, wenn man weiß, dass man gleich erschreckt wird, aber man weiß nicht genau was passiert. Das ist für mich schon blanker Horror! Resident Evil 7 hat aber auch die anderen Elemente. Wenn ihr verfolgt werdet, nach hinten schaut und eine Gestalt seht. Wenn ihr dann versucht abzuhauen und panisch werdet, weil ohnehin die Munition knapp wird, dann seid ihr definitiv im Baker Anwesen gut angekommen. Schon die ersten 20 Minuten hatten für mich sehr viele Schock und Grusel Effekte parat, dass sich daraus eine Sucht gebildet hat. Denn nebenbei wollte ich natürlich rausfinden warum das alles so ist, wie es mir hier suggeriert wird. Was hat es mit der Familie auf sich? Wo ist meine geliebte Frau und warum war sie drei Jahre verschollen und meldet sich dann plötzlich wieder? Genial – Story und Gruselfaktor einfach genial!

Resident Evil 7

Ego Perspektive für noch mehr Erlebnis

Eine der wohl größten Änderung wieder in Resident Evil ist die Ego-Perspektive. Diese bietet sich aber auch perfekt für das Erlebnis an, denn so sind wir hautnah am Geschehen. Vor allem der typische Effekt, wenn man eine Tür langsam öffnet und reinsehen muss. Perfekt! Natürlich dürfen in Resident Evil 7 auch keine Rätsel fehlen. Meist gilt es Sicherungen oder Schlüssel bzw. weitere Gegenstände zu finden, aber auch ein paar schwerere Raffinessen müssen gelöst werden. Das Schöne an diesem Teil ist aber, dass man nicht mehr so völlig abstruse Rätsel wie in den ersten Teilen serviert bekommt. Von daher ist der siebte Teil auch in Sachen Gameplay sehr modern geworden.

Es gibt allerdings eine Kleinigkeit, die Capcom noch hätte besser machen können. Auch in meinem Freundeskreis sind wir uns da einig: Im letzten Drittel des Spiels ist die Atmosphäre dahin. Man verlässt das „grausame“ Baker Anwesen und kommt zu weiteren Schauplätzen, die irgendwie nicht mehr das Feeling von Angst und Grusel überliefern können. Zudem ist die Gegnerdichte – sprich die Gruppen – nicht mehr so hoch, dass man auch panisch reagieren muss. Allerdings ist das schon sehr hohe Kritik am Spiel!

Technisch gesehen ist Resident Evil 7 zumindest ohne der VR Brille wirklich sehr gelungen. Alles was man zu sehen bekommt ist einsame Spitze und überliefert das Schaudern so stark, dass sogar die Augen zum Zittern anfangen. Von der Geräuschkulisse her müssen wir glaub ich gar nichts weitersagen als „Wahnsinnig passend und gut“!

Fazit

Wow, endlich! Resident Evil 7 hat es geschafft! Endlich wieder ein pures Horror Game, dass nur so von Atmosphäre, Angst und Spannung lebt. Dieses Spiel ist wirklich für jedermann zu empfehlen, der sich sowas mal „antun“ möchte. Selbst Bekannte aus meinem Freundeskreis die nichts mit dem Franchise zu tun haben sind begeistert und haben zum Teil schon Platin und das Game mehrmals durchgespielt. Eine wahre Perle die Capcom erschaffen hat!

Daniels PS VR-Fazit

Wer eines der begehrten PlayStation VR-Headsets sein Eigen nennen darf, sollte Resident Evil 7 biohazard unbedingt im VR-Mode spielen. Während die geringere Auflösung und das zugegebenermaßen mitunter extreme Kantenflimmern in den ersten Spielminuten noch unangenehm auffallen können, blendet man diese technischen Defizite nach kurzer Zeit komplett aus und verliert sich in der düsteren Atmosphäre des Spiels. Selten war ich beim Zocken eines Horror-Titels körperlich so angespannt und aufgeregt. Die immersive Wirkung ist nahezu perfekt, die Schreckmomente sind intensiver und mitunter sogar körperlich spürbar.

Wer in VR spielt, erlebt den Survival Horror in einer Intensität, die es bisher noch nicht gab. So einfach ist das. Resident Evil 7 ist in der Hinsicht nicht nur der erste große AAA-Titel für Sonys Headset, sondern auch das umwerfendste Spiel bis dato, das Gebrauch von der virtuellen Realität macht. Ich musste zugegebenermaßen zwar alle 45 – 60 Minuten erst einmal eine Pause machen und der schweißnasse Controller ist mir mehr als einmal aus der Hand gerutscht, aber das ist es wert.

Dementsprechend gilt auch der Umkehrschluss: Wer ein PS VR-Headset besitzt und sich nur ein bißchen für Horror-Games interessiert, sollte sich Resident Evil 7 biohazard unbedingt kaufen. Der Titel kehrt nicht nur zu den Wurzeln der Serie zurück, sondern hebt den Horror dank VR auf eine völlig neue Ebene. Mehr davon, Capcom und Danke für die schlaflosen Nächte!

 

 

 

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