Review Fable 2

Prolog

Es war einmal vor langer, langer Zeit und ein neues Märchen begann…

Endlich – nach langer Wartezeit und berechtigter Entwicklungszeit konnte ich mich auf Fable 2 freuen. Was habe ich 2004 den ersten Teil geliebt und schon weit im Vorfeld des Release Peter Molyneux für seine Ankündigungen und Ideen bewundert. Im Nachhinein konnte ich sogar über das fehlende Feature der wachsenden Bäume (mittlerweile der Running Gag) und andere, kleinere Lücken hinwegsehen. Warum? Weil ich selten dank einer bunten und märchenhaften Welt so in ein Spiel abgetaucht bin wie damals bei Fable. Des Weiteren war der enorme Reiz an der Wahl zwischen Gut und Böse – meinen Entscheidungen und deren Konsequenzen im Spiel beeindruckend.

Genau vor dieser Wahl zwischen Gut & Böse / Engelchen und Teufelchen steht man in Fable 2 so manches Mal.

Hauptquest

Schon der Anfang von Fable 2 ist klasse gemacht. Das Tutorial dient zusätzlich als liebevoller Prolog und macht ab der ersten Minute Lust auf mehr. Mir fällt es an dieser Stelle sehr schwer nicht zu viel von der Geschichte zu erzählen, auch wenn bestimmt viele unserer Leser das Spiel bereits durchgespielt haben. Dennoch möchte ich nicht direkt alles verraten und strenge mich diesbezüglich sehr an.

Wie schon erwähnt führt das Tutorial den Spieler in das Spiel und Schicksal unseres jungen Helden ein. Zeitsprung – arg traumatisiert als junger Bursche und innerlich voller Wut streben wir nach Rache an den bösen und mächtigen Lord Lucien. Die letzten Jahre haben wir in einem kleinen Dorf von Vagabunden unter der Obhut einer mysteriösen Wahrsagerin Theresa verbracht. Sie hat uns viele Dinge gelehrt und nun wird es Zeit seine eigene Geschichte zu schreiben.

Theresa führt uns allerdings auch zu den ersten Quests des Hauptstrangs der gesamten Geschichte. Im Laufe der Zeit und im Rahmen der Erkundung der liebevollen gestalteten Welt erhalten wir viele, kleine Abenteuer / Sidequests, die uns Erfahrungspunkte, Ausrüstungen, Ansehen und natürlich auch Gold einbringen.

Gut & Böse

Albion ist um einiges als im Vorgänger gewachsen. Dies liegt sicherlich auch an der technischen Entwicklung. Nicht nur das Albion gewachsen ist, sondern auch die verschiedenen Abschnitte sind sehr abwechslungsreich und von friedlich bunt bis düster und unheimlich. Auch die Häuser und Burgen sind detailiert eingerichtet und entsprechen nicht unbedingt einem Einheitsbrei. So kann man sich überwiegend an wirklich hübschen Texturen erfreuen – auch wenn manches Mal die Grafiktapete zum Einsatz kam.

Was ein wenig störend ist, sind die Wechsel innerhalb verschiedener Abschnitte – hier machen sich lästige Ladezeiten bemerkbar. Ich gestehe aber auch, dass es sich hierbei um Klagen auf hohem Niveau handelt.

Was wäre liebevolle Grafik ohne Sounduntermalung? Ich denke nichts Halbes und nichts Ganzes!

Mich persönlich überzeugen nicht nur die filmreife Musik sowie verschiedene Soundeffekte. Auch die deutsche Synchronisation sprich Vertonung ist ideal umgesetzt. Wer unbedingt doch noch die englische Sprachausgabe haben möchte (muss bei Fable 2 eigentlich wirklich nicht sein), kann sie sich über den Xbox Live Marketplace kostenlos laden. Ein klasse Service, der wiederholt werden könnte…

Fazit

Fable 2 ist exklusiv und gehört in jede Xbox 360 Sammlung. Gerade Spieler, die auch mal was anderes als Ego Shooter spielen möchten, wird empfohlen sich den Titel anzuschauen. Außerdem stehen weitere Episoden per Content-Download im Ausblick. Ach ja, dann gibt’s auch noch den nicht angesprochen Koop-Modus…nicht zu verachten…Viel Spaß!

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