Review inFamous

Ein Elektrosuperhelden Epos exklusiv für die PLAYSTATION®3

Und plötzlich war es…äh, er da!

Ganz unerwartet und mit großer Begeisterung hat uns vor Kurzem inFamous in der Redaktion erreicht. Was dieser exklusiv für die Playstation 3 entwickelte Titel mit mir gemacht hat, könnt Ihr die nächsten Zeilen nachlesen.

Auf geht’s in ein neues Abenteuer…

Verwandlung

Nach einer verheerenden Mega-Explosion wacht unser Superheld in Spe namens Cole mit einem dicken Brummschädel inmitten von Empire City auf. Scheinbar als einer von wenigen Überlebenden versuchen wir als Erstes dem Feuer zu entkommen. In den ersten Minuten machen wir auch schon Bekanntschaft mit unserem besten Freund, der uns zukünftig via Mobilephone begleitet. Wenig später werden wir anhand eines flotten Comicstrip über die Vorfälle bzw. scheinbaren Umstände aufgeklärt. Seit dem Unglück ist Empire City von der Außenwelt isoliert – diese Quarantäne besteht aufgrund einer Seuche und den kriminellen Elemente (den Reapern), die seit dem Unglück die restlichen Überlebenden terrorisieren.

Empire City ist eine Art Mikrokosmos mit Anleihen aus verschiedenen Endzeitszenarien. Im Chaos stellt Cole jedoch schnell fest, dass er anders als die anderen Menschen ist….wir entdecken immer mehr unsere Superkräfte…

Abenteuer

Wir starten zu Beginn mit noch nicht so vielen Fähigkeiten also eher nur mit begrenzten Elektro-Kräften.

Dank Erfahrungspunkte (XP), die wir als Belohnung nach Abschluss einzelner Missionen erhalten besteht die Möglichkeit vorhandene Kräfte/Moves zu verbessern und/oder hinzuzufügen. Hierdurch entsteht natürlich ein gewisser Reiz möglichst aktiv zu sein und so seinen Helden zu „formen“.

Apropos Sammeln: Neben Haupt- und Nebenquest kann man in der offenen und jederzeit dynamischen Spielwelt weitere Dinge wie z.B. Audiotapes und Scherben sammeln.

So manche Kletterpartie sowie die Wahl zwischen Gut & Böse (inklusive Karma-System) und der daraus resultierenden Konsequenzen erinnern stark an andere Tophits der letzten Monate. Allerdings wird durch die geschickte Umsetzung und einer gesunden Portion Innovation diese Tatsache kaschiert oder sogar besser gemacht! Ich konnte es jedenfalls dem Spiel nicht übel nehmen. Ganz im Gegenteil – von Mission zu Mission hat mich immer mehr der Ehrgeiz gepackt. Ob Ihr dem Weg des Guten oder Schurken folgt muss an der heimischen Konsole entschieden werden. Ich habe mich für den Weg entschieden ein fast Lupenreiner Held zu sein.

Schurken und Helden

Die Steuerung geht ab der ersten Spielminute flott von der Hand und ärgert zu keinem Zeitpunkt oder in doch noch so hitzigen Situation. Selten haben Entwickler artig ihre Hausaufgaben gemacht, wie bei inFamous. Dabei stört es mich auch nicht das wir scheinbar auch Eigenschaften eines Spiderman haben. Cole klettert aber auch an fast jedem erdenklichen Gebäude, Fahnenmast, Ampel, Plakatwand oder Container hoch ohne mit der Wimper zu zucken.

Hinzu kommt das Gleiten über Stromkabel oder Eisenbahnschienen, die mich in einen Geschwindigkeitsrausch versetzen. Flott und ohne große Einbrüche der Framerate flutscht man nur so hinweg. Auch das heutzutage doch so sehr gehasste Tearing (tritt ja bekanntlich immer mehr in den Vordergrund bei Reviews) war ziemlich wenig zu finden. Mensch, noch ein Bonus 😉

Natürlich hat wie jedes Spiel auch inFamous seine Schwächen. Neben einige flache und lieblose Texturen nerven auch in mancher Mission die Horden an Reapern, die wirklich verdammt gute Schützen sein können. Ein Rezept kann gegebenenfalls ein Taktikwechsel sein. So können tatsächlich auch strategische Elemente in inFamous angewandt werden. Außerdem bin ich über die eine oder andere verirrte Kollisionsabfrage gestolpert. Alle diese negative Punkte konnten mir trotzdem den Spielspaß nicht verderben und wenn man dann noch eine gute Anlage daheim stehen hat, kommt Ihr in den Genuss von tollen DTS Sound. Der Subwoofer wird die Explosionen noch derber erscheinen lassen.

Fazit

Sucker Punch Productions hat ganze Arbeit geleistet und ein wunderbares Action-Game entwickelt. Für mich ein Kandidat meiner persönlichen Game-Of-The-Year Liste. Dabei kann ich gar nicht genau beschreiben warum ich so begeistert bin. Ich denke es ist der tolle Mix an Superhelden und Endzeit-Epos. Dazu noch eine funktionierende Technik, die leichte Schwächen schnell vergessen lässt.

Aber – vielleicht ist es auch ein gewisser, anderer Grund: Endlich ein klassisches Single-Player Spiel!

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