Prison Architect

Endlich ist es da – Prison Architect. Gut zugegeben, wenn man die Urlaubszeit mal wegdenkt und ehrlich ist, das Spiel ist nun seit gut einen Monat erhältlich. Warum ich mich so auf den Titel gefreut habe ist eigentlich ganz einfach. Es erinnert mich an die wunderbare Zeit von Theme Hospital! Ich denke dass es vielen von euch bestimmt auch so geht. Pure Nostalgie eben! Trotzdem bin ich etwas kritisch an die Sache rangegangen: Wie umfangreich sind die Möglichkeiten, die Szenarien und vor allem kann es vor dem Bildschirm fesseln? In unserem Test werdet ihr erfahren, wie gut Prison Architect auf Konsole geworden ist.

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Hinter schwedischen Gardinen

Also um ehrlich zu sein fällt es mir natürlich schwer, unvoreingenommen diesen Test zu schreiben. Ich bin ein riesen Fan von Aufbau-Strategietitel auf Konsolen und nach wie vor der Meinung, dass es immer noch viel zu wenig von diesen Spielen gibt! Umso schöner, dass die Herrschaften von Introversion sich die Mühe gemacht haben, Prison Architect für Konsole zu entwickeln. Dabei ist dies freilich kein leichter Akt. Eine angenehme Steuerung zu ermöglichen ist wohl sicherlich die größte Herausforderung. Aber schon damals haben viele andere Entwickler wie Westwood oder gar Bullfrog bewiesen, dass dieses Genre eine Daseinsberechtigung auf Konsolen hat! So viel dazu!

Eines kann man gleich vorweg nehmen. Die Steuerung ist wirklich gelungen. Natürlich bedarf es einer kleinen Übung, aber das sollte man wirklich verschmerzen können. Um was geht es denn in Prison Architect? Eigentlich ganz einfach erklärt: Ihr seid der „Architekt“ der Zellen und müsst in verschiedenen Szenarien ein Gefängnis planen / aufbauen / und die Verantwortung für die Häftlinge übernehmen. Dabei baut ihr nicht nur Zellen, sondern auch Verwaltungsräume, Kantinen, etwas für Unterhaltung und eine Krankenstation. Natürlich gibt es noch viele weitere Räume, die ihr zum Teil auch errichten müsst. Eine entsprechende Wasser- und Stromversorgung müsst ihr natürlich auch einrichten. Ziel des Spiels ist es, dass ihr einerseits natürlich finanziell gut gestärkt seid und andererseits, dass ihr im besten Fall die Häftlinge wieder in eine fähige Gesellschaft unterbringen könnt. Stellt euch das allerdings nicht so einfach vor, denn es können sich Gangs bilden, Brände können verursacht werden und auch so warten jede Menge heimtückische Momente auf eure Karriere.

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Schritt für Schritt

Im Spiel selbst schaltet ihr mit der Zeit und im Laufe der Szenarien immer wieder neue Gegenstände und Möglichkeiten für das Game frei. Ansonsten habt ihr absolute Freiheit was das Bauen betrifft. Ihr könnt die Route einstellen, wie die Wachen patrouillieren sollen, könnt Videokameras installieren aber auch den Inhaftierten Arbeit besorgen.
Der Charme des Spiels liegt ganz klar in der Darstellungsweise. Zum einen haben wir eine sehr witzige Grafik, die wirklich sehr viel Liebe versprüht und auch alte Retro Hasen wie mich sehr anspricht und zum anderen geht man sehr stark auf die Gesellschaftskritik rein. Es werden auch Themen wie Todesstrafe und deren Geschichten dahinter behandelt. So habt ihr durchaus mal Zwischensequenzen, die das Spiel abrunden.
Aus meiner Sicht fällt der Einstieg in das Gefängnisleben und was man dazu alles braucht nicht schwer. Ihr werdet stets Schritt für Schritt geführt und bekommt erklärt, was ihr als nächstes wie bauen müsst. Hier mal ein Besucherzentrum, dann brauchen die Inhaftierten einen Fernseher in ihrer Zelle (damit sie Unterhaltung haben und nicht aggressiv werden) und schwupp hat man den Dreh raus! Die Möglichkeiten im Spiel sind wirklich sehr enorm und es macht wirklich Spaß, stück für stück sein Gefängnis zu erbauen. Ja, man kann es ein bisschen mit Theme Hospital vergleichen (da baute man ein Krankenhaus auf).

Damit euch so schnell nicht langweilig wird, gibt es eine Art Tauschbörse für das Spiel. Mit dem Modus „World of Wardens“ könnt ihr nämlich selbst Szenarien erstellen oder welche von anderen Spielern runterladen und loszocken. Mal brennt ein Gefängnis und ihr müsst es retten und neu aufbauen, bei einem anderen habt ihr es mit ziemlich fiesen Gangs zu tun. Eure Mittel sind eure Wege im Bauen: Sicherheit, Unterhaltung, Verwaltung und noch vieles mehr!

Fazit

Mit Prison Architect gibt es jetzt endlich wieder eine richtig gute Bausimulation für die aktuellen Konsolen! Neueinsteiger, aber auch Nostalgie Fans dürfen sich auf eine gute Portion Unterhaltung freuen. Die Möglichkeiten und die Szenarien sind sehr gut gewählt. Schön ist auch, dass das Spiel einen Schritt für Schritt führt und alles beibringt! Klasse Spiel!

 

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