Review: Ride

Während ich persönlich schimpfe, dass beispielsweise Tennis Spiele auf der aktuellen Konsolengeneration noch reine Mangelware ist, brauchen sich Motorrad Fans nun wirklich nicht zu beschweren. MotoGP, MXGP und jetzt noch Ride, wenig ist das sicherlich nicht. In meinem Test hab ich mich auf mehrere Zweiräder geschwungen und kann euch ein bisschen was vom Spiel erzählen.

Klingt doch alles ganz nett?

Dass Ride ein Motorrad-Rennspiel ist brauch ich wohl nicht näher zu erläutern. Der Umfang des Spiels allerdings kann sich durchaus sehen lassen! Über 100 lizensierte Motorräder sind im Spiel enthalten. Damit sie noch schneller werden, könnt ihr zusätzliche Bauteile anbringen. Umsonst ist das natürlich nicht. Ihr müsst erst einmal entsprechend Credits aufweisen, damit ihr neue Dinge erwerben könnt. Und wie werdet ihr die wohl bekommen? Richtig, in dem ihr fleißig seid und beispielsweise gute Platzierungen in der Welttournee erreicht oder generell in anderen Modi viel spielt. So könnt ihr nach und nach euren Fuhrpark ordentlich aufwerten!

Zu Beginn des Spiels müsst ihr erst einmal einen Fahrer erstellen. Geschlecht, Kopf, Frisur und Haarfarbe könnt ihr dabei selbst wählen. Natürlich wird auch der Name und die Nationalität verlangt und dann sucht ihr euch eines von drei coolen Bikes aus. Die Credits reichen am Anfang für nichts aus. Um also überhaupt was zu ergattern müsst ihr ohnehin loslegen.
Alleine kämpft ihr gegen 15 KI-Fahrer während es im Multiplayer Modus insgesamt zwölf sind. Unterschiedliche Kameraperspektiven dürft ihr natürlich während des Spiels auswählen. Da sollte für jedem Geschmack etwas dabei sein! Wer noch nicht so fit ist und Motorrad Rennspiele eher selten gespielt hat, kann auch diverse Fahrhilfen einstellen, die einem helfen sicher und gut ins Ziel zu kommen. Das beste Fahrgefühl allerdings habt ihr im Simulationsmodus, allerdings solltet ihr bis dahin auch gut geübt haben!

Nun zum eigentlichen…

Im Grunde hört sich ja alles nach einem guten Motorrad Rennspiel an. Credits sammeln zum Motivieren, viele verschiedene Perspektiven und ein sehr guter Umfang. Allerdings kämpft das Spiel auch mit so manchen Mankos. Technische Probleme wie extremes Kantenflimmern sind dabei eher noch die kleinen Übeltäter. Die Zuschauer am Rand wirken extrem unrealistisch, das muss bei den heutigen Hardware Möglichkeiten eigentlich auch nicht mehr sein! Das Schadensmodell von Ride ist auch alles andere als realistisch! Unverständlich ist übrigens auch, warum die Rückspiegel nie in einem Spiel passen. Das war bei GTA schon so, bei Ride ist es genauso. Wenn ihr also die Sicht auf Ego Perspektive wechselt, dann ist der Rückspiegel nur Pixelbrei. Schade!
JE nachdem wie ihr die KI einstellt, dementsprechend perfekt fahren die. Muss man das als Manko bezeichnen. Naja die Gegenfrage wäre eigentlich müssen die so perfekt an der Ideallinie entlang fahren? Bei einem Zweikampf zieht man dann leider immer den Kürzeren. Zum Abschluss stören noch die extrem langen Ladezeiten, die auch das Spiel ein bisschen trüben.

Fazit

Ride: Extrem großer Umfang mit sehr vielen lizensierten Bikes und die Motivation Credits zu Sammeln lassen das Herz höher schlagen. Allerdings überwiegt die Frustration durch die enorm hohen Ladezeiten und den technischen Mankos sehr! Ride ist sicherlich kein Hit geworden vielleicht ist es aber für harte Motorrad Fans. Schade eigentlich weil aus dem Hause Milestone sind wir besseres gewöhnt. Wir warten lieber auf das neue MotoGP!

 

 

Schreibe einen Kommentar