Skylancer – Battle for Horizon / Review

„Skylancer – Battle for Horizon“ ist das neueste Spiel auf der Alaplaya-Gaming-Plattform von ProSiebenSat1 Digital. Bei „Skylancer – Battle for Horizon“ handelt es sich um ein browserbasiertes F2P-Spiel, welches eine Mischung aus RPG, Simulation und Aufbaustrategie bieten soll. Ich habe mir den Titel nun einige Tage angesehen und in den folgenden Zeilen erfahrt ihr, was er zu bieten hat.

Zu Beginn hat man erst einmal die Qual der Wahl, denn man muss sich entscheiden, für welche der drei möglichen Fraktionen man spielen möchte. Hier besteht die Auswahl aus dem Imperium, der Allianz und den Renegaten. Zwar weichen die Beschreibungen der einzelnen Fraktionen voneinander ab, spielerisch gibt es hier jedoch keinerlei Unterschiede. Alle Fraktionen haben die gleichen Gebäude, alle die gleichen Einheiten usw.

Demnach liegt es nur im Auge des Betrachters, welche der Fraktionen er im Spiel „verkörpern“ möchte. Mit ein wenig Glück bietet eine der Fraktionen einen Bonus an, welcher durch eine Schatzkiste symbolisiert wird. Wem also egal ist, welche Grundgeschichte er unterstützt, wählt demnach die Fraktion, die sich durch den Bonus am meisten rentiert…

Hat man diese Wahl nun getroffen, wird man durch ein sehr umfangreiches Tutorial an die Spielmechanik herangeführt. Das Tutorial gibt hier keinen Grund zum Meckern, denn wirklich alle Feinheiten bekommt man spielerisch erklärt.

Ob es nun darum geht, wie man kämpft, wie man an ein neues, fliegendes Schiff kommt, wie man seine (ebenfalls fliegende) Insel bebaut usw., nach dem Tutorial bleiben keine Fragen offen. Natürlich sollte man sich dann auch die Textinformationen durchlesen, in denen Aufgabenstellungen und Hinweise untergebracht sind. Eine Sprachausgabe gibt es in „Skylancer – Battle for Horizon“ nämlich nicht, wobei dies für ein Browsergame auch sehr ungewöhnlich wäre.

Leider jedoch komme ich hier schon mit zum derzeit größten Manko des Spiels. Denn es gibt nicht nur keine Sprachausgabe, es gibt derzeit leider gar keine Vertonung. Sprich: Keine Hintergrundmusik, keine Spielgeräusche, einfach nichts. Das sorgt natürlich dafür, dass die Atmosphäre ein wenig in den Keller geht. Allerdings soll die Vertonung in einem zukünftigen Patch nachgereicht werden.

Der Spieler herrscht über eine fliegende Insel. Diese muss mit der Zeit bebaut werden, um im Spiel voran zu kommen. Hier hat man die Möglichkeit, z.B. Holzfällerlager zu bauen, Steinbrüche zu platzieren oder mit Farmen für das leibliche Wohl seiner Arbeiter zu sorgen. Diese möchten auch irgendwo leben, daher müssen auch genügend Unterkünfte gebaut werden. Auf der Insel sind hierfür diverse Gebiete vorgegeben, auf denen die unterschiedlichen Gebäude platziert werden dürfen. Einige dieser Gebiete sind recht groß, hier werden schon recht bald Gebäude errichtet, in denen man kämpfende Einheiten ausbilden kann und sollte.

Die Gebäude haben allesamt zahlreiche Ausbaustufen, welche natürlich nicht kostenlos sind. In „Skylancer – Battle for Horizon“ gibt es hierbei viele Materialien, die zum Bauen und Kaufen benötigt werden. Diese kann man entweder erbeuten, oder aber im inGame-Shop kaufen. Der Shop bietet hierbei keine Items, die einen stark bevorteilen, wenn man sie einsetzt, jedoch kann man mit Baumaterial etc. natürlich eine Menge an Zeit einsparen. Das hierfür echtes Geld eingesetzt werden muss, brauche ich wohl nicht zu erklären, dies ist in allen F2P-Spielen das gleiche Prinzip.

In erster Linie benötigt man zum Kaufen natürlich Gold. Dieses kann man von z.B. erbeuten, oder aber bekommt es, wenn man Aufgaben löst. Weiterhin gibt es Stein, Holz und Essen. Diese drei Dinge sind neben dem Gold die wichtigsten Ressourcen, die in „Skylancer – Battle for Horizon“ benötigt werden. Manchmal werden zum Bau oder zur Aufwertung eines Gebäudes jedoch auch noch spezielle Materialien benötigt. Diese können – wie erwähnt – im Shop gekauft, oder aber in Kämpfen erbeutet werden.

Und diese Kämpfe sind dann auch der zweite Bestandteil von „Skylancer – Battle for Horizon“.

Gekämpft wird gegen NPCs aber auch gegen Mitspieler. Die Kämpfe laufen hierbei rundenbasiert ab und man sieht schon vor dem Kampf eine Einschätzung, wie schwer der Gegner ist. Es kann aber passieren, dass man auch mal gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner verliert, im Gegenzug aber auch gegen einen stärkeren gewinnen kann. Anhand eines Tachometers wird in der Einschätzung gezeigt, wie schwer der Kampf wird. Hierbei ist der grüne Bereich ein recht sicherer Sieg, gelbe Gegner sind schwerer usw., also quasi das übliche Prinzip, welches man aus MMOs kennt.

 

Um an Gegner zu gelangen, muss ich jedoch erst einmal die eigentliche Optik des Spiels ein wenig beschreiben. Man besitzt, wie ja bereits erwähnt, eine fliegende Insel. Diese kann man steuern und dadurch über die runde Welt fliegen. Dies geschieht, indem man die Insel einfach per Mausklick nach links oder rechts schweben lässt. Auf diese Weise kann man quasi die gesamte Spielwelt umfliegen. Ebenfalls in der Luft unterwegs sind Piraten, schwebende Steinblöcke und eine Art Rochen, die jedoch in der Welt von Horizon (so der Name der Spielwelt) nicht im Wasser leben, sondern ebenfalls durch die Luft schweben.

Nicht alles fliegt auf Horizon, denn es gibt feste Landmassen und Kontinente. Diese Kontinente sind im Besitz der verschiedenen Fraktionen, zudem gibt es kleine Inseln und die Inseln, auf denen die Reise zum Mond gefördert wird. Darum nämlich geht es im Spiel, als erste Fraktion die Reise zum Mond zu ermöglichen.

Die erwähnten Piraten, Steinformationen und Rochen sind dann übrigens auch gleich die NPC-Gegner, gegen die man antreten kann und die wichtige Rohstoffe liefern. Piraten geben Holz, Steinformationen natürlich Steine und die Rochen geben Nahrung. Kämpft man gegen sie und gewinnt, bekommt man neben Gold mit ein wenig Glück noch andere Items, die im weiteren Spielverlauf benötigt werden. So können beispielsweise Materialien erbeutet werden, die man zum Bau oder zur Aufwertung von Gebäuden benötigt. Die Kämpfe laufen hierbei quasi von selbst ab. Am oberen Bildschirmrand gibt es eine Moralanzeige, sinkt diese beim Gegner auf Null, hat man gewonnen. Sinkt die eigene auf Null, ist natürlich das Gegenteil der Fall.

Die Leiste sinkt immer dann, wenn eine Einheit besiegt wurde. Bevor eine Einheit in den Kampf geschickt wird, wird noch aus einer von drei Schicksalsmünzen ein Bonus ermittelt. Hier ist es Zufall, welchen man zugesprochen bekommt. So kann es sein, dass die Lebensenergie steigt, die Rüstung verbessert wird oder aber dem Gegner bei Verlust mehr Moralpunkte abgezogen werden.

Welche Einheiten in einen Kampf eingreifen, bestimmt man außerhalb der Kämpfe. Hier kann man sein Schiff mit den vorhandenen Einheiten besetzen und diese zudem mit einem Item ausrüsten. Diese Items kann man erbeuten oder aber im Shop kaufen. Durch Items wird z.B. der Angriffs- oder der Verteidigungswert verbessert. Welche Einheiten man zur Verfügung hat, liegt daran, welche Gebäude man auf seiner Insel platziert hat. Für Einheiten gibt es drei verschiedene Gebäude, in denen man z.B. „normale Krieger“, „Untote“ oder z.B. „Kampfschweine“ ausbilden kann. Wie geschrieben, können diese Gebäude aufgewertet werden, dadurch nimmt man auch direkt Änderungen an den Einheiten vor. Werden diese nämlich besser ausgebildet, haben sie auch mehr Lebenspunkte, richten mehr Schaden an usw.

Auch das eigene Schiff hat einen direkten Einfluss auf das Kampfgeschehen. Zu Beginn hat man natürlich nur ein sehr einfaches Schiff, bekommt aber recht bald schon ein neues. Dieses Schiff hat Auswirkung auf den Moralwert, denn je besser das Schiff, umso höher die Moral. Und ist diese hoch, hat man natürlich eine größere Chance, als Sieger aus den Kämpfen hervorzugehen. Schiffe bekommt man z.B. als Belohnung für das Lösen von Quests, oder aber man erbeutet Baupläne, um sie herzustellen. Dass auch hier wieder einiges an Baumaterial verwendet werden muss, dürfte klar sein.

Ebenfalls am Schiff liegt es, wieviele verschiedene Einheitentypen íhr an Bord nehmen könnt. Je besser das Schiff, umso mehr Plätze für Einheiten werden geboten usw..

Ein ganz wichtiger Faktor in „Skylancer – Battle for Horizon“ ist die Energieleiste. Für bestimmte Aktionen wird nämlich Energie verbraucht. Ist die Leiste leer, müsst ihr entweder warten, bis sich diese wieder aufgefüllt hat, oder aber ihr sorgt selbst dafür, dass dies geschieht. Ab und an erbeutet man Energiekristalle oder -tränke, die die Leiste komplett oder aber nur teilweise wieder auffüllen. Auch ein Level Up sorgt dafür, dass die Leiste wieder gefüllt wird. Wer keine Items mehr zur Verfügung hat, um die Leiste aufzufüllen, kann diese – wie nicht anders zu erwarten – auch im Shop kaufen. Hier hat man durch den Shop natürlich einen ganz klaren Vorteil, aber eben nur, wenn man gewillt ist, Geld zu investieren. Da man im Spiel wesentlich schneller voran kommt, wenn man nicht auf neue Energie warten muss, wird man seinen Charakter aber auch schneller auf ein höheres Level bringen und demnach anderen Spielern überlegen sein.

 

Da „Skylancer – Battle for Horizon“ nicht nur aus Kämpfen und dem Inselbau besteht, können Quests angenommen werden. Seit wenigen Tagen kann man auch an speziellen Expeditionen teilnehmen, die recht unterhaltsam sind. Die vielen kleinen Geschichten sorgen hier dafür, dass man im Spiel recht gut unterhalten wird. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Textkästen gut durchzulesen, denn ansonsten verpasst man viel von den Geschichten, welche allesamt recht unterhaltsam sind.

Wichtig hierbei ist, dass man nicht einfach so an einer Expedition teilnehmen kann. Diesen Zugang muss man sich nämlich erst einmal verdienen und zwar, indem man mit den anderen Spielern der eigenen Fraktion einen gegnerischen Kontinent einnimmt, zumindest soweit, dass man auf diesem Expeditionen starten kann.

Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt also ganz klar auf dem PvP, auch wenn es nur indirektes PvP ist. Die Kämpfe laufen so ab, wie es auch bei NPCs der Fall ist. Klickt man einen Kontinent an, bekommt man immer eine Auswahl an gegnerischen Spielern angeboten, gegen die man kämpfen darf. Ebenfalls wie bei den NPCs bekommt man zuvor eine Angabe, wie schwer der jeweilige Gegner zu besiegen sein wird, bzw. ob man überhaupt eine Chance gegen ihn hat. Ziel ist es, mit anderen Spielern der eigenen Fraktion die gegnerischen Kontinente einzunehmen, um dadurch die Forschung der Mondreise voranzutreiben. Was jedoch passiert, wenn eine Fraktion diese Reise antritt, kann ich nicht sagen. Wie gesagt, ermöglicht die Einnahme aber auch den Zugang zu den Expeditionen, in denen man sich dann einiges an Belohnungen erspielen kann.

 

Die Kämpfe gegen andere Spieler laufen zwar ebenso rundenbasiert ab, wie die Kämpfe gegen NPCs, dafür sind die menschlichen Gegner wesentlich stärker. Zudem kommt hier die Logik zum Vorschein, wieso die Fraktionen keine unterschiedlichen Gebäude oder Einheiten besitzen, denn so ist gewährt, dass jede Fraktion die gleiche Chance hat, wie die anderen. Es kommt demnach eher darauf an, wie gut die anderen Spieler ihre Inseln ausbauen, wie weit deren Einheiten gefördert und ausgerüstet wurden usw.

 

Optisch bietet „Skylancer – Battle for Horizon“ eine Grafik im Comicstyle. Diese ist jedoch sehr nett anzusehen und wirkt durch die diversen NPCs auch recht lebendig. Der Spielablauf wiederholt sich zwar mit der Zeit, aber durch die neuen Expeditionen kam viel Abwechslung ins Spiel. Die vielen kleinen und großen Geschichten sorgen dafür, dass man auch auf lange Sicht in „Skylancer – Battle for Horizon“ gut unterhalten wird.

Wie gesagt, derzeit ist keinerlei Sound im Spiel, was den Spielspaß ein wenig trübt. Da dieser aber noch kommen wird, wird auch dieses Manko bald ausgemerzt.

Die Steuerung ist sehr simpel, mit der Maus hat man alles gut im Griff und die Menüs sind gut strukturiert.

 

Fazit:

„Skylancer – Battle for Horizon“ kann lange unterhalten, wenn man sich auf das Spiel einlässt. Wer keine actionreichen Kämpfe erwartet, in denen er möglichst viel selbst „erledigen“ kann, wird mit dem etwas trockenen Kampfsystem kein Problem haben. Der Shop kann genutzt werden, muss es aber nicht. Man sollte sich dann halt damit abfinden, dass man ab und an ohne Energie da steht und warten muss, bis diese sich wieder aufgeladen hat. So ist es aber möglich, täglich eine gewisse Spielzeit einzuräumen und einfach dann aufzuhören, wenn die Energieleiste leer ist. Diese lädt sich nämlich auch dann auf, wenn man selbst nicht im Spiel ist.

Ansonsten konnte mich der Titel in meinen Testtagen recht gut unterhalten und gerade die Expeditionen haben dafür gesorgt, dass der Spielspaß nicht zu kurz kam. Für ein browserbasiertes Spiel, welches zudem kostenlos spielbar ist, ist „Skylancer – Battle for Horizon“ ein sehr ordentlicher Titel.

Und wenn ihr einmal selbst einen Ausflug nach Horizon unternehmen und eine schwebende Insel euer Eigen nennen wollt, dann folgt doch einfach diesem Link:
Skylancer

Schreibe einen Kommentar