Sonic Boom: Feuer und Eis

Seit längerem schon stand es um den blauen Igel aus dem Hause Sega nicht besonders gut! Die meisten Spiele waren leider qualitativ nicht überzeugend genug und dementsprechend enttäuscht waren die Fans.
Seit wenigen Wochen ist Sonic Boom Feuer und Eis für den Nintendo 3DS erhältlich. Ein bisschen Skeptisch waren wir natürlich, aber die Neugier stimmte uns trotzdem vorab positiv auf das Abenteuer. Ob dieser Sonic Titel auch wieder schlecht ausfällt oder nicht, lest ihr in unserem Test.

Neuer Anlauf

Während der Vorgänger mit dem Namen Sonic Boom: Der zerbrochene Kristall wirklich wenig Anklang gefunden hat war klar, dass der neue Ableger überzeugen muss. Zu Groß ist die Gefahr, dass der blaue Igel und vor allem auch Sega und Nintendo einen Imageschaden abbekommen. Denn irgendwann verlieren auch wir Gamer die Geduld und lassen die Spiele komplett links liegen, weil man immer wieder von einer Gefahr ausgehen muss.
Der erste Moment allerdings mit Feuer und Eis war durchwegs positiv. Vor allem die extrem lästige Steuerung des Vorgängers scheint der Vergangenheit anzugehören. Große Zwischensequenzen darf man bei diesem Titel aber nicht erwarten. Stattdessen geht alles in langweiligen Gesprächen zwischen den Protagonisten unter. Doch um was geht es überhaupt?

Dr. Eggman hat von einem gefährlichen, neuen Element Wind bekommen. Ganz klar, dass der Dauerschurke es nicht schaffen darf, dieses zu ergattern. Logischerweise macht ihr euch auf in den Kampf und versucht das Böse aufzuhalten.
Mittels Knopfdruck wechselt ihr zwischen Sonic und Tales umher. Jeder Charakter hat natürlich seine eigenen speziellen Fähigkeiten: So kann Sonic schwungvoll in die Höhe katapultiert werden und Tales überquert größere Abgründe mit Hilfe seines Schwanzes. Doch langsam liebe Leser – das sind noch nicht alle Helden. Auch die anderen Crew Mitglieder aus dem Universum sind mit am Start und wurden sinnvoll in das Spiel miteinbezogen. Mal benötigt ihr Amys Hammer um bestimmte Säulen in Bewegung zu bringen, während man Schalter mit Hilfe von Sticks Bumerang aktivieren muss.
Das Besondere an diesem Sonic Boom Titel ist natürlich die Integration von Feuer und Eis. Wenn ihr beispielsweise einen Fluss mit gefährlichen Stacheln überqueren müsst, dann solltet ihr diesen Einfrieren. Genauso ist es auch mit Feuer. Wo Hindernisse sind, können diese meist mit den Elementen gefahrlos verbannt werden. Durch einen einfachen Knopfdruck könnt ihr zwischen Feuer und Eis wechseln. So bannt ihr euch also den Weg durch diverse Level. Natürlich wird Sonic typisch wieder schnell geflitzt, viel gesprungen und ihr müsst natürlich den an oder anderen Abgrund überqueren können. Zwar kommt das Ganze nach wie vor nicht an die vergangen Sonic Titel der ersten Stunde ran, aber für zwischendurch motivieren die Level ungemein. Vor allem wer etwas flinker Unterwegs ist, der wird auch entsprechend Flott durch die einzelnen Karten durchkommen.

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Technik

Der 3D Effekt ist auf der einen Seite wirklich sehr gut gelungen! Diverse Pflanzen stechen in manchen Level stark hervor und auch die Protagonisten „kommen“ ein bisschen aus dem Gerät, wenn ihr eine Mission beendet habt. Allerdings hat das Ganze auch einen harken: Wer mit 3D spielt, der setzt die Bildrate spürbar runter. Heißt wer dann mit dem blauen Igel richtig flitzt, dem könnten irgendwann die Augen schmerzen. Es halbieren sich gefühlt die Bilder pro Sekunde.
Der Umfang geht okay und auch die Abwechslung ist mit manchen Minispielen positiv aufgelockert. Schade ist nur, dass die Entwickler nicht wirklich kreativ waren was Bosskämpfe angeht. Die sind nicht nur sehr anspruchslos, sondern auch komplett unspektakulär präsentiert.

Fazit

Sonic Boom: Feuer und Eis ist definitiv besser wie der Vorgänger. Das liegt nicht nur an dem Einbau der Elementen Feuer und Eis, die sinnvoll ins Gameplay gepresst wurden, sondern auch an dem fröhlichen Leveldesign und der guten Steuerung. Schade ist nur, dass man sich bei den Bossen überhaupt keine Mühe gegeben hat. Das war eigentlich bei Sonic immer ganz nett! Unterm Strich ein sehr solides Abenteuer mit kleineren Schwächen!

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