Galactic Battlegrounds

Galactic Battlegrounds | Release 2001

Nach verschiedenen Versuchen wie SW:Rebellion und Force Commander Lucas Arts ein erfolgreiches Star Wars-Strategiespiel auf die Beine zu stellen, haben sie nun auf ein bewährtes Konzept aufgebaut. Das Spiel basiert auf der Engine des erfolgreichen Echtzeitstrategiespiels von Ensemble Studios Age of Empires 2 [AoE2]. Es kam schon in der frühen Entwicklungsphase des Spiels Kritik auf, warum denn eine so technisch veraltete Engine verwendet wird. Weiter stellte sich die Frage, was sich für den Spieler lohnt, sich das Spiel zu kaufen, da man sich gefragt hat, ob sich gegenüber AoE2 genügend geändert hat und es nicht ein ähnliches Spiel, nur im Star Wars-Universum, werden wird. Darauf läßt sich antworten, dass SW:GB auf einer Engine aufbaut, die eines der erfolgreichsten Strategiespiele hervorgebracht hat. Warum also sollte sich dieser Erfolg nicht wiederholen lassen? In der Regel war es beinahe immer so, dass Spiele mit einer neuartigen, besseren Grafik nicht erste Klasse wurden, da das Augenmerk auf die Grafik zu viele Ressourcen des Entwicklers verschlungen hat. Bei Galactic Battlegrounds hatte Lucas Arts genügend Zeit und Kapazitäten ein hervorragendes Spiel zu erschaffen, das vom Gameplay her überzeugen wird. Darüber hinaus hat Lucas Arts die Engine so weiterentwickelt, dass sogar Lufteinheiten existieren und eine wichtige Spielkomponente bilden werden. Weiterhin wird eine Zivilisation in der Lage sein, Unterwassereinheiten zu bilden.

Im Spiel wird es 6 verschiedene Zivilisationen geben, darunter:

Galaktisches Imperium
Rebellenallianz
Wookiees
Handelsföderation
Naboo
Gungans

Darüber hinaus muss man die Epochen der jeweiligen Zivilisation berücksichtigen. Das Imperium und die Gungans existierten nie zur gleichen Zeit und können somit theorethisch nicht gegeneinander kämpfen. Dies ist auch im Einzelspielermodus nicht möglich, doch wurde diese Komponente im Mehrspieler hinzugefügt. Auch wenn es den Realismus nicht gerade fördert, die Gungans gegen das Imperium kämpfen zu lassen, so bietet es im Mehrspielermodus eine interessante Alternative. Lucas Arts hat darüber nachgedacht, nur epochal gleichzeitg existierende Zivilisationen gegeneinander kämpfen zu lassen, doch bietet es dem Spiel strategisch neue Möglichkeiten, zusätzliche Vielfalt hinzuzufügen. Hätte sich der eine Spieler zum Beispiel auf die Rebellenallianz spezialisiert und ein anderer Spieler auf die Handelsföderation, so wäre es beiden gegenüber unfair, sie nicht gegeneinander kämpfen zu lassen.

Das Spiel wird sechs Kampagnen beinhalten, wobei die erste nur eine Trainingseinheit beinhalten wird. Die Kampagnen werden sehr realistisch gestaltet sein und den Filmen, wenn möglich, sehr detailgetrau nachempfunden sein. So wird man in den Kampagnen die Rebellion der Wookiees gegen das Imperium erleben, man wird sich mit Leia Organa durch Sturmtrupplerarmeen kämpfen und 3000 Jahre vor Episode I die Gungans zum Sieg führen. Doch auch das Imperium wird nicht zu kurz kommen, so kämpft man zum Beispiel mit Darth Vader auf Yavin IV und schlägt Rebellen nieder. In der Kampagne der Handelsföderation wird man im Spiel bis zu 800 Droiden befehlen können. Dies ist allerdings nur ein Einzelfall, da es normalerweise eine Partei nicht mehr als 200 Einheiten beszitzen darf.

Um die Vielfalt des Spiels zu garantieren wurden über 300 verschiedene Einheiten ins Spiel integriert. Darunter werden Einheiten wie Jedis, Kopfgeldjäger, X-Flügler und At-AT’S sein. Es gibt verschiedene Kategorien für die Einheiten, so dass es in allen Zivilisationen vergleichbare Einheiten geben wird, die die gleichen Werte wie Schaden, Panzerung und Reichweite haben werden. Natürlich wird das variieren, da X-Flügler Energieschilde besitzen und die Rebellen somit eine Luftüberlegenheit gegenüber den anderen Zivilisationen wie zum Beispiel gegenüber dem Imperium und ihren TIE’s haben werden. Die Wookiees haben zum Beispiel die stärksten Fußtruppen und reißen somit die Sturmtruppler sprichwörtlich in Stücke. Die Gungans sind im Gegensatz dazu die einzige Partei, die Unterwassereinheiten bauen kann.
Darüberhinaus wird jede Zivilisation eine ihr eigene Spezialeinheit haben, darunter werden die Gungans eine Fambaa Schildgenerator besitzen, der die eigenen Einheiten vor feindlichem Beschuss in einem gewissen Radius schützt. Die Wookiees haben den Berserker, der sich per Technologieupdate dank eines Flugpacks auf feindliche Einheiten stürzen kann. Die Rebellen werden Snowspeeder produzieren können, die wie auf Hoth die AT-AT’s per Kabel einfach einkeilen und damit zum Stürzen bringen können.
Wie in AoE2 wird ein Spielgewinn nicht nur durch Militärsieg zu entscheiden sein, sondern auch durch Diplomatie und Wirtschaft. Nervige Rushes zu Beginn eines Spiels werden wie in Age of Empires 2 nur sehr schwer möglich sein, da die Startgebäude enorme Verteidigungsfunktionen besitzen werden. Jeder Zivilisation wird es möglich sein in vier verschiedene, aufeinanderfolgende Technologielevel aufzusteigen, um neue Technologien und Einheiten erstellen zu können.

Ein ganz besonderes Feature wird der Szenarioeditor sein. Eigene Star Wars-Szenarien zu kreieren, sollte eigentlich jeden Star Wars-Fan das Herz höher schlagen lassen. Lucas Arts hat ein Augenmerk darauf gehabt eigene Editoreinheiten zu erstellen. So werden dort hunderte verschiedener Helden zu Verfügung stehen wie zum Beispiel Luke Skywalker, Mara Jade, Darth Vader, und viele, viele mehr mit ihren speziellen Fähigkeiten. Es gibt auch spezielle Editor-Einheiten wie A-Flügler und die legendären TIE-Defenders.

In Galactic Battlegrounds gibt es viele verschiedene Terraintypen. Das beginnt bei Erdwelten wie Naboo, Waldwelten wie Kashyyyk, dem Heimatplanet der Wookiees, Eiswelten wie Hoth, Wüstenlandschaften wie Tatooine, Wolkenwelten inklusive Cloud Cars als Editoreinheit und Asteroidenwelten im Weltraum. Gewisse Bereiche der Karten werden als Wolkengebiet oder als Weltraum deklariert und können nur von Lufteinheiten überquert werden.
Auf diesen Terraintypen wird es möglich sein ein Mehrspielerspiel gegen die KI oder gegen menschliche Mitspieler im Netzwerk oder Internet zu spielen. Das Spiel erlaubt einem auch, Zufallskarten mit verschiedenen Terrains zu erschaffen. Weiterhin wird es nicht nur Deathmatch als Spielmodus geben, sondern auch verschiedene andere vergleichbar mit AoE2, die aber noch nicht bekannt sind.

Danke an Phoenics von http://galactic-battlegrounds.gomp.net

Phoenics sagt: ‘Trotz der nur mittelmäßigen Grafik wird Lucas Arts aller Voraussicht nach ein spannendes und faszinierendes 2D-Echtzeitstragiespiel entwickeln. Wenn Lucas Arts auch die Spielbalance gelingt, erwartet uns diesen Winter endlich mal wieder ein sehr schönes, qualitativ hochwertiges Star Wars-Game.’

Darth Sonic sagt: ‘Schlechte Grafik, mittelmäßiger Sound, keine Bedienkomfort! LucasArts bleibt seiner Linie treu und produziert wiedermal ein grottenschlechtes Star Wars Spiel!’

Autor Darth Sonic | http://www.darth-sonic.de

 

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