Jedi Arena

Jedi Arena | Release 1983

Erinnert Ihr Euch an die Szene in der Obi-Wan Luke’s Training
auf dem Millenium Falken beginnt? Da ist diese kleine Kugel, die kleine Plasma-/Laser-Strahlen
auf Luke schiesst. Genau aus dieser Szene resultierte dieses Spiel. Man musste
eben diese Strahlen abwehren und abschiessen!

Für das Spiel wird der sogenannte Paddle Controller benötigt,
was im Prinzip ein Drehregler mit einem Feuerknopf ist. Damit steuert man sein
Lichtschwert, per Knopfdruck veranlasst man die Kugel bzw. den Sucher (so wird
das Ding in der Spielanleitung genannt) zu feuern.

Sieht man sich die Screenshots an wird man nicht schlau aus
dem Spiel, es sieht sehr statisch aus und man kann sich schwer vorstellen um
was es überhaupt geht.

Man selbst bewegt sich nicht, nur der Sucher bewegt sich zufällig
von links nach rechts und auch ein wenig nach oben und unten. Das taktische
Element ist das die Schußrichtung der Kugel der Richtung des eigenen Lichtsschwerts
entspricht. Wenn also ich der untere Spieler bin, und der Sucher links von mir
ist, dann richte ich mein Laserschwert nach links um gegnerischen Angriffe abwehren
zu können. Wenn ich in dieser Position den Feuerknopf betätige geht
der Strahl des Suchers ebenfalls nach links und trifft nichts. Damit der Schuß
den Gegner in der Mitte des oberen Bildschirmrandes trifft muß ich den
Drehregeler nach rechts drehen, allerdings ist dann mein eigenens Lichtschwert
nicht in der Nähe des Suchers, und ich bin angreifbar. Das ist das Grundprinzip,
man lauert darauf das der Gegner angreift, wehrt ab, und startet sofort einen
Gegenangriff. Oder man versucht den Gegner zu überrumpeln.

Durch die eigenständigen Bewegungen des Suchers entsteht
dann doch noch ein recht dynamisches Spiel, besonders wenn nach einiger Spielzeit
der Sucher “wild” wird – er fliegt schnell hin und her und feuert
von alleine um sich, eine nette Abwechslung wenn die Spieler nur sich gegenseitig
auflauern.

Jeder Spieler hat ein Schutzschild um sich das an allen Stellen
3 oder 4 Treffer aushält, je nach Einstellung des Schwierigkeitsgrades
an der Atari Konsole. Für die Leute die diese Konsole nie gesehen haben:
es gibt 2 Schalter, für jeden Spieler einen, da kann man den Schwierigkeitsgrad
wählen. (Ursprünglich war es für die Schlägergröße
bei dem Spiel Pong: schwierig=kleiner Schläger, einfach=großer Schläger.)

Nachdem man das Schutzschild durchlöchert und den Gegner
getroffen hat bekommt man einen Punkt und wechselt man die Seiten. Wer als erster
drei Punkte macht hat gewonnen und man bekommt als Belohnung die Star Wars Melodie
vorgespielt.

Das Spiel kann man alleine und zu zweit spielen, und es gibt
jeweils vier 1- und 2-Spielermodi:
langsamer Sucher
mittelschneller Sucher
schneller Sucher
unsichtbarer Sucher (mittelschnell), die Herausforderung für echte Jedis!

Mit der Select Taste wechselt man durch die Spielmodi und mit
der Reset Taste startet man das Spiel. Das ist die Standard Vorgehensweise bei
Atari 2600 Spielen, aber für die Emulator Benutzer die noch nie ein Atari
2600 gesehen habe ist das eine wichtige Info! Ebenfalls wichtig: die Paddles
sind bei diesem Spiel vertauscht – d. h. der Spieler 1 hat das zweite Paddle
und Spieler 2 hat das erste Paddle. Darauf muß man bei der Konfiguration
des Emulators achten.

Und eine Info für die Sammler: von der Verpackung gibt
es zwei Varianten, eine normale rechteckige und eine Packung wo die obere linke
Ecke abgeschrägt ist.

Schönes Spiel wenn man es zu zweit spielt, da kann man
Stunden davor verbringen. Gegen den Computergegner ist es nicht so interessant,
nach ein, zwei Matches hat man schon alles gesehen. Allerdings kommt der Kultfaktor
hinzu: dieses Spiel ist keine Spielhallenumsetzung, es gibt dieses Spiel nur
fürs Atari 2600. Wer das
System noch in echt hat, sollte sich als echter Star Wars Fan das Spiel auf
jeden Fall gönnen (wird recht häufig bei Ebay verkauft), alle anderen
können es auf einem Emulator selbst antesten, allerdings kommt das richtige
Feeling nur mit dem original Paddle Controller auf. Am Emulator muß hier
die Maus oder ein analoger Joystick herhalten.

Die Grafik ist in der heutigen Zeit nur noch als grottenschlecht
zu bezeichnen, auch für damalige Zeiten war es nichts spektakuläres,
so ganz ohne Scrolling. Die Soundeffekte sind ebenfalls minimalistisch, aber
passen gut zum Spiel, am Anfang und am Ende kommt immer die Star Wars Melodie
die ganz gut getroffen ist. Besonders cool: das Geräusch wenn der Sucher
“wild” wird. Die Steuerung mit den Paddles ist einfach klasse. Die
Bewertung unten bezieht sich auf das Atari 2600 und was auf diesem System technisch
machbar ist, also bitte die Werte nicht mit aktuellen PC Spielen vergleichen.

Autor Darth Sonic | http://www.darth-sonic.de

 

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