Review Dead Rising 2

Es gab da vor wenigen Jahren einmal ein Spiel für die Xbox 360, das hatte mich und andere Spieler in Bezug auf die mit voller Absicht überzogene Gewalt, bunter Grafik und verschiedenen Enden in den Bann gezogen. Als nun vor einiger Zeit der Nachfolger angekündigt und immer wieder neue Screenshots veröffentlicht wurden konnte ich meine Vorfreude nur gering im Zaum halten.

Aber was, wenn die Erwartungen zu hoch waren? Wir haben uns deshalb die Playstation 3 Version genau angeschaut.

Intro

Wir spielen Chuck einen coolen Typen, der Protagonist einer krassen Show ist, die sich Terror is Reality schimpft. In der dieser Show geht es um nichts anderes als Zombie abzuschlachten – eine Art modernes Gladiatorentum. Doch ist Chuck auch ein liebevoller Vater, der sich alleine um seine kleine Tochter kümmern muss. Denn Chucks Frau kam im Rahmen der vergangen großen Zombieflut ums Leben.

Wie es auch anders nicht kommen kann tritt der Super Gau ein und die Zombies beginnen das paradiesische Fortune City zu übernehmen. Es gibt kein Entkommen. Das Militär benötigt noch Tage zur Befreiung und wir sitzen mit anderen Menschen fest. Doch einfach im Safety Room verbleiben geht auch nicht – Chucks Tochter benötigt alle 24 Stunden ihre Dosis Zombrex, ein Mittel zur Unterdrückung des Virus,  das wir in dem unwahrscheinlich großen Areal finden und manchmal auch erkämpfen müssen.

Umsetzung

Hinzu kommen weitere Nebenquests auf uns zu, die aber auch dabei helfen fleißig unseren Charakter aufzuleveln. Durch das Aufleveln erhalten wir neue Fähigkeiten, ein größeres Inventar oder einfach mehr Gesundheit. Dies ist auch bei den Bosskämpfen (sie werden Psychopathen im Spiel genannt) zwingend erforderlich, da der Schwierigkeitsgrad zum Teil frustrierend hoch liegt.

Das ist aus meiner Sicht auch ein großes Problem von Dead Rising 2. Der Schwierigkeitsgrad liegt enorm hoch und wird durch die nur spärlich gesetzten Savepunkte verstärkt.  Was sich die Entwickler dabei dachten bleibt mir unklar. Bemerkt man hier, dass japanische Studios noch eine andere Philosophie verfolgen? Dennoch ist der Reiz die Hauptstory voran zu treiben so groß, dass man immer wieder „Load“ auswählt und den Trip durch die Mal oder manches Casino fortführt.

Aus technischer Sicht kann man bis auf so manchen Clippingfehler eigentlich nicht meckern. Ganz im Gegenteil, weil man toll gestaltete Umgebungen mit reichlich Details und knackscharfen Texturen besucht sowie die Kreativität in Bezug auf Waffenbau kaum Grenzen kennt, was zum Beispiel eine Kombination aus einer E-Gitarre und einem Verstärker für eine Power mit sich bringt müsst Ihr an dieser Stelle mal selbst ausprobieren 😉 Vielleicht sind aus diesem Grund auch die Ladezeiten trotz Installation so enorm lang. Jedenfalls kann es nicht am Sound des Spiels liegen. Dieser ist leider mangelhaft ausgefallen.

Wer nicht genug von den lästigen Zombies bekommt kann das Spiel ruhig mehrmals durchzocken, um den einen oder anderen Menschen zu retten oder bestimmte Locations zu entdecken.

Fazit

Zusammenfassend kann ich mit aller Überzeugung behaupten: Dead Rising 2 ist ein tolles Stück Spielesoftware. Halt ein klassischer Konsolentitel mit der Fähigkeit mich als Spieler niemals zuvor in die Zombiefilme der letzten Jahre zu versetzen auch wenn durch die volle Breitseite Ironie überhaupt kein Moment des Gruselns aufkommt.
——————

Schreibe einen Kommentar