The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild hat Nintendo sicherlich einen extrem großen Wurf hingelegt! Bereits vor dem offiziellen Launch konnte das Spiel nahezu perfekte Wertungen abgreifen, wie schon lange vorher kein Titel mehr! Auch während der Nintendo Presse Veranstaltung in Berlin konnten wir schon erste Eindrücke sammeln und waren uns sicher, dass dieses Zelda klasse wird. Wie sich das Spiel angefühlt hat, was wir darüber denken und wie der Test ausfällt, könnt ihr jetzt nachlesen.

Lange hat es gedauert!

Irgendwie kann man es kaum glauben, dass Breath of the Wild nun erhältlich ist. Nintendo hat das „neue Zelda“ ja schon vor geraumer Zeit angekündigt und musste es immer wieder verschieben. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es sich hier um das größte Projekt aller Nintendo Produkte handelt! Um jetzt hier nicht um den heißen Brei reden zu müssen, fangen wir direkt mit dem Test an. Wir haben allerdings direkt mit der Nintendo Switch Version gespielt!

Was ist denn passiert? Direkt zu Beginn der Story schläft Link tief unter der Werde in einer Höhle. Die Erinnerungen sind weg! Alles was wir hören ist eine Stimme, die uns nach draußen lotsen will. Das nächste Problem ist, dass Link bis auf die Unterhose komplett nackt ist. Es ist also naheliegend, dass wir uns erst einmal aus den Truhen in der Umgebung neue Klamotten ergaunern müssen. Ist das erledigt bekommen wir einen ersten Vorgeschmack auf das gigantische Ausmaß von dem neuen Zelda Titel. Auf dem Plateau haben wir eine wunderbare Aussicht über einen nur sehr kleinen Teil der Welt und die Aussicht ist wirklich Klasse! Hier wird nochmal deutlich und klar, dass Nintendo sehr viel auf Open World setzt und das lineare Gameplay System aus dem Vorgängern komplett über Board geschmissen hat. Zunächst einmal muss ich schon zugeben, dass mich zu Beginn das Spiel echt nicht so wirklich überzeugt hat. Aus meiner Sicht war der Anfang etwas zu langweilig aufgesetzt, die Erkundung musste auf eigenen Trieb durchgeführt werden und das „Open World“ passte mir einfach nicht in Zelda rein. Jetzt mittlerweile nach mehreren Stunden Gameplay bin ich auch vernarrt in diese wunderbare Welt – auch wenn es sich nach wie vor anders anfühlt! Es dauert auch nicht lange, dann lernt ihr einen alten Mann kennen, der euch typischerweise für den Start ein paar kleinere Aufträge zuteilt, ehe ihr das komplette Land erkunden könnt. Zudem erfahren wir, dass Ganondorf die Welt ins Chaos gestürzt hat und es liegt an Link die Welt wieder zu befreien. Keine Sorge, zwar ist dies natürlich das Hauptziel des Spiels, aber Breath of the Wild lebt von zahlreich schönen, kleinen Storys, die zum Teil auch sehr spannend sind. Jedes einzelne Wort dazu wäre allerdings ein Spoiler und das wollen wir natürlich vermeiden!

Open World mit einer freundlichen Hand

Zwar ist das Ausmaß des Spiels wirklich enorm, trotzdem hält Nintendo eine helfende Hand für euch parat. Gerade in den ersten Stunden des Spiels werdet ihr geführt. Später liegt es nämlich an euch selbst was ihr vor habt. Ihr könnt beispielsweise die Hauptstory komplett ignorieren und zahlreiche Geheimnisse, Orte und Höhlen oder Sammel-Items suchen. Natürlich gibt es auch dementsprechend viele Nebenquests, die ihr im Gegensatz zu den Vorgängern machen könnt wann ihr lustig seid. Zudem gibt es abseits der Story auch immer wieder etwas zu tun. Ihr könnt nach neuen Vorräten suchen, die ihr zum Kochen benutzt. Das ist nämlich sehr wichtig! Bedingt durch den relativ anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad solltet ihr immer genügend zu Essen dabeihaben, damit ihr euch heilen könnt. Aber auch andere sinnvolle Gerichte lassen sich mit den entsprechenden Zutaten herstellen und können das Abenteuer von Link einfach machen. Habt ihr noch genügend Brennholz? Müsst ihr Bäume mit einer Axt fällen und vielleicht welches besorgen? Vielleicht braucht ihr aber auch ein Wildfleisch und müsst in den Wald gehen und Schweine mit eurem Bogen erlegen – alles hat seinen Sinn und ist für das Spiel brauchbar.

Die Kämpfe

Die Kämpfe im neuen Zelda gefallen uns wirklich sehr gut. Sie sind flott, dynamisch und jeder Gegner erfordert ein bisschen Strategie. Mal weniger, mal mehr. Breath of the Wild liefert jede Menge Waffen mit sich. Das ist auf der einen Seite sehr lobenswert, aber auf der anderen Seite auch etwas lästig. Jede Waffe hat nämlich eine gewisse Lebensdauer, bis sie wieder das zeitliche segnet und man im schlimmsten Falle direkt unterm Kampf wieder wechseln muss. Das gibt dem ganzen Spielfluss eine Art Unterbrechung und ist viel mehr nervig als ein tolles Feature. Da hat Nintendo es wohl generell zu gut gemeint! Witzig ist aber, dass viele der Monster nicht unbedingt mit uns rechnen. So kann es vorkommen, dass sich ein paar Gegner gemütlich neben explosiven Fässern unterhalten. Wenn man also einen Feuerpfeil aus der Ferne reinpfeffert, kann man das Problem direkt lösen und den Kampf quasi umgehen. Es ist immer wieder sehr schön, dass die Umgebungen so sinnvoll einbezogen werden.

Wer durch Hyrule läuft, der kann jede Menge Materialien ergattern. Von Pilzen und Obst bis hin zu Tiere oder gar Dinge, die Gegner liegen lassen. Da das Inventar aber leider nur sehr begrenzt ist, stößt man auch hier auf seine Grenzen. Momentan fühle ich mich damit noch nicht so wohl, weil es in meinen Augen einfach zu viel kleines Zeug ist, was man da Sammeln kann. Aber das wäre unfair das negativ zu bewerten, weil es gibt sicherlich viele Leute da draußen, die gerne experimentieren.

Technik

Die Technik ist auf der Nintendo Switch wirklich großartig. Egal ob im TV-Modus oder als Handheld – das Spiel sieht wirklich durch und durch klasse aus. Die Welt ist wunderbar belebt, das Gras bewegt sich mit dem Wind und die gigantische Weitsicht lassen gar nicht glauben, dass man auch Mobil mit der Power so gut spielen kann. Hier hat Nintendo sich wirklich selbst übertroffen. Sound und auch Synchronisation (deutsch) ist sehr gut gelungen! Über dem Umfang brauchen wir wohl auch nicht zu sprechen. Allerdings glaube ich muss man erst einmal gute fünf Stunden mit dem Spiel verbringen, um das wahre Ausmaß kennenzulernen. Man kann später ein Pferd zähmen, man sieht diverse – wunderbare Dungeons und natürlich gibt es auch wieder das ein oder andere Dorf! Es ist eben ein anderes Zelda, aber ein verdammt gutes, wenn nicht sogar eines der Besten! Ich musste wie gesagt auch erst einmal einen gewissen Punkt erreichen damit ich Feuer und Flamme war bzw. bin. Die Steuerung geht noch nicht ganz so über und ist aus meiner Sicht gerade beim Wechsel der Waffen und Bogen etc. etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist mit Sicherheit das Zelda schlechthin. Eine gigantische Welt, die wunderschön und glaubhaft ist gepaart mit einem sehr tollen Kampfsystem. Die Möglichkeiten seine Zeit hier totzuschlagen sind enorm! Es ist anders, aber grandios! Dementsprechend ist es im Moment mit Abstand das Beste Spiel für die Switch, aber auch für die Wii U. Das sollte sich wohl keiner entgehen lassen, aber seid gewarnt: Ihr braucht viel Zeit! 🙂

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