Titanfall 2

Was ist das nur für eine verrückte Zeit? Jeder Gamer kennt den Herbst sehr gut! Zahlreiche Spiele erfreuen das Gemüt und balzen überall, damit man sie kauft. Natürlich ist es dadurch sehr schwer zu entscheiden, welches Spiel wohl das richtige ist. Bei der ganzen Test Flut den Überblick zu behalten ist ebenfalls nicht so einfach. Mit Titanfall 2 schickt EA gleich zwei interessante Shooter ins Rennen. So dürfen wir uns von diesem Publisher auf Battlefield 1, aber auch auf dieses Spiel freuen. Das Gefühl in uns sagt aber unberechtigterweise, dass Titanfall etwas untergehen wird. Warum? Es erscheint zu einer Zeit wo es einfach zu viele Spiele gibt. Natürlich ist Titanfall auch eine sehr starke Marke aber mit Battlefield 1 ist EA wohl der größte Konkurrent selbst! Warum man aber Titanfall 2 unbedingt Aufmerksamkeit schenken sollte, werdet ihr in diesem Test erfahren.

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Die Überraschung

Ich selbst hätte es eigentlich nicht geglaubt, dass der Multipayer Modus von Titanfall 2 so rocken kann. Zuerst war ich etwas abgeneigt vor allem, weil ich eigentlich solche Spiele nicht gern mag (so viel zum Thema Optimismus) und weil der Markt im Moment gesättigt erscheint. Zunächst ist es sehr zu Lobenswert, dass es keine Abbrüche gab und die Server sehr stabil gelaufen sind und natürlich noch laufen. Durch die zahlreichen Klassen (Piloten, Titans, Waffen, Boosts und noch vieles mehr) war auch die Sorge, dass die Balance etwas darunter leiden wird. Auch diese Sorge war unbegründet. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Entwickler Respawn Entertainment keine neuen in der Shooter-Liga sind, sondern damals maßgeblich für Call of Duty verantwortlich waren. Die Erfahrung zahlt sich in jedem Fall aus! Viele Neulinge – wie auch ich – hatten Angst vor den Titans. Warum? Naja sie vermitteln erst einmal das Gefühl, als wären sie Mega Overpowered, allerdings hat jeder der einzelnen Roboter seine Daseinsberechtigung. Durch die verschiedenen Fähigkeiten wie zum Beispiel vom Scorch-Titan kann sich das Blatt schnell wenden. Zwar kann er mit seinem Flammenwerfer nicht unbedingt die weiter Ferne greifen, allerdings kann er das ganze Schlachtfeld schnell in eine ätzende Brühe „vergiften“, das durchaus eine hohe Wirkung hat. Titanfall 2 ist halt eben eine Mischung aus klassischem Geballer mit Soldaten und Robotern. Allerdings fühlt sich der Übergang stets flüssig und sinnvoll an. Vor allem: Es fühlt sich frisch an. Während sich Call of Duty leider kaum noch weiterentwickelt und Battlefield meist auf altbewährtes setzt (keine Angst auch ich bin von Battlefield 1 total hingetan) ist das halt einfach mal wieder was Anderes!

Zwischen den Giganten

Wie schon erwähnt hat es Titanfall nicht unbedingt leicht, weil man sich wieder wie damals zwischen Call of Duty und Battlefield etablieren muss. Dennoch ist die „dritte Option“ durchaus ein Kauf wert. Vor allem der zweite Teil, der nun endlich auch eine vollständige, wenn auch kurze Kampagne einführt. Zwar kann diese nicht zu 100% Prozent überzeugen, aber Unterhaltsam ist sie dennoch. Man darf einfach keine hohen Ansprüche haben! Ohne viel über die eher langweilige Story zu erzählen spielt man eben einen Protagonisten, der kein Gesicht hat. Somit fällt es als Spieler sehr schwer sich in die Story hineinzuversetzen. Dennoch muss man sagen: Wo die Story vom erzählerischem her versagt, macht sie spielerisch alles richtig. Ich bin kein Fan von Spielen die sogenannte Wallruns nutzen. Aber in der Kampagne kommt das echt verdammt gut an. Auch das Level Design samt Mechanik stimmt einfach von hinten bis vorne. Schön ist ebenfalls, dass es zwischendurch kleine Puzzle Einlagen gibt, die ihr bewältigen müsst. Auch kleine Jump´n Run einlagen sind enthalten, weil ihr euch von Plattform zu Plattform vorarbeiten müsst. Hört sich irgendwie doof an, passt aber in Titanfall 2 prima rein. Ich möchte noch einmal betonen: Ich bin Shooter Fan der ersten Stunde. Ich liebe mehr den Weltkrieg mit klassischen Waffen als sowas, aber mir hat das echt sehr viel Spaß gemacht. Selten aber nicht immer muss eine Story überzeugen, damit eine Kampagne wirklich gut wird. Gute Arbeit Respawn – so kann man das kompensieren!

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Technik

Die Dauer der Kampagne erstreckt sich für erfahrene Spieler auf etwas sechs Stunden – vielleicht früher. Als negativ möchte ich das nicht bewerten, weil der Fokus auf Multiplayer liegt und ohnehin kein anderer Shooter länger dauert. Klar, wenn man Veteran zockt braucht man länger. Dann ist es halt ein Checkpoint zu Checkpoint sterben, aber mehr nicht. Die Grafik spiegelt aktuelle Verhältnisse nieder, ist aber jetzt nicht so krass spektakulär wie ich es bei BF1 erlebt habe. Das hat mich nämlich seit langem wieder umgehauen! Dennoch sieht es sehr gut aus und durch die tollen Areale und dem guten Missionsdesign kann ich beruhigt sagen, dass ich Titanfall 2 auf einem hohem Niveau bewegt. De Sound sowie die Stimmen sind klasse! Hier gibt es absolut nichts zu meckern!

Fazit

Titanfall 2 ist kein Nischenprodukt, das ist ebenso premium wie BF1! Wer auf frischen Wind hofft und einmal Abwechslung haben möchte, kann hier beruhigt zugreifen. Packende Multiplayer und eine sehr tolle Kampagne, auch wenn die Story nicht überzeugt. Für dieses Jahr kann man ganz klar sagen, dass EA mit Titanfall und BF die Nase vorne hat und Call of Duty versenkt. Und wenn ich das als CoD Fan sage, dann heißt das was….

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