Tribal Wars 2

Während sich nicht wenige Strategie-Browserspiele in unübersichtlicher Komplexität verlieren, setzt Entwickler „InnoGames“ mit dem Hit „Tribal Wars 2“ auf altbewährtes, perfekt abgestimmtes Gameplay.

Ein Mini-Tutorial gibt die Richtung vor

Der Spieler übernimmt in einem Mittelaltersetting zunächst die Aufgabe, ein kleines Dörfchen aufzubauen. Die nötigen Rohstoffe hierfür sammeln sich genretypisch mit der Zeit an. Zudem werden die Speicher mit der Erledigung simpler Quests gefüllt. Raubzüge gegen die umliegenden KI-Dörfer helfen ebenso weiter. Die Kämpfe selbst werden dabei einzig als Statistiken aufgeführt und beanspruchen daher ausschließlich in der Planung strategisches Geschick. Nach dem kurzen Tutorial und etwa einer halben Stunde Spielzeit ist klar: Komplex ist anders.

PVP in Reinkultur

Komplex will das Spiel aber auch gar nicht sein. Der immense Spielspaß entwickelt sich in diesem Fall nämlich nicht aus unzähligen Möglichkeiten, sondern aus dem stimmig umgesetzten PVP-Gedanken. Wo in anderen Strategiespielen mehr nebenher als miteinander gespielt wird, setzt „Tribal Wars 2“ voll auf Multiplayer-Konfrontation. Um Rohstoffe für die eigenen Dörfer zu besorgen, sind nämlich Angriffe auf andere Spieler-Dörfer die lukrativsten Schachzüge und beschwören von Beginn an PVP-Gefechte herauf.

Wer dabei den Fehler begeht, sich mit einem Spieler anzulegen, der sich in einer schlagkräftigen Gilde befindet, bekommt also ein Problem – oder schließt sich seinerseits einer organisierten Dörfgemeinschaft an. Im besten MMO-Sinne befinden sich Einzelspieler in „Tribal Wars 2“ somit auf verlorenem Posten.

 

Sparfüchse kommen auf ihre Kosten

Grafisch bewegt sich das Spiel allenfalls auf durchschnittlichem Genre-Niveau und hat nur einige wenige halbdynamische Ansichten zu bieten. Dies trägt allerdings eher zur Übersichtlichkeit bei und ist damit kein echter Schwachpunkt.

Wenig überraschend erhalten alle Spieler die Möglichkeit, die immer länger werdenden Wartezeiten etwa für Gebäudeausbauten mit dem Einsatz von Echtgeld zu überbrücken. Im Gegensatz zu den meisten anderen Genre-Kollegen lässt sich „Tribal Wars 2“ jedoch bis ins Endgame hinein ohne monetären Einsatz problemlos spielen. Strategisch geschulte und geduldige Spieler bleiben somit auch kostenfrei durchaus konkurrenzfähig.

Tribal Wars 2 – Fazit

Mit „Tribal Wars 2“ hat „InnoGames“ so etwas wie die puristische PVP-Erfahrung unter den Browser-Strategiespielen zu bieten. Ohne überflüssige grafische oder inhaltliche Anhängsel bewegt sich das Spiel ungemein nah am Multiplayerkern des Genres und benötigt keine lange Eingewöhnungszeit. Wir sagen: Für PVP-Fans ein ganz heißer Tipp – für Singleplayer-Spieler hingegen ein wahrer Albtraum!

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