Valentino Rossi: The Game

Valentino Rossi dürfte eigentlich für alle von euch ein Begriff sein, oder? Richtig, das ist wohl der erfolgreichste Fahrer überhaupt – zumindest auf Motorrädern. Milestone hat vor kurzem das Spiel Valentino Rossi The Game veröffentlicht und war so freundlich, uns ein entsprechendes Muster zuzuschicken. In unserem Test sehen wir, ob das neue „MotoGP“ punkten kann.

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Wahnsinniger Umfang

Die MotoGP Reihe ist eigentlich derzeit die einzige Alternative für Motorradfreunde was Konsolenumsetzungen betrifft und nicht auf Motocross Rennen steht. Aber ich kenne auch viele in meinem Bekannten Kreis, die sich jeden Ableger jedes Jahr kaufen und damit auch sehr zufrieden sind. Da ich mittlerweile selbst auch die letzten drei Jahren MotoGP gezockt habe, kann ich sicherlich das ein oder andere bewerten.
Wenn man das Spiel erst einmal eingelegt hat wird deutlich, mit welchem Umfangs Monster man es hier zu tun hat. Neben der Königsklasse gibt es auch zahlreiche Unterklassen wie die MotoGP2 oder MotoGP3. Alle Fahrer und Strecken sind ebenfalls enthalten, was für jedem Fan sicherlich der Knaller ist! Valentino Rossi lädt in dem Spiel sogar ein, seine Karriere Highlights noch einmal nachspielen zu dürfen. Dabei ist die Story und die Herausforderung wirklich sehr gut verpackt und rockt richtig die Bude! Mit zahlreichen „echten“ Videosequenzen wird die Geschichte rund um Rossi entsprechend unterstrichen. Wem das sogar noch nicht reicht, der kann auch gegen den Profi spielen und versuchen seine Kurszeiten zu schlagen – was im Übrigen für die Platin Trophäe auch nötig ist!

Aller Einstieg ist schwer

Ich kann mich noch gut zurückerinnern, dass beispielsweise MotoGP vor drei Jahren doch wesentlich einfacher war und einen guten Einstieg bot. Bei diesem Ableger ist der Einstieg leider nicht mehr so einfach und selbst die Profis in meinem Umfeld mussten des Öfteren fluchen. Geduld und vor allem Übung ist wichtig. Dies zeichnet sich nämlich besonders bei der Königsklasse deutlich ab. Ohne entsprechendes Fingerspitzengefühl habt ihr hier keine Chance.
Wer seine eigene Laufbahn starten möchte, der ist im Karriere Modus natürlich Gold richtig. Zunächst dürft ihr euren virtuellen Protagonisten erstellen, könnt aber aufgrund der mangelnden finanziellen Mittel natürlich nicht die schönsten und besten Rennanzüge direkt kaufen. Umso weiter ihr im Spielfortschritt voranschreitet, desto mehr könnt ihr später natürlich erwerben.

Technik

Das Fahrgefühl ist im Grunde sehr gut umgesetzt worden. Allerdings ist das Drumherum schon fast Katastrophe! Die Kollisionsabfrage ist nicht zu gebrauchen und die ist zum Teil schon richtig unfair. Von Schadensmodell brauchen wir gar nicht anfangen, denn da ist quasi gar nichts vorhanden. Die Grafik wirkt stark veraltet und sollte durchaus wesentlich besser sein. Ich verstehe nicht wie es Milestone schafft sich hier jährlich zu verschlechtern?
Wie bereits oben schon erwähnt ist der Umfang wirklich sehr zu loben. Man kann sich wirklich extrem lange mit dem Spiel beschäftigen. Besonders interessant ist übrigens auch die Möglichkeit „Skillpunkte“ auf euren Fahrer zu verteilen. So kommen tatsächlich Rollenspielelemente in einem Rennspiel vor. Der Mix hat mir sehr gut gefallen!

Fazit

Valentino Rossi: The Game hat definitiv interessante Aspekte: Zum einen dürfen wir die Highlights von Rossi komplett selber nachspielen, zum anderen motiviert auch die Karriere mit dem eigenen Spieler. Durch den extrem großen Umfang und der neuen Features (Skillpunkte verteilen) hat sich Milestone sichtlich Gedanken gemacht und es kommt auch gut an. Eines kann ich aber nicht verstehen: Wie kann sich eine Technik von Jahr zu Jahr verschlechtern? Die Grafik und die Kollisionsabfrage, sowie das fehlende Schadensmodell ziehen dann leider den Spielspaß nochmal deutlich nach unten…

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