Vikings – Wolves of Midgard

Auf dieses Spiel waren wir wirklich sehr gespannt. Der Grund ist ziemlich einfach. Wir lieben Diablo und habe es sowohl auf PC, PS3 und auch auf der PS4 richtig gesuchtet. Ja sogar zwei Platin Trophäen haben wir erspielt! Mit Vikings: Wolves of Midgard möchte man für alle Fans dieser Spielart neues Futter liefern. Zunächst ist man immer skeptisch, weil Diablo nach wie vor an der Spitze seiner Art ist und es einfach schwer ist, den Thron mit einem anderen Spiel besteigen zu können. Doch eines sei vorab gesagt: Vikings muss sich in keiner Weise verstecken! Im Test werdet ihr erfahren, warum das so ist:

Die Sucht ist wiedererwacht

Zunächst müssen wir anmerken, dass sich Vikings aber auch den Vergleich mit Diablo gefallen lassen muss. Aber das macht das Beschreiben des Tests auch wesentlich einfacher! Wer also wie wir neues Futter in diesem Bereich gebraucht hat, der kann – und das kann man schon direkt sagen – beruhigt zugreifen. Einfach auf die Couch setzen, fiese Trolle und andere Monster verkloppen und neue Items sammeln und gerne auch mit Freunden Online kooperativ zocken. Was will man mehr? Einziges Manko an dem Spiel ist direkt aufgefallen. Eine wirklich großartige Story wird man hier vermissen. Vikings: Wolves of Midgard setzt dafür auf rasante Action, die wirklich instant durch die rund 20 Stündige Kampagne zieht. Ständig fliegen die Fetzen und permanent muss man auf der Acht sein! Doch fangen wir an dieser Stelle nochmal von vorne an:

Zu Spielbeginn entscheidet ihr euch zunächst für euer Geschlecht. Einen Unterschied auf die Spielmechanik hat das natürlich nicht. Anschließend müsst ihr euch für einen Gott entscheiden und euren Kampfstil wählen (Schwert und Schild, zwei Einhandwaffen, Stäbe oder Bögen). Natürlich könnt ihr auch euer Aussehen ein wenig ändern, dabei wählt ihr zwischen Tattoos und Frisuren aus, was euch gefällt. Ist dies erledigt, geht es direkt schon in eine Schlacht. Nun liegt es an euch, dass ihr unzählige Monster tötet, Blut sammelt (dient auch für den Level Aufstieg) und neue Rüstung ergattert. Die Knopfbelegung ist dabei ähnlich aufgebaut wie in Diablo: Schaltet ihr neue Fähigkeiten frei, werden diese entsprechend der Tasten hinterlegt. Eine Ausweichrolle erfolgt mit dem rechten Stick und ist durchaus sehr wichtig! Solltet ihr nämlich nicht rechtzeitig ausweichen, werdet ihr Schaden einstecken müssen und dementsprechend ist es wichtig euch zu heilen. Das Problem dabei ist, dass die Heilmöglichkeiten begrenzt sind und nur an diverse Brunnen wieder aufgefüllt werden kann. Eines ist nämlich klar, Vikings ist auf jedem Fall sehr Anspruchsvoll. Wer auf höheren Schwierigkeitsgraden Unterwegs ist, der muss auch wirklich gut mit seinem Helden umgehen können. Besser ist es natürlich, wenn ihr das Game kooperativ Spielt!

Charakter Entwicklung und Technik

Für jeden der Helden könnt ihr gewisse Talente verteilen. So umfangreich wie in Diablo ist das ganze allerdings nicht gehalten. Dies ist ein Punkt, den wir ein bisschen Schade finden. Wenn man beispielsweise auf Level 20 aufsteigt, dann hat man eigentlich schon alle Talente freigeschaltet, was eben ein bisschen Schade ist. Da es für jede Waffenart Talentbäume gibt, kann man aber auch dort noch Punkte verteilen, was euren Helden dann ein bisschen mehr Individualität spendiert. Wer das Game öfter durchspielt hat übrigens dann auch die Chance alle Skills freizuschalten. Vielleicht dient das ja auch ein bisschen für die Motivation.

Vikings macht im Koop Modus wirklich sehr viel Spaß. Zwar werden die Gegner dann etwas stärker aber das kann man schon verkraften. Wenn man ein gutes, eingespieltes Team ist, dann kann man da durchaus mehrere Stunden auf knackigem Schwierigkeitsgrad ordentlich Spaß haben! Soweit wir das gesehen haben kann man allerdings nur einen Freund einladen. Ein kleines Manko gibt es aber im Spiel: Wenn ihr beispielsweise ein großartiges Schild ergattert, was euer Freund besser brauchen könnte, dann ist es nicht möglich die Waffen fallen zu lassen oder gar zu tauschen. Hier hat man wirklich den vollwertigen Koop Modus ein bisschen reduziert – Schade! Wer fleißig Rohstoffe sammelt oder Waffen zerlegt, der kann beim Handwerker wieder neue Rüstung herstellen oder diese verstärken. Dies ist freilich gut für die Motivation und sorgt dafür, dass wir ständig versuchen zu Sammeln und zu Schnetzeln. Technisch gesehen braucht sich Vikings auf keinem Fall verstecken. Das Game sieht klasse aus, überall ist ordentlich Action und auch die verschiedenen Bereiche die man besucht sind Klasse! Der Sound ist ebenfalls sehr gelungen. Zudem haben die Entwickler ein paar interessante Features eingebaut, um sich ein bisschen von anderen Spielen abzuheben. So muss man beispielsweise in einer eisigen Gegend stets Ausschau auf ein Feuer halten, da man sonst nämlich erfriert.

Fazit

Vikings: Wolves of Midgard konnte uns im Test durchaus überzeugen! Das flotte und Actionreiche Gameplay macht Spaß! Außerdem haben die Entwickler ein paar nette Features und Ideen eingebaut, die sich positiv von anderen Genre Vertreter abheben. Auch der Koop Modus rockt richtig, schade ist allerdings nur, dass man diesen nicht „vollwertig“ integriert hat. Es ist leider nicht möglich Items untereinander zu tauschen, was halt einfach zu so einem Spiel dazu gehört! Unterm Strich kann man sogar eine warme Empfehlung für das Game aussprechen! ES macht tierisch Bock!

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