Wie wird man ein Pro-Gamer?

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Grubby celebrating after beating MC at I” (CC BY 2.0) by matthewwu88 

Vor Tausenden von Gamefans Wettbewerbe bestreiten, große Ziele erreichen und beruflich das tun, was man liebt. Klingt nach dem besten Job der Welt? So schön es auch klingen mag, es steckt viel Schweiß und harte Arbeit hinter dem, was Fnatic und Co täglich tun – ob vor der Kamera oder privat zu Hause. Eines ist bei diesem Traumjob sicher: Man muss es wirklich wollen.

Das Wichtigste zuerst

Als erstes muss vollkommen klar sein, welches Spiel man gerne spielen möchte. Und nicht nur das, sondern auch, welches Spiel man gut spielt. Schließlich geht es darum, in Zukunft zu den besten Spielern der Welt zu zählen, es quasi als Sportler zu den Olympischen Spielen zu schaffen.

Hat man sein Spiel gefunden, heißt es üben, üben, üben und sich dabei auch gegen ausgezeichnete Gegner zu messen. Man sollte sich nicht nur darauf verlassen, gut im Team spielen zu können oder ein besonders guter Einzelkämpfer zu sein, sondern sich bei beidem zu bewähren.

Übung, Spaß und Strategie

Versuche dir am besten so viel wie möglich von professionellen Spielern abzuschauen. Auf diese Art kannst du viel lernen. Ihre Strategien, ihr Verhalten, sogar ihre Einstellung kann dir weiterhelfen und das Ganze macht auch Spaß. Anfangen kannst du beispielsweise bei The International (8.-13. August). Durch einen Blick auf die Online-Wetten erkennst du, welche Spieler die besten Chancen haben. Was verhilft Underdogs zum Sieg? Warum verliert ein sonst ausgezeichneter Spieler ein Spiel schon ganz am Anfang? Überlege dir solche und andere Fragen und hab Spaß dabei! Finde heraus, wie die Profis ticken und welche Strategien du für dich verwenden kannst.

Sich gegen seine Gegner behaupten

Je jünger man ist, wenn man mit dem Üben anfängt, desto besser. Ist man älter, muss man den Vorsprung der Konkurrenz aufholen, kann es aber dennoch mit genug Motivation und Ausdauerfähigkeit schaffen. Verlässt einen an einem Tag die Lust zu spielen oder möchte man lieber früher aufhören, kann es helfen, sich vorzustellen, dass weltweit SpielerInnen, die das gleiche Ziel anstreben, das man selbst auch verfolgt, noch vor ihren Bildschirmen sitzen und ihre Fähigkeiten trainieren, während man den Kopfhörer schon an den Haken hängt. Letztendlich können lediglich ein paar Stunden Übung den Unterschied im Wettkampf machen.

Strukturierter Trainingsplan

Es ist dabei aber gut, eine Struktur einzuhalten, um sich nicht auszupowern und am nächsten Tag nicht mehr genug Kraft zum Spielen zu haben. Obwohl viele Pro-Gamer von sich sagen, dass sie an Schlafmangel leiden (sie kämpfen schließlich in ihrer Disziplin um die besten Positionen der Welt), braucht man zwischendurch auch Ruhe und Schlaf, um erneut Energie und Kraft zu tanken. Wie bei anderen Spitzensportlern auch, gehört ein strenger Trainingsplan zur Vorbereitung auf ein Turnier dazu. Teil davon ist Schlaf und Entspannung genauso wie das Trainieren selbst.

Und nicht zuletzt … gewinnen!

Selbst wenn man sich noch in der Vorbereitungsphase befindet, ist es wichtig, so viele Wettkämpfe wie möglich zu bestreiten, um sich an die große Bühne zu gewöhnen und um Erfolge zu sammeln. Nicht nur das – es ist auch wichtig zu verlieren, um so zu lernen mit Verlusten umzugehen, die leider dauernd auf einen zukommen werden. Und zu guter Letzt sollte man auf eine gute Ernährung achten und sich körperlich fit halten. Das führt dazu, dass man sich besser konzentrieren kann und sich rundum besser fühlt. Das erscheint vielleicht im E-Sport überflüssig, doch da Körper und Geist zusammenarbeiten, kommt man nicht darum herum. Turniere dauern sehr lange und sind anstrengend und mitten im Turnier braucht man jedes bisschen Konzentration.

Bei all der harten Arbeit heißt es aber auch: Spaß haben. Das Ganze soll einem persönlich schließlich etwas bedeuten. Dabei kann man kreativ werden und selbst sein eigener Coach sein. Es hilft, sich kleinere Ziele zu setzen und man darf nicht vergessen, dass es schrittweise vorangehen wird. Behält man all dies im Hinterkopf, steht einem nichts mehr im Weg. Es ist gut möglich, ein Pro-Gamer zu werden. Man muss es nur wollen.

 

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