Wii U-Special: Rabbids Land / Review

Zum Start der Wii U erscheinen auch einige Titel, die auf diversen Minigames aufbauen. Einer davon ist „Rabbids Land“, in dem die durchgeknallten Hasen aus dem Hause Ubisoft einen weiteren Auftritt bekommen. Ob der Titel Spaß macht, oder ob die Hasen vielleicht besser als Braten in den Ofen wandern sollten?

„Rabbids Land“ baut auf den recht erfolgreichen Mario Party-Titeln auf. Wie in diesen dürfen mehrere Spieler an einem digitalen Brettspiel teilnehmen, bestreiten hin und wieder Minispielchen und versuchen, als Erster durchs Ziel zu gehen. Musste man in Mario Party noch nebenbei Sterne sammeln, um eine Chance auf den Sieg zu bekommen, sind es in „Rabbids Land“ Pokale, die die Hasen einheimsen.
Zu Beginn legen die bis zu vier Spieler die Farben ihres Häschens fest und per Zufall wird die Zugreihenfolge ausgelost. Zudem dürft ihr einstellen, wie viele Pokale erspielt werden müssen, um eine Siegchance zu bekommen. Danach richtet sich dann auch die Spielzeit.

Dann geht es auch schon los, ein Spielbrett darf nicht ausgewählt werden. Warum nicht? Weil es nur eines davon gibt, welches auch nicht gerade sonderlich groß ist. Es besteht aus einem kleinen Innenkreis, der aus einem Feld besteht, einem Mittelkreis, der schon ein paar Felder mehr beherbergt und dem äußeren Kreis, auf dem dann noch ein paar Einzelfelder mehr zu finden sind. Diese Einzelfelder lösen bestimmte Aktionen aus. So gibt es beispielsweise ein Minispielfeld, ein Ereignisfeld, ein Frage- und Antwort-Feld oder einfach ein Feld, welches dem Spieler der darauf gelangt, einen Bonus einbringt.
Auch diese Boni sind recht unterschiedlich und nutzen entweder der eigenen Spielfigur, oder schaden denen der anderen Spieler.

Gewürfelt wird ebenfalls automatisch, durch Berühren des Würfels auf dem Touchscreen wird der Würfelvorgang dann angehalten. Anschließend wird dem Spieler, der sich an der Reihe befindet angezeigt, auf welche Felder er vorrücken kann. Entscheidet euch nun für eines und anschließend wird die entsprechende Aktion ausgeführt. So geht es Runde um Runde, die drei Ringe auf dem Spielbrett sind hierbei mit Brücken verbunden. Diese verschieben sich alle paar Runden und – wenn es z.B. durch ein Ereignisfeld ausgelöst wird – auch die übrigen Spielfelder können sich verändern. Somit ist das Spielbrett zu Beginn zwar immer gleich, unterscheidet sich jedoch im weiteren Spielverlauf oft stark von dem Brett, welches man in der vorigen Partie bespielt hat.

Die Pokale, die gewonnen werden sollen, erhaltet ihr neben den Minispielen z.B. auch auf Frage- und Antwort-Feldern. Der Spieler, der auf eines dieser Felder gelangt, bekommt eine Frage gestellt, die anderen Spieler ebenfalls. Zudem sehen die anderen Spieler kurz, welche Antwort der erste Spieler gegeben hat. Nun müssen die anderen drei sagen, ob dieser richtig oder falsch lag. Gibt der Spieler, der auf dem Feld gelandet ist, die richtige Antwort, bekommt er zwei Pokale. Liegt einer der anderen drei Spieler damit richtig, ob die Antwort des ersten Spielers richtig oder falsch war, gibt es hierfür einen Pokal.
Nebenbei darf man mit Glück auch Pokale von seinen Mitspielern stibitzen, manchmal erscheinen Bonus-Rabbids auf dem Spielfeld, die Pokale mit sich tragen oder aber diese von den Spielern mopsen usw..

Die meisten Pokale können in den Minispielen kassiert werden. Gewinnt man ein Minispiel, bekommt man nämlich gleich drei Stück davon. Das kann jedoch dazu führen, dass eine Partie bereits nach wenigen Runden beendet ist, wenn ein Spieler immer die Minispiele gewinnt. Hat man ausreichend Pokale gesammelt, muss man nur noch auf das Mittelfeld gehen, um das Spiel zu gewinnen. Dabei muss man leider nicht passend würfeln. Steht man z.B. nur noch zwei Felder entfernt vom Mittelkreis, würfelt aber eine sechs, darf man das Spiel trotzdem als Sieger beenden.

Welches Minispiel gespielt wird, wird per Zufall entschieden. Leider können in den Minispielen immer nur zwei Spieler antreten, Minispiele für vier Spieler gibt es nicht. Spielt man zu zweit und die anderen beiden Rabbids werden von der Konsole gesteuert, spielt man immer gegen einen menschlichen Gegner, sollte man auf einem Minispielfeld landen. Landet einer der KI-Hasen auf einem Minispielfeld, ist es reiner Zufall, gegen wen dieser dann spielt.
Die KI-Rabbids stellen sich leider nicht sehr intelligent an, so kann man gegen diese recht leicht gewinnen.
Bei den Minispielen übernimmt grundsätzlich der Spieler das Gamepad, der auf dem entsprechenden Feld gelandet ist. Beim Spiel gegen die KI darf der menschliche Spieler auch das Gamepad verwenden. Im Spiel gegen einen menschlichen Gegner bekommt Spieler Nr. 2 dann die WiiMote, ein Nunchuk wird übrigens auch benötigt.

Die Minispiele sind prima auf das Gamepad ausgelegt. So gilt es in einem, Figuren nachzuzeichnen, während der Gegenspieler dies durch Radieren verhindern soll. In einem anderen Minispiel muss man Edelsteine sammeln, indem man das Gamepad kippt und dadurch Kugeln steuert. Der Spieler mit der WiiMote rollt mit seiner Superkugel durch die Gegend und muss dies verhindern.
Oder aber es gilt, Pinguin-Rabbids durch Pusten ins Mikrofon auf den Gegenspieler zu schleudern, der nur Schneebälle dagegen einsetzen darf.
Leider gibt es einige Minispiele, bei denen entweder der Spieler am Gamepad oder aber der an der WiiMote die leichtere Aufgabe zugewiesen bekommt. Hier kann man dann meist schon vorher sagen, wer dieses Minispiel gewinnen wird.

Hat man keine Lust, auf dem Brett eine Partie zu absolvieren, können die aktivierten Minispiele auch alleine angewählt werden. Oder aber man stellt sich diesen Minispielen alleine und versucht, Objekte einzusammeln, die dann in den Minispielen auftauchen. Durch diese schaltet man kleine Videos und Musikstücke frei, die man sich anschauen und anhören darf.
Leider war es das dann auch schon, was den Spieler in „Rabbids Land“ erwartet. Gerade als Solospieler wird man sich recht schnell langweilen. Mit mehreren Spielern macht der Titel bedingt Spaß, leider sind viel zu wenig Minispiele enthalten, so dass diese sich schon bald wiederholen. Per Internet darf man leider nicht gegen andere Spieler antreten, dies ist nur lokal an einer Wii U möglich.

Optisch ist „Rabbids Land“ eher durchwachsen. Die Rabbids und deren Animationen sehen recht knuffig aus, dafür präsentieren sich das Spielbrett und auch viele der Minispiele eher langweilig. Der Sound und die Musikstücke gehen hingegen in Ordnung. Einige Minispiele sind mit richtig fetzigen Stücken unterlegt, die zum Mitwippen animieren. Die Steuerung ist, wie erwähnt, recht gut auf das Gamepad ausgelegt. Auch die Spieler, die mit der WiiMote aktiv sind, haben keinen Grund, sich zu beschweren. Vor jedem Minispiel bekommen beide Spieler die entsprechenden Tastenfunktionen erklärt, somit bleiben keine Fragen offen.

 

Fazit:

„Rabbids Land“ macht kurzzeitig Spaß, kann auf lange Sicht aber leider nicht überzeugen. Es sind einfach zu wenig Minispiele, die sich schon nach einer Partie wiederholen. Auch die Tatsache, dass es nur ein Spielbrett gibt, sorgt nicht für Abwechslung. Warum man die Minispiele zudem nur mit zwei Spielern spielen darf, erschließt sich mir bei einem Partygame absolut nicht.
Die Spielmodi sind ebenfalls kaum abwechslungsreich und selbst die möglichen Farben, die man seinem Rabbid geben darf, bieten nicht viel Auswahlmöglichkeiten.
Somit wird man „Rabbids Land“ ab und an mal in die Wii U legen, sobald ein besserer Titel mit Minispielen erscheint, werden die Hasen jedoch im Regal verstauben. Wer unbedingt ein Partyspiel benötigt, kann über die Anschaffung nachdenken, alle anderen warten lieber auf einen neuen Mario Party-Teil!

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